Grohnde mehrere Tage vom Netz

Der Energiekonzern Eon nimmt das Kernkraftwerk Grohnde für mehrere Tage vom Netz, teilte das Unternehmen am 9. Dezember mit. Im Rahmen einer wiederkehrenden Prüfung von Armaturen des Dampfsystems der Turbine ließ sich eine Armatur nicht vollständig schließen. Für die vorbeugende Instandsetzung dieser Armatur im konventionellen Teil der Anlage muss laut Eon das Kernkraftwerk Grohnde in Emmerthal für einige Tage vom Netz getrennt werden. Das Kernkraftwerk hat eine elektrische Leistung von 1 430 MW.

Auf Nachfrage von E&M Powernews teilte der Konzern mit, dass Grohnde seit 9. Dezember, 18.00 Uhr, vom Netz ist. „Wir gehen derzeit davon aus, dass das Kraftwerk am Freitagabend wieder mit den Netz verbunden werden kann“, sagte eine Eon-Sprecherin.

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Dezember 10, 2014

Heidi Roider

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Der Bürger-Stadtwerker

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Als Chef der Stadtwerke Wolfhagen hat sich Martin Rühl dafür stark gemacht, dass sich eine Bürgerenergiegenossenschaft an dem Unternehmen beteiligen konnte – eine Beteiligung, von der der Kommunalversorger profitiert. Ob der Rödeser Berg mit einer Höhe von 379 m wirklich ein richtiger Berg ist, darüber mögen sich Geographen und Kartographen streiten. Die wuchtige Erhebung im nordhessischen Naturpark Habichtswald ist für die Stadtwerke im unmittelbar angrenzenden Wolfhagen trotz des ungeklärten Status von großer Bedeutung. Wenn bis zum Weihnachtsfest die vier Enercon-Windturbinen, deren Errichtung seit Wochen läuft, in Betrieb sind, dann wird die 14 000-Einwohnerstadt gut 30 km westlich von Kassel rechnerisch zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgt sein. Für Martin Rühl, seit 2001 Geschäftsführer des Kommunalversorgers, ist damit ein wichtiges Etappenziel erreicht: „Darauf haben wir die vergangenen Jahre hingearbeitet. Denn die Lokalpolitik hatte uns 2008 vorgegeben, das 100-Prozent-Ziel bis zum Jahr 2015 zu erreichen.“ Für diese zeitliche Punktlandung sorgt nicht nur der Windpark Rödeser Berg, sondern es sorgen dafür auch der stadtwerkseigene Solarpark Gasterfeld mit einer Leistung von 5 MW, eine Biogasanlage sowie mehrere private Photovoltaikanlagen. Wolfhagen ist beileibe nicht die erste Kommune bundesweit, die eine bilanziell vollständige Grünstromversorgung erreicht, weiß Peter Moser: „Da gibt es sicherlich einige kleinere Kommunen an der Küste oder in Bayern, die rechnerisch noch höhere Ökostromwerte aufweisen“, sagt der Leiter Nachhaltige Regionalentwicklung Dezentrale Energiekonzepte beim Institut dezentrale Energietechnologien in Kassel. „Es hängt immer davon ab, ob, wie viele und welche Ökokraftwerke in einer Kommune installiert sind.“ Auf die bilanzielle Betrachtung kommt es Moser auch nicht so an: „Viel wichtiger ist es, dass es die Kommunen schaffen, die Erzeugung regenerativer Energien dem Verbrauch anzupassen und so eine 100-prozentige Versorgung zu erreichen.“ Martin Rühl weiß, dass er diesen Weg zu einem komplett „grünen“ Stadtwerk gehen muss – und auch will: „Darauf sind unsere nächsten Anstrengungen ausgerichtet.“ Zum Ende dieser Dekade soll der grüne Eigenversorgungsgrad über das ganze Jahr gesehen zwischen 85 und 90 Prozent liegen – was dem Ziel einer 100-Prozent-Erneuerbaren-Stadt sehr nahe kommt.

Erfolgreiche Stromnetzübernahme im Jahr 2006 von Eon Mitte

Elfried Evers hat keinen Zweifel an dieser Entwicklung. Der Berater aus dem Aachener BET Büro begleitet Martin Rühl bereits seit 2006, als die Stadtwerke Wolfhagen nach über fünfjährigem Ringen die Stromnetze in elf Ortsteilen von Eon Mitte übernahmen. „Martin Rühl ist sehr zielstrebig und schafft es, seine Ziele nachhaltig und langfristig zu verfolgen“, urteilt Evers, „dabei gelingt es ihm immer wieder, sein Umfeld zu begeistern.“ Bei ihm hätten Werte wie Identifikation und Akzeptanz einen hohen Stellenwert.

Martin Rühl: “Wir wollen den regenerativen Eigenversorgungsgrad auf 85 bis 90 Prozent bis Ende dieses Jahrzehnts erhöhen” Bild: Stadtwerke Wolfhagen Dass der David Wolfhagen sich bei der Netzübernahme gegen den Goliath Eon durchsetzen konnte, verbucht Rühl im Rückblick als „schönen und wichtigen Erfolg“. Dass seine Stadtwerke trotz der erfolgreichen Teilrekommunalisierung und der im Jahr 2007 erfolgten Umstellung der Stromlieferung auf 100 Prozent Wasserkraft Kunden im angestammten Absatzgebiet verloren haben, brachte ihn aber ins Nachdenken. Wie können wir die Wolfhagener Bürger enger an die Stadtwerke binden, fragte er sich: „Was lag da näher, als sie direkt an unserem Unternehmen zu beteiligen.“ Von der Idee bis zur Verwirklichung gingen zwar einige Tage ins Land, aber am 1. März 2012 stimmte Wolfhagens Stadtrat zu, 25 Prozent der Stadtwerkeanteile an die zwischenzeitlich gegründete BürgerEnergieGenossenschaft (BEG) Wolfhagen abzutreten. Rund 2,3 Mio. Euro hatte die BEG eingesammelt, um Mitgesellschafter werden zu können. Evers spricht von „einer Besonderheit in der deutschen Stadtwerke-Landschaft.“ Kurt Berlo, Kommunalexperte am Wuppertal Institut, attestiert Wolfhagen dank der hohen Bürgerbeteiligungsrate „ein Alleinstellungsmerkmal“. Sicherlich gebe es bundesweit noch einige bäuerliche Energiegenossenschaften aus den Anfangstagen der Elektrifizierung, die vollständig im Besitz ihrer Anteilseigner sind, „aber ein Stadtwerk, das sich seinen Bürgern wie in Wolfhagen so weit geöffnet hat, gibt es bundesweit nirgendwo“.

Stadtwerke verzichten auf ein Viertel ihres Gewinns

Die Bürgerbeteiligung an dem Wolfhagener Kommunalversorger nötigt auch Dieter Attig, dem langjährigen Geschäftsführer der Stadtwerke in Lemgo und später in Aachen, Respekt ab: „25 Prozent Bürgerbeteiligung heißt auch, dass ein Viertel der Gewinne des Stadtwerkes nur indirekt in der Stadtkasse landet.“ Im Lemgo, erzählt Attig, habe es zu seinen Zeiten ebenfalls Gedankenspiele um eine Bürgerbeteiligung gegeben – die allerdings verworfen wurden: „Die Gewinne, die an die Genossenschaft abgeflossen wären, hätten der Stadt für den Betrieb von Bussen und Bädern gefehlt.“ Vor diesem Hintergrund sei die Einbindung der BEG in Wolfhagen umso bemerkenswerter. In der Bürgerbeteiligung sieht Attig aber auch das Fundament für die weitere Selbstständigkeit des kleinen Stadtwerkes: „Wolfhagen hat sicherlich Defizite in der Kostendegression. Umso wichtiger ist es, bestehende Kunden zu halten.“ Die BEG ist für Martin Rühl jedoch mehr als ein Kunden-Erhaltungsprogramm. Die Mitglieder sind für ihn auch überzeugte Botschafter seiner Idee von einer vollständig regenerativen Vollversorgung. Dank der aktuell mehr als 700 Genossen, die über die BEG mit zwei Sitzen im Aufsichtsrat des Kommunalversorgers vertreten sind, fällt es den Stadtwerken auch leichter, Vorwürfe erhoben, wie jüngst wegen zu hoher Strompreise, abzuwehren. „Mit der BEG als Miteigentümerin ist es für uns als Stadtwerk schlicht unmöglich, Gewinne auf Kosten unserer Kunden zu maximieren“, reagierte Rühl kürzlich gelassen auf Vorwürfe aus Verbraucherschutzkreisen, Energieversorger würden günstige Einkaufspreise nicht an ihre Stromkunden weitergeben. Die BEG stärkt dem Stadtwerkechef auch bei Protesten gegen den Windpark Rödeser Berg den Rücken. Eine mitunter lautstarke Protestinitiative gegen die vier Enercon-Turbinen ist bis heute aktiv: „Es ist keine Frage, dass die Bürgerenergiegenossenschaft hilft, den Windpark zu legitimieren“, so der Geschäftsführer. Dass Rühl energiepolitisch einiges in Wolfhagen bewegt hat, ist für Wilfried Steinbock unbestritten: „Er ist einer der wenigen Visionäre, die es geschafft haben, den Spagat von der Entstehung bis zur Realisierung einer Idee zu schaffen“, sagt der BEG-Vorsitzende. Für Rühl spreche auch, dass er über den Tellerrand hinausschaue. So zähle er beispielsweise zu den „Antreibern“ der Stadtwerke Union Nordhessen (SUN), eines Zusammenschlusses von mehreren Kommunalversorgern in der Region, dem neben Wolfhagen die Stadtwerke aus Bad Soden-Allendorf, Eschwege, Homberg (Efze), Kassel und Witzenhausen angehören. Im SUN-Verbund ist Wolfhagen das einzige Stadtwerk mit einer Bürgerenergiegenossenschaft als Mitgesellschafter. „Da steht unsere Lokalpolitik dahinter“, sagt Steinbock. „Schön wäre es, wenn es anderswo auch einen Martin Rühl gäbe. Denn der Mann ist in der Energiewirtschaft seiner Zeit ein Stück weit voraus.“

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Dezember 10, 2014

Ralf Köpke

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Komplexe Gemengelage an der Kieler Förde

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Der Verkauf der MVV Energie-Anteile an den Stadtwerke Kiel zieht sich hin, was auch Auswirkungen auf den Bau des geplanten Gasmotorenheizkraftwerkes hat.
Das Interesse von Energieversorgern, den 51-prozentigen Anteil von MVV Energie an den Stadtwerken Kiel zu übernehmen, wächst. Nach einem Bericht der Kieler Nachrichten zählen zu den Interessenten unter anderem die Thüga-Gruppe sowie ein Konsortium, zu dem sich der Entsorgungskonzern Remondis sowie einige Stadtwerke aus Schleswig-Holstein zusammengefunden haben. Zu diesen Kommunalversorgern gehören nach Informationen von E&M Powernews die Stadtwerke aus Flensburg, Lübeck und Neumünster. Wie an der Kieler Förde zu hören ist, will auch der Netzbetreiber Hansewerk (ehemals Eon Hanse) seinen Hut in den Ring werfen.

Interessant bei dieser Anbieterschar ist allemal der Remondis-Konzern, der seine Energie-Aktivitäten ausweiten will. Die Premiere war dem Unternehmen aus dem westfälischen Lünen in diesem Herbst gelungen, als die Übernahme der knapp 19-prozentigen Beteiligung des RWE-Konzern an dem Regionalversorger Enervie in Hagen abgeschlossen werden konnte. Im Mai hatte MVV Energie erklärt, sich von seiner Mehrheitsbeteiligung an den Kieler Stadtwerken trennen zu wollen. Die Kurpfälzer wollen, so eine der Hauptgründe für die damalige Ankündigung, die rund 280 Mio. Euro teure Investition in das geplante Gasmotorenheizkraftwerk nicht mittragen. Die vorgesehenen 20, in Reihe geschalteten Gasmotoren sollen das in die Jahre gekommene, kohlebefeuerte Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) ersetzen. Nach den bisherigen Plänen sollte das GKK im Jahr 2016 vom Netz gehen, eine Ersatzlösung ist unverzichtbar, anders wäre die Fernwärmeversorgung in der Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins nicht aufrecht zu erhalten. Bis heute zieht sich der Verkaufsprozess allerdings hin.

Die Gemengelage an der Kieler Förde ist durchaus komplex: Erst wenn Klarheit über die künftige Eigentümerstruktur bei den Stadtwerken herrscht, dürfte der Auftrag für das Gasmotorenheizkraftwerk ausgelöst werden. Die Geschäftsführung der Stadtwerke schließt anscheinend Verzögerungen bei dem Verkaufsprozess nicht aus. Anders ist nicht zu erklären, dass der Kommunalversorger laut Kieler Nachrichten derzeit prüfen lässt, ob und wie ein Weiterbetrieb des GKK bis zum Jahr 2025 möglich ist.

Die Situation ist auch deshalb komplex, weil Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) und einige Ratsfraktionen wieder die kommunale Mehrheit an den Stadtwerken zurückgewinnen wollen. Ihnen schwebt vor, mindestens 2 % der Anteile zurückzukaufen. Wie die bislang bekannt gewordenen Interessenten an dem Paket von MVV Energie dazu stehen, ist nicht bekannt.

Für ihre 51-prozentige Beteiligung an den Kieler Stadtwerken fordert MVV einen Kaufpreis von 197 Mio. Euro, vor gut zehn Jahren beim Einstieg hatten die Kurpfälzer dafür rund 125 Mio. Euro bezahlt. Die MVV-Forderung ist deshalb im hohen Norden durchaus umstritten. Für Spannung an der Kieler Förde dürfte damit in den kommenden Wochen gesorgt sein.

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Dezember 08, 2014

Ralf Köpke

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Solarinitiative München wird aufgelöst

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Die Solarinitiative München (SIM) wird nach vier Jahren aufgelöst. Als Grund wurden die veränderten Rahmenbedingungen in Folge der EEG-Novelle genannt. Das Beratungsangebot der SIM könnte das Bauzentrum München übernehmen. Das hat die Solarinitiative auf ihrer Homepage bekannt gegeben. Demnach hat die Gesellschafterversammlung der SIM bereits am 29. Juli beschlossen, die SIM GmbH & Co. KG und ihre Komplementärin, die SIM Verwaltungsgesellschaft mbH, künftig nicht mehr fortzuführen. Der Münchner Stadtrat hat diesem Beschluss zugestimmt. Die solvente Liquidation der Solarinitiative München, an der die Landeshauptstadt München und die Stadtwerke München die Mehrheit halten, wurde am 18. November beim Notar beurkundet. Die SIM wurde auf Initiative des Stadtrats und mit mehreren Gesellschaftern im Jahr 2010 gegründet. Ziel war es unter anderem, den Münchner Dacheigentümern gerade wegen der größeren technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die bei der Errichtung von Photovoltaik-Anlagen bestehen, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Das Konzept sah vor, dass die geschäftlichen Aktivitäten, also Anlagen errichten bereiben und ggf. verkaufen, als finanzielle Basis für die Beratungstätigkeit dienen sollten.

Stadtrat München entscheidet im Januar

Wie in einer Sitzungsvorlage des Stadtrats München zu lesen ist, konnte dieses Modell „nicht erfolgreich umgesetzt werden“, auch wenn die SIM sehr wohl einige große Projekte anstoßen konnte, wie beispielsweise die Anlage auf der Staatskanzlei, die beschlossene Anlage der Münchner Stadtentwässerung in Großlappen sowie die Anlage der Augustiner Brauerei in Freiham. Ursächlich dafür sei der in der Vergangenheit zunehmend schwieriger werdenden PV-Markt, „der durch die lange bestehenden Unsicherheiten über die Weiterentwicklung des EEG noch zusätzlich beeinflusst wurde“. Der Stadtrat der Landeshauptstadt muss nun darüber entscheiden, ob das SIM-Beratungsangebot vom Bauzentrum München, das seit 2000 unter der Leitung des Referats für Gesundheit und Umwelt der Stadt München steht, übernommen wird. Die geschäftlichen Aktivitäten der SIM sind davon nicht betroffen. Für eine erfolgreiche Beratung sei eine neutrale Rolle vorteilhaft, so die Stadt München. Eigentlich sollte über die Übernahme der Beratungsaufgaben bereits in der öffentlichen Ausschusssitzung am 9. Dezember entschieden werden. Dieser Punkt wurde nun auf den 20. Januar 2015 vertagt. Die Stadträte wollen in den nächsten Wochen noch darüber beraten, es bestehe bei einzelnen Punkten noch Klärungsbedarf, so ein Sprecher des Referats für Arbeit und Wirtschaft der Stadt München.

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Dezember 09, 2014

Heidi Roider

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Amprion setzt bei Neubau auf Abstand

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Der Übertragungsnetzbetreiber hat als Bauplatz für eine neue Gleichstrom-Wechselstrom-Konverterstation die Fläche mit dem größten Abstand zur geschlossenen Bebauung ausgesucht. Die Wahl ist auf einen Standort in Kaarst westlich von Düsseldorf gefallen.
Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion setzt beim Bau der geplanten HGÜ-Trasse Ultranet auf Deeskalation. Für den Bau einer HGÜ-Konverterstation in der Nähe von Neuss hat sich das Unternehmen jetzt für die Fläche entschieden, die den größten Abstand zur geschlossenen Wohnbebauung aufweist: Die Anlage, in der die Umwandlung zwischen Gleich- und Wechselstrom stattfinden wird, soll auf der so genannten Kaarster Dreiecksfläche errichtet werden. Kaarst ist ein kleiner Ort westlich von Düsseldorf. Von allen untersuchten Standorten weise diese Fläche mit 1 300 m den größten Abstand zu den nächsten Siedlungen auf, heißt es in einer Mitteilung von Amprion. Das Ergebnis der Standortsuche sei dem Rhein-Sieg-Kreis und den Kommunen in einer Informationsveranstaltung mitgeteilt worden.

Amprion hatte ein Gutachten zur methodischen Suche nach dem besten Standort für den Konverter in Auftrag gegeben. Der jetzt favorisierte Standort Kaarster Dreiecksfläche gehörte nicht zu den ursprünglich angedachten Standorten, sondern war dem Unternehmen von dritter Seite vorgeschlagen worden. „Das gutachterliche Ergebnis zeigt, dass die sogenannte Dreiecksfläche (Kaarst) und der Standortbereich an der bestehenden Anlage Gohrpunkt (Rommerskirchen/Dormagen) gleichwertig für den Bau eines Konverters geeignet sind“, teilte Amprion mit. Wegen des größeren Abstands zur Bebauung sei jetzt die Fläche in Kaarst favorisiert. Alle anderen möglichen Standorte werden nicht weiter verfolgt. Insgesamt waren 19 mögliche Standortbereiche untersucht worden.

Bevor die Anlage in Kaarst gebaut werden kann, muss noch ein Zielabweichungsverfahren im Rahmen der raumordnerischen Planung stattfinden. Bislang ist die Fläche als „Bereich für die Sicherung und den Abbau oberflächennaher Bodenschätze“, also den Kiesabbau, ausgewiesen.

Die HGÜ-Verbindung Ultranet soll Strom in Nord-Süd-Richtung transportieren und ab 2019 auch die wegfallende Kernenergieerzeugung am Standort Philippsburg in Baden-Württemberg ersetzen. Ein Großteil der Gleichstrom-Leitungen soll über vorhandene Freileitungsmasten geführt werden, so dass keine umfangreichen neuen Trassen errichtet werden müssen.

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Dezember 04, 2014

Timm Krägenow

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Steag will nicht auf Rücklagen zurückgreifen

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Der Essener Versorger weist Medienberichte zurück, wonach die Ausschüttung für das Jahr 2014 an die kommunalen Eigentümer aus den Gewinnrücklagen genommen werden soll. Die Essener Steag hat Medienberichte zurückgewiesen, sie werde für 2014 die Gewinnausschüttung an ihre kommunalen Eigentümer aus den Gewinnrücklagen bezahlen müssen. „Die jüngste Hochrechnung des handelsrechtlichen Ergebnisses wurde erst vor einigen Tagen erstellt und beinhaltete ausdrücklich keine Entnahme aus den Gewinnrücklagen“, teilte das Unternehmen in einer schriftlichen Stellungnahme am 5. Dezember mit: „Insofern ist die Information, dass die Steag GmbH zur Darstellung der geplanten Ergebnisabführung 2014 die Gewinnrücklagen angreifen würde, nicht zutreffend.“ Die Bemessung der Ergebnisabführung an die Kommunale Beteiligungsgesellschaft mbH (KSBG) bestimme sich nach dem handelsrechtlichen Ergebnis der Steag.

Die Tageszeitung „Rheinische Post“ berichtet in ihrer Ausgabe vom 5. Dezember unter der Überschrift „Revier-Stadtwerke plündern Steag“, in diesem Jahr drohe dem Essener Unternehmen beim Jahresabschluss ein Verlust 17 Mio. Euro. Um dennoch 90 Mio. Euro an die Eigentümer ausschütten zu können, habe die Steag verschiedene „Sondermaßnahmen“ wie den Griff in die Gewinnrücklagen diskutiert, „um aus dem Minus ein Plus von 90 Millionen zu machen“. Dies gehe aus einem internen Steag-Papier vom 1. Oktober hervor.

Die Stadtwerke aus Ruhrgebietsstädten, die die Steag in den vergangenen Jahren schrittweise übernommen haben, hätten den Kauf weitgehend durch Kredite finanziert und seien auf hohe Ausschüttung angewiesen, berichtet die Zeitung. Zu den erwogenen “Sondermaßnahmen” zählten Entnahmen aus der Gewinnrücklage, die 33 Mio. Euro bringen könnten, und (Buch-)Gewinne durch Bewertungsänderungen von 36 Mio Euro.

In ihrer Mitteilung betont die Steag, dass auch keine Bewertungsänderungen zum Zwecke der Ausschüttung an die KSBG erfolgten: „Erfolgswirksame Bewertungsänderungen − insbesondere von Rückstellungen infolge von Marktentwicklungen − sind handelsrechtlich zwingend vorzunehmen und werden selbstverständlich von Wirtschaftsprüfern im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses überprüft.“ Zu den genannten konkreten Zahlen wollte die Steag auf Anfrage von E&M Powernews nicht Stellung nehmen.

Die Anteile der Ruhrgebiets-Stadtwerke an der Kommunalen Beteiligungsgesellschaft verteilen sich wie folgt:

Unternehmen Anteil
Stadtwerke Duisburg AG 19%
Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH, DEW21 18%
Dortmunder Stadtwerke AG, DSW21 18%
Stadtwerke Bochum GmbH 18%
Stadtwerke Essen AG 15%
Energieversorgung Oberhausen AG, evo 6%
Stadtwerke Dinslaken GmbH 6%

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Dezember 05, 2014

Timm Krägenow

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Canete reist optimistisch nach Lima

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Die EU geht „entschlossen und optimistisch“ in die letzte Phase der Verhandlungen über ein neues Weltklimaabkommen, das Ende
nächsten Jahres in Paris abgeschlossen werden soll. Das sagte der zuständige EU-Kommissar Arias Canete vor seiner Abreise
zur diesjährigen Klimakonferenz in Lima am 4. Dezember in Brüssel.

Canete bekräftigte, dass die EU in Paris eine „robuste, rechtlich verbindliche und Zukunft sichernde Vereinbarung“ anstrebe,
an der sich alle Länder beteiligen müssten. Die Erfolgsaussichten in Paris seien jedoch davon abhängig, dass man sich in Lima
auf eine solide Grundlage verständigen könne. Die EU sei mit den Beschlüssen der Staats- und Regierungschefs vom Oktober mit
gutem Beispiel vorangegangen und habe einen Weg aufgezeigt, wie die Treibhausgase bis 2050 gesenkt werden können. Darauf seien
China und die USA dem europäischen Beispiel gefolgt und hätten ebenfalls Verpflichtungen auf den Verhandlungstisch gelegt.
Das Angebot der US-Regierung sei zwar nicht ganz so anspruchsvoll wie das europäische, aber durchaus vergleichbar.

In
Lima will die EU vier Ziele erreichen: Es müsse ein Konsens über die
Kernelemente eines neuen Klimaabkommens gefunden werden.
Dazu gehöre auch die Finanzierung des Klimafonds. Die EU habe dafür
bereits 4,6 von 9,6 Mrd. US-Dollar zugesagt. Die Verpflichtungen
im Rahmen eines neuen Klimaschutzabkommens müssten transparent, messbar
und vergleichbar sein. Alle Verpflichtungen müssten
bis zum Frühjahr nächsten Jahres vorliegen und in einem vereinbarten
Verfahren analysiert und bewertet werden. Es müssten
zusätzliche Emissionsreduktionen vor 2020 vereinbart werden.

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Dezember 04, 2014


Tom Weingärtner


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Neue Finanzspritze für Ulmer Stadtwerke

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Mit dem neuen Genussrechtsdarlehen stärkt die Stadt Ulm ihrem Versorger den Rücken. Die Verluste kommen vor allem aus der Beteiligung an Kohle- und Gaskraftwerken. Neue Finanzspritze für die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU). Das Unternehmen erhält von der Stadt 20 Mio. Euro in Form eines Genussrechtsdarlehen. „Das Darlehen wird verzinst“, wies ein Stadtwerke-Sprecher Medienberichte zurück, wonach es sich um ein unverzinsliches Darlehen handele. Der Gemeinderat hatte die Genehmigung des Darlehens am 3. Dezember einstimmig beschlossen.

Die SWU hatten das Geschäftsjahr 2013 mit einem Minus von 13 Mio. Euro abgeschlossen. Berichte, wonach im Jahr 2014 ein Minus von fast 25 Mio. Euro drohe, wies der Stadtwerkesprecher ebenfalls zurück: Der Jahresabschluss werde derzeit noch erstellt, das Minus werde aber nach bisherigen Erkenntnissen deutlich geringer ausfallen.

Das Unternehmen hatte bei der Veröffentlichung seines Jahresabschlusses für 2013 im April 2014 betont, dass im operativen Geschäft wieder schwarze Zahlen geschrieben würden, und zwar in Höhe von 1,7 Mio. Euro. Im Jahr 2012 hatte das operative Ergebnis noch bei minus 3,4 Mio. Euro gelegen. Der Bilanzverlust kam im Jahr 2013 zustande, weil die SWU durch ihre Beteiligung an konventionellen Kraftwerken zur Abnahme von Strommengen verpflichtet ist, die sich nur unter Erzeugungskosten verkaufen lassen. Die Stadtwerke sind mit 9,3 % am Trianel-Gaskraftwerk in Hamm und mit 5,3 % am Trianel-Kohlekraftwerk in Lünen beteiligt. Um sich für die sich abzeichnenden Verluste aus diesen Beteiligungen abzusichern, mussten höhere Rückstellungen gebildet werden. Mit dem Ziel, die Stadtwerke zu stärken, hatten die Gesellschafter Ulm und Neu-Ulm dem Unternehmen bereits Ende 2013 ein Genussrechtsdarlehen in Höhe von 15 Mio. Euro zukommen lassen.

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Dezember 04, 2014

Timm Krägenow

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Rund ein Viertel der Grundversorger senken Preise

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Mehr als 200 Grundversorger, darunter viele Stadtwerke, werden ihre Preise zum Jahreswechsel um durchschnittlich 2,3 Prozent senken. Damit wird Strom für Haushaltskunden erstmals seit Jahren wieder etwas günstiger. Den Spitzenplatz im Preiskarussell der vergangenen Wochen hat ein Kommunalversorger für sich entschieden: Die Stadtwerke Amberg senken ihre Preise um 9,26 Prozent, wenn man die Preise auf Grundlage eines Durchschnittsverbrauchs von 5 000 kWh/Jahr heranzieht. Das hat das Vergleichsportal Check24 auf Basis von Daten der Get AG errechnet. Dahinter folgen die Stadtwerke Achim und die Stadtwerke Bad Neustadt an der Saale. Auch große Stadtwerke wie München, Aachen, Düsseldorf oder Versorger wie EnBW und enviaM sind unter denen, die zum 1. Januar 2015 sinkende Kosten an ihre Endverbraucher weitergeben. Nicht wenige Stromversorger geben einen ähnlichen Grund für Preissenkungen an wie die Amberger. Auf der einen Seite konnten sie die Beschaffungskosten reduzieren und auf der anderen Seite profitieren sie unter anderem von reduzierten Netzentgelten. Im Netzgebiet der Stadtwerke Amberg fielen die Entgelte laut Unternehmensangaben für Tarifabnahmestellen um 0,20 Ct/kWh. Kombiniert mit den insgesamt geringeren staatlichen Abgaben und Umlagen ergibt sich so für das nächste Jahr eine „Reduktion des Arbeitspreises um 0,38 Ct/kWh brutto”. Damit nicht genug: „Wir freuen uns, dass wir aufgrund gesunkener Beschaffungskosten und der ebenfalls gesunkenen Strompreisbestandteile eine Senkung des Arbeitspreises zum 1. Januar 2015 von brutto 0,89 Ct/kWh ankündigen können“, sagt Thomas Reiß, Abteilungsleiter Energiehandel & Vertrieb der Stadtwerke Amberg Versorgungs GmbH.

Ökostromanbieter senken die Preise ebenfalls

Auch die unabhängigen Ökostromanbieter bieten zum Teil niedrigere Preise an. LichtBlick konnte jüngst die zweite Preissenkung in Folge verkünden und geht nun mit einem Arbeitspreis von 26,44 Ct/kWh auf Kundenfang. Der Versorger ist damit unter den klassischen Grünstromern, die seit Beginn der Liberalisierung tätig sind, der preiswerteste Anbieter. Einen deutlichen Sprung nach vorne unter den günstigsten Anbietern hat Greenpeace Energy gemacht: Hatte die bundesweit größte deutsche Energie-Genossenschaft die teuersten Preise im Portfolio, so können sich Kunden über eine Preissenkung von einem Cent auf 26,65 Ct/kWh freuen. Erst Anfang Dezember wird die Naturstrom ihre neuen Preise bekanntgeben: Wie zu hören ist, können Bestandskunden ab dem 1. März nächsten Jahres mit niedrigeren Tarifen rechnen. Dagegen bleiben bei den Elektrizitätswerken Schönau die Strompreise für Privatkunden unverändert. Die vor allem im Südwesten gestiegenen Netzentgelte hätten eine Preissenkung verhindert, heißt es im Südschwarzwald. Unter den grünen Newcomern werden die Grünstromwerke ihre Preise im Schnitt um 0,5 Ct/kWh senken, was sich insbesondere auf die von dem Unternehmen angebotenen Regionaltarife positiv auswirkt. Die Preissenkung ist beachtenswert, da die Grünstromwerke 25 Prozent Solarstrom in ihren Mix integrieren.

Preisanpassungen 2015 Bild: Get AG

Insgesamt haben zum bevorstehenden Jahreswechsel laut der Datenbank der Get AG 207 Unternehmen in der Grundversorgung durchschnittliche Preissenkungen von 2,3 Prozent angekündigt. Die Marktanalysten gehen dabei von Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch von 3 500 kWh aus. Damit senkt rund ein Viertel der Grundversorger die Preise, nur 13 Unternehmen in der Grundversorgung werden ihre Preise um durchschnittlich drei Prozent erhöhen. Verbraucherschützer sehen darin bereits eine Trendwende und fordern weitere Preissenkungen in der Grundversorgung. Eine von ihnen in Auftrag gegegebene Studie habe vor allem für die Grundversorgung durchaus beachtliche Margensteigerungen ergeben, argumentiert beispielsweise die Verbraucherzentrale NRW. „Die Grundversorgung ist kein Tarif wie jeder andere, sondern dient auch im geöffneten Strommarkt noch der staatlichen Daseinsvorsorge“, sagt Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW. Die Preise müssten deshalb möglichst günstig sein und sich an den entstehenden Kosten orientieren.

Endgültige Netzentgelte stehen noch nicht fest

Der BDEW verwehrt sich, bereits von einer Signalwirkung zu sprechen. „Es ist zu früh, aus den bislang bekanntgewordenen Strompreissenkungen bereits einen allgemeinen Trend abzuleiten“, sagt Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Es gebe schließlich rund 1 200 Stromversorger in Deutschland und die Mehrzahl habe keine Preisänderungen zum Jahreswechsel bekanntgegeben. „Von flächendeckenden Preissenkungen können wir auf Basis unserer Daten leider nicht sprechen“, sagt auch Jan Lengerke, Mitglied der Geschäftsleitung bei Verivox. Der BDEW betont, dass der Strompreis von vielen Faktoren beeinflusst werde und stark von der jeweiligen Situation des Unternehmens abhängig sei. Trotz der gesunkenen Beschaffungskosten muss in vielen Regionen aufgrund des steigenden Ausbaubedarfs der Netze beispielsweise mit weiter steigenden Netzentgelten gerechnet werden.“ Dies könnte dazu führen, dass die in der Vergangenheit niedrigeren Strompreise am Handelsmarkt „lediglich ausgeglichen oder sogar überkompensiert werden“, so Müller. Das Energieberatungsunternehmen Ispex sieht in den regional sehr unterschiedlichen Netzentgelten ebenfalls eine wichtige Stellschraube, die für „die Höhe der Strompreise an Bedeutung gewinnen wird“ und damit auch die Preise für Endverbraucher beeinflussen werde. Der BDEW rechnet damit, dass künftig in vielen Regionen die Netzentgelte aufgrund des erforderlichen Aus- und Umbaus der Verteil- und Übertragungsnetze eher steigen als fallen werden. Wie sich das auf den Strompreis für den Endkunden auswirke, müsse sich jedoch zeigen. Am 21. November hat auch RWE Strompreissenkungen angekündigt, aber keine Tarife bekanntgegeben. Der Konzern will die endgültigen Netzentgelte abwarten. Nach der Erfahrung der Get AG ist da auch noch mit nachträglichen Korrekturen bis Jahresende zu rechnen, da die Preisblätter der Netzbetreiber vom 15. Oktober mit dem Vermerk Vorbehalt gekennzeichnet wurden. Laut dem Unternehmen gab es beim letzten Jahreswechsel bei rund der Hälfte der Netzbetreiber noch einmal Korrekturen.

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Oktober 6, 2014

Michael Pecka

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Heidi Roider

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Trianel startet neue Vertriebsplattform

Bild: Fotolia.com, Edelweiss

Eine webbasierte Vertriebsplattform für Energiedienstleistungen bietet nun die Stadtwerke-Kooperation Trianel an. Mit T-PED (Trianel Plattform Energiedienstleistungen) soll der Aufwand für Stadtwerkemitarbeiter von der Kundenanfrage bis hin zur Erbringung von Dienstleistungen so gering wie möglich gehalten werden können – bei gleichzeitig hoher Service-Qualität für den Endkunden.

Das neue Vertriebssteuerungstool ermöglicht laut Unternehmensangaben eine einfache Implementierung von Trianel White-Label-Produkten auf der Website des jeweiligen Stadtwerks. In das System können derzeit die White-Label-Produkte für das Contracting von Photovoltaikanlagen (EnergieDach), Gas-Brennwertthermen (EnergieBlock) oder Ladesäulen für Elektroautos (EnergieSäule) integriert werden. Weitere Produkte sollen folgen, heißt es aus Aachen.

Die eingehenden Kundenanfragen werden über das Tool weitergeleitet und können dadurch zentral verwaltet werden. Für den Stadtwerke-Mitarbeiter ist der Bearbeitungsstatus jeder Anfrage sowie der jeweilige Projektfortschritt damit übersichtlich dargestellt. „Im sogenannten Back-end beim Stadtwerk zeigen sich die Vorteile von T-PED für die Vertriebssteuerung“, sagt Michel Nicolai, Leiter Dezentrale Erzeugung bei Trianel. Denn die Software stelle alle Funktionen bereit, um Contracting-Angebote realisieren zu können. Nicolai: „Angebote können nachkalkuliert werden und die Installation der jeweiligen Produkte direkt bei den Lieferanten für den Kunden beauftragt werden.“

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November 18, 2014

Heidi Roider

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Trianel startet neue Vertriebsplattform

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Eine webbasierte Vertriebsplattform für Energiedienstleistungen bietet nun die Stadtwerke-Kooperation Trianel an. Mit T-PED (Trianel Plattform Energiedienstleistungen) soll der Aufwand für Stadtwerkemitarbeiter von der Kundenanfrage bis hin zur Erbringung von Dienstleistungen so gering wie möglich gehalten werden können – bei gleichzeitig hoher Service-Qualität für den Endkunden.

Das neue Vertriebssteuerungstool ermöglicht laut Unternehmensangaben eine einfache Implementierung von Trianel White-Label-Produkten auf der Website des jeweiligen Stadtwerks. In das System können derzeit die White-Label-Produkte für das Contracting von Photovoltaikanlagen (EnergieDach), Gas-Brennwertthermen (EnergieBlock) oder Ladesäulen für Elektroautos (EnergieSäule) integriert werden. Weitere Produkte sollen folgen, heißt es aus Aachen.

Die eingehenden Kundenanfragen werden über das Tool weitergeleitet und können dadurch zentral verwaltet werden. Für den Stadtwerke-Mitarbeiter ist der Bearbeitungsstatus jeder Anfrage sowie der jeweilige Projektfortschritt damit übersichtlich dargestellt. „Im sogenannten Back-end beim Stadtwerk zeigen sich die Vorteile von T-PED für die Vertriebssteuerung“, sagt Michel Nicolai, Leiter Dezentrale Erzeugung bei Trianel. Denn die Software stelle alle Funktionen bereit, um Contracting-Angebote realisieren zu können. Nicolai: „Angebote können nachkalkuliert werden und die Installation der jeweiligen Produkte direkt bei den Lieferanten für den Kunden beauftragt werden.“

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November 18, 2014

Heidi Roider

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Weitere Strompreissenkungen

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Gelsenkirchen, München, Aachen: In immer mehr Städten kündigen die
Versorger für das kommende Jahr sinkende Strompreise an. Die meisten
Haushalte werden aber nur ein paar Euro sparen. Die Welle von
Strompreissenkungen für Endkunden setzt sich fort. Allerdings fallen die
Reduktionen weiterhin überschaubar aus. Die Emscher Lippe Energie
(ELE), die Gelsenkirchen, Bottrop und Gladbeck mit Strom versorgt, senkt
zum Jahresbeginn die Strompreise für Kunden mit Nachtspeicherheizungen
um 1,04 Cent netto bzw. 1,24 Cent brutto je Kilowattstunde (kWh). Das
Unternehmen teilte am 11. November mit, das entspreche einer Reduktion
um rund sechs Prozent und bedeutet für Kunden mit durchschnittlichem
Heizstromverbrauch eine Einsparung von mehr als 85 Euro im Jahr.
Betreiber von Elektrowärmepumpen werden bei durchschnittlichem Verbrauch
etwa 95 Euro im Jahr einsparen. Der Preis sinkt hier um 0,98 Cent bzw.
1,17Cent brutto je kWh. Auch für alle anderen Stromkunden der ELE, die
entweder in der Grundversorgung sind oder Sonderverträge haben, nannte
das Unternehmen Preissenkungen „relativ sicher“, das Unternehmen will
aber zunächst die Entwicklung aller Kostenfaktoren abwarten.

In
dieser Woche hatten bereits unter anderem die die Stadtwerke Aachen und
München fallende Strompreise angekündigt. „Aufgrund gesunkener
Beschaffungskosten und veränderter Umlagen“ kündigten die Stadtwerke
München niedrigere Tarife an. Für den Münchner Durchschnittshaushalt mit
einem Verbrauch von 2 500 kWh pro Jahr bedeute dies eine Senkung um 2,5
Prozent und eine Einsparung von 18,20 Euro pro Jahr.
„Mit der
Arbeitspreissenkung gehen die Stadtwerke München über die zurückgehenden
Umlagen und Abgaben hinaus. Wir konnten Prozesse optimieren, interne
Kosten senken und für das kommende Jahr unsere Energiebeschaffung noch
weiter verbessern. Davon profitieren jetzt unsere Kunden“, sagte
Vertriebs-Geschäftsführerin Erna-Maria Trixl.

Die Stadtwerke
Aachen (STAWAG) hatten am 10. November angekündigt, die gesunkene
EEG-Umlage an ihre Haushaltsstromkunden weiterzugeben. Die Umlage sinkt
zum Jahresbeginn von 6,24 Cent auf 6,17 Cent je kWh. Ein vierköpfiger
Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3 500
Kilowattstunden wird so rund sechs Euro im Jahr sparen können. „Wir
hatten sogar gehofft, dass wir die Preise noch stärker senken können.
Leider fällt die Senkung der EEG-Umlage jedoch deutlich geringer als
erwartet aus, andere Umlagen steigen sogar. Unterm Strich sinken die
Umlagen um 0,18 Cent je Kilowattstunde (brutto)“, sagte der
Vertriebsleiter der STAWAG, Andreas Maul. „Zudem steigen auch noch die
Entgelte der vorgelagerten Netze. Diese Preissteigerung können wir sogar
kompensieren und werden sie nicht an unsere Kunden weitergeben.“

Der
Schweriner Versorger Wemag kündigte an, dass die Strompreise für
Haushaltskunden im kommenden Jahr stabil bleiben. Wegen eines geänderten
Berechnungsverfahrens für die Netzentgelte für Nachtspeicherheizungen
und Wärmepumpen steigen für diese Kunden Netzentgelte nicht: „Diesen
positiven Effekt wollen wir weitergeben. Zum 1. Januar 2015 können wir
für diesen Kundenkreis den Strompreis um rund drei Prozent senken.
Dadurch spart ein Kunde, je nach Verbrauch, etwa zwischen 40 bis 80 Euro
im Jahr“, sagte Michael Hillmann, Vertriebsleiter der Wemag.

Das
Vergleichsportal Check24 schätzt nach einer Umfrage, dass zum
Jahreswechsel rund acht Millionen deutsche Haushalte sich über
niedrigere Strompreise werden freuen können. Danach werden insgesamt
rund 30 Stromversorger ihre Haushaltsstrompreise senken, teilte der
Internetdienst am 11. November mit.

Auch einige
Gas-Grundversorger entlasteten ihre Kunden ab dem neuen Jahr, teilte das
Vergleichsportal mit. Bei den Unternehmen, die ihre Preise senken,
betrage die durchschnittliche Preisreduktion 5,4 Prozent. Eine
vierköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 20 000 kWh spart
dadurch etwa 85 Euro im Jahr. Das höchste Sparpotenzial liegt hier bei
8,8 Prozent (174 Euro) für den Jahresverbrauch eines
Vier-Personen-Haushalts.

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November 12, 2014

Timm Krägenow

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VKU-Bayern wählt neuen Vorsitzenden

Bild: Fotolia.com, Gina Sanders

Die VKU-Landesgruppe in Bayern hat einen neuen Vorsitzenden und
diskutiert in Würzburg über ein IT-Sicherheitsgesetz und
Speicheroptionen. Josef Hasler, Vorstandschef der N-Ergie AG in
Nürnberg, wurde von der bayerischen VKU-Landesgruppe auf deren
Versammlung in Würzburg zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Der 50-Jährige
rückt vom Stellvertreterposten in den Vorsitz, den er von Götz-Ulrich
Luttenberger, dem Geschäftsführer der SÜC GmbH in Coburg, übernimmt.
Vor dem Hintergrund der energiepolitischen Debatte in Bayern sei es ihm ein
wichtiges Anliegen zu verdeutlichen, dass die gut funktionierende
Infrastruktur im Freistaat vor allem auf solider Arbeit der
verantwortlichen Systembetreiber beruhe, betonte Hasler im Rahmen der
zweitägigen Tagung. In dem von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner
begonnenen Energiedialog ist die VKU-Landesgruppe eingebunden.

Zur Diskussion steht in Würzburg unter anderem der Referentenentwurf zum
IT-Sicherheitsgesetz. In diesem Zusammenhang erklärte der Verband, er
begrüße den Ansatz des Bundesinnenministeriums auf Vorschlag der
betroffenen Unternehmen und ihrer Verbände
IT-Mindestsicherheitsstandards zu entwickeln. Er gab allerdings zu
bedenken, Veröffentlichungspflichten, wie sein beispielsweise in der
EU-Kostensenkungsrichtlinie für den Breitbandausbau gefordert werden,
könnten im Widerspruch zum Schutzgedanken des geplanten
IT-Sicherheitsgesetzes stehen.

Als vordringlich sieht der Verband allerdings den Erhalt und Umbau der Versorgungsinfrastruktur, wobei die Wärmenetze eine dringend benötigte Speicheroption seien. „Wir können aus unseren Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) bei hohem Strombedarf Wärme speichern für behagliche Temperaturen in den Wohnungen unserer Kunden, wenn zu anderen Zeiten Wind und Sonne die Stromversorgung weitgehend abdecken“, so Hasler. „Damit ist die KWK eine bedeutendeFlexibilitätsoption im sich verändernden Energiesystem. Klar müssen wir uns aber auch sein, dass gesicherte Leistung darüber hinaus einen eigenen Wert hat, der finanziell vergütet werden muss.“ Der VKU befürworte daher einen dezentralen Leistungsmarkt, der zum einen
Versorgungssicherheit biete und zum anderen mittelfristig auch günstiger
sei, als das derzeitige System fortzuführen.

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November 18, 2014

Fritz Wilhelm

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Lernende Energieeffizienz-Netzwerke auf dem Balkan

Aus den Presseabteilungen der Energiewirtschaft:

Kooperationsvereinbarung mit Teslianum unterzeichnet Das internationale Interesse an lernenden Energieeffizienz-Netzwerken nach dem LEEN-Standard hält weiter an. Um das Konzept auch in Südost-Europa zu etablieren, hat die LEEN GmbH, die das LEEN-Managementsystem weiterentwickelt und vertreibt, jetzt eine strategische Kooperationsvereinbarung mit dem Energy Innovat…Lernende Energieeffizienz-Netzwerke auf dem Balkan

Kassel setzt auf Personal-Kontinuität

Bild: Fotolia.com, Gina Sanders

Die Aufsichtsräte der Unternehmen der kommunalen Konzernholding Kasseler
Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV) haben einen Großteil der Vorstände
und Geschäftsführer in ihren Ämtern bestätigt. Andreas Helbig bleibt
bis Ende 2015 Vorstandsvorsitzender der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft
AG (KVG) und der Städtischen Werke AG. Er ist zugleich auch Vorsitzender
der Geschäftsführung der Städtischen Werke Energie + Wärme GmbH (EWS)
der KVV. Ein Personalauswahlverfahren ist nach Angaben der Holding
gerade gestartet worden, so dass bis zu seinem Ruhestand Ende 2015 ein
Nachfolger bereitstehe.

Der Vertrag mit Norbert Witte, Vorstand der KVG, wurde um eineinhalb Jahre verlängert. Sein Vertrag läuft nun bis Ende 2016.

Bestätigt
als Vorstand Markt der Städtischen Werke AG wurde Stefan Welsch, dessen
Vertrag um weitere fünf Jahre bis Ende 2020 verlängert wurde. Andreas
Kreher und Eike Weldner bleiben ebenfalls für fünf Jahre Geschäftsführer
der Städtischen Werke Netz + Service GmbH.

Neue
Geschäftsführerin der EWS wird Dr. Gudrun Stieglitz. Sie löst in dieser
Funktion Karl-Heinz Schreyer ab, der zum Jahresende aus dem Unternehmen
ausscheiden wird.

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November 14, 2014

Kai Eckert

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Oberbayerisches Risikomanagement in Oslo

Bild: Fotolia.com, WoGi

1,5 Mrd. Euro haben die Stadtwerke München und ihre Partner in die Suche und Förderung von Gas und Öl investiert. SWM-Chef Florian Bieberbach sieht darin ein profitables und von den Schwankungen der deutschen Strommärkte unabhängiges Geschäftsfeld. „Die Oberbayern und die Norweger sind sich ähnlicher als man vielleicht denkt. Ansonsten kommt es auf das richtige Risikomanagement an“, sagt Florian Bieberbach, Sprecher der Geschäftsführung, über das Engagement seines Unternehmens in der Gas- und Ölförderung auf der hohen See vor Norwegen. Im Jahr 2006 haben die Stadtwerke München entschieden, in den Meeren zwischen Norwegen und Großbritannien in das Upstream-Geschäft einzusteigen. Rund 1,5 Mrd. Euro hat das Unternehmen, deren Tochter Bayerngas und zwei kleine Minderheitseigentümer aus der Schweiz und Österreich bislang in die Bayerngas Norge mit Firmensitz in Oslo investiert. Für ein kommunales Unternehmen, das sonst U-Bahnen, Stromnetze und Fernwärme im eigenen Stadtgebiet betreibt, ist das ein sehr ungewöhnlicher Schritt.
Und doch eine völlig richtige Entscheidung, ist sich Bieberbach sicher: „Im wesentlichen gibt es zwei Gründe: Wir sichern damit München gegen politische Risiken der Erdgasversorgung ab. Und für die Stadtwerke München reduzieren wir das Risiko durch den Aufbau eines profitablen und von den Schwankungen der deutschen Strommärkte relativ unabhängigen Geschäftsfelds.“ Durch die eigene Erdgasförderung seien die Münchner Erdgaskunden und die Stadtwerke München sehr gut abgesichert, wenn die Gaspreise plötzlich stark ansteigen sollten. Angesichts der Unsicherheiten durch die Ukraine-Krise und durch den offenkundigen Einsatz von Gaspreisen als politisches Mittel sieht Bieberbach diese Strategie bestätigt. Zwar würde bei einem völligen Ausfall der Gaslieferungen durch die Ukraine die Versorgungssicherheit in Deutschland wohl nicht gravierend gefährdet, aber: „Wir müssten mit deutlich höheren Gaspreisen rechnen.“

Finanzielles Engagement und Haftung werden strikt begrenzt

Ist das Engagement im Gas- und Ölgeschäft ein unberechenbares Abenteuer? Die SWM und ihr Chef Bieberbach haben strikte Kriterien für ein klares Risikomanagement gesetzt. „Financial Exposure (das finanzielle Engangement; d. Red) und Haftung werden strikt begrenzt. Wir legen viel Wert auf die Gewinnung von erfahrenem und umsichtigem Personal vor Ort“, sagt Bieberbach. Außerdem sei eine konservative Unternehmensstrategie festgelegt worden. „Wir lassen von Zeit zu Zeit externe Experten auf das Unternehmen blicken und bleiben von München aus in ständigem Dialog mit dem Management vor Ort.“

Die Plattform “Maersk Inspirer” beutet ein Gasvorkommen 200 Kilometer westlich von Stavanger aus. Bayerngas Norge ist mit zehn Prozent beteiligt, die Betriebsführung liegt bei Statoil

Bild: Maersk/Statoil

In den ersten Jahren hat sich Bayerngas Norge in produzierende Gasfelder eingekauft, um schnell einen eigenen Cashflow zu erreichen. Jetzt soll das Unternehmen aus sich selbst heraus wachsen. „Wir wollen mit der Bayerngas Norge keine größeren Firmenzukäufe mehr tätigen. Wir setzen jetzt auf organisches Wachstum durch die Exploration und die Entwicklung eigener Felder“, sagt Bieberbach.

Der gelernte Informatiker und Wirtschaftswissenschaftler gibt gerne zu, dass der norwegische Staat den Einstieg in die Exploration leicht macht. Er erstattet 78 % der Explorationskosten unabhängig davon, ob eine Bohrung erfolgreich war oder nicht. „Der Fiskus schlägt erst zu, wenn eine Quelle Gas oder Öl produziert. Die Steuern auf Gewinne aus dem Öl- und Gasgeschäft sind mit ebenfalls 78 Prozent extrem hoch.“

Die Regierung in Oslo steuere sehr genau die Exploration und den Abbau der Öl- und Gasvorkommen, sagt der Stadtwerke-Chef: „Das ist vielleicht eine Folge des sozialdemokratischen Gedankens, der hier bis vor kurzem noch sehr stark war. Die Regierung setzt auf einen Wettbewerb zwischen großen und kleinen Unternehmen um die beste Qualität. Die Lizenzen werden kostenlos vergeben. Es entscheidet nur die fachliche Qualität der Anträge.“ 2014 hat Bayerngas Norge alle Lizenzen erhalten, um die sie sich beworben hat: „Wir sind sehr zufrieden, und sehen dies als Auszeichnung für die Arbeit der Kollegen in Oslo.“

Florian Bieberbach überwacht von München aus die Suche nach Gas und Öl durch das Tochterunternehmen Bayerngas Norge: “Die Oberbayern und die Norweger sind sich ähnlicher als man vielleicht denkt.”
Bild: E&M

Eine direkte Belieferung der Kunden in München aus der eigenen Gasförderung in Norwegen ist aufgrund der Gegebenheiten des europäischen Pipelinesystems nicht möglich. Aber das Ziel, so viel Erdgas zu fördern, dass damit rechnerisch die Münchner Heizgaskunden versorgt werden können, ist erreicht. Die Bayerngas Norge wird in diesem Jahr voraussichtlich rund 6 TWh Erdgas fördern, der Verbrauch der Münchner Heizgaskunden dürfte 2014 deutlich unter diesem Wert liegen. „Wir wollen ab 2020 das erste deutsche Versorgungsunternehmen sein, das so viel Erdgas aus eigenen Quellen gewinnt, wie seine Privat- und Geschäftskunden verbrauchen“, setzt Bieberbach das nächste Ziel.

Mittlerweile ist das Unternehmen an vier produzierenden Feldern in Norwegen und an zwei in Großbritannien beteiligt. 2016/2017 werden drei weitere große Felder in die Produktion gehen. Das Feld Cygnus in Großbritannien, an dem Bayerngas Norge beteiligt ist, ist die größte Gasentwicklung im britischen Nordsee-Sektor in den vergangenen 25 Jahren. Es wird Gesamtinvestitionen von mehr als 2 Mrd. Euro erfordern und der zweitgrößte Lieferant im britischen Markt werden. Das Feld Hejre ist das größte neue Feld in Dänemark in den vergangenen 20 Jahren; es wird insgesamt mehr als 1,5 Mrd. Euro an Investitionen benötigen. Das norwegische Feld Ivar Aasen wird insgesamt mehr als 3 Mrd. Euro brauchen.

„Auch wenn wir in allen Feldern nur kleiner Partner sind: Unser Cashflow reicht zurzeit noch nicht aus, alle Investitionen aus eigenen Mitteln zu finanzieren“, sagt Arne Westeng, Vorstandsvorsitzender von Bayerngas Norge: „Im Moment sind wir noch auf Kapital und Kredite der Anteilseigner angewiesen. Unser Ziel ist, dass sich die Firma so schnell wie möglich selbst finanzieren kann. Wir werden bald zehn produzierende Felder haben und sind somit auf einem guten Weg.“ Dass sich das Unternehmen Öl fördert, gehört ebenfalls zur Begrenzung der Risiken: „Es ist auch ein Teil des Risikomanagements, nicht nur auf Gas zu setzen. Die Ölpreise sind im Moment sehr niedrig, der Gaspreis ist okay. Vor wenigen Wochen war es noch andersherum“, sagt Westeng.

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November 05, 2014

Timm Krägenow

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Van Bergen kündigt Rückzug an

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Johannes van Bergen (64), Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Schwäbisch Hall, wird nach 24 Jahren an der Unternehmensspitze am 31. Januar 2015 aus dem Amt scheiden. Seine Nachfolger werden als gemeinschaftlich vertretungsberechtige Geschäftsführer Gebhard Gentner und Ronald Pfitzer, beide seit Mai 2012 Mitglieder der Geschäftsführung. Sie übernehmen van Bergens Geschäftsbereiche Finanzen, Beteiligungen, Personal, Einkauf, Marketing & Kommunikation. Van Bergen bleibt weiterhin Geschäftsführer der städtischen Holding Schwäbisch Haller Beteiligungsgesellschaft mbH, der Energie-Rhein-Sieg GmbH, der Ahrtal-Werke GmbH sowie Vorstand der Solar Invest AG.

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Oktober 30, 2014

Helmut Sendner

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Hinkley Point in der Kritik

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall erwägen Klage vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die für das geplante britische Kernkraftwerk vorgesehenen Strompreisgarantien.
Am 15. Oktober versandten Hermann-Josef Pelgrim und Johannes van Bergen, der erstere Oberbürgermeister von Schwäbisch Hall und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Schwäbisch Hall, der andere Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke, einen Brief an ihren Genossen Sigmar Gabriel, dem Bundesminister für Wirtschaft und Energie.„Trotz einer Fülle von Regulierungen in der deutschen Energiewirtschaft, wie zum Beispiel in den Netzbereichen als auch bei den erneuerbaren Energien sowie im Bereich der Erzeugung, sind das Bundeskartellamt und auch die Bundesregierung bemüht, ein Mindestmaß an Wettbewerbsspielraum für die Energieversorgungsunternehmen in Deutschland zu erhalten“, heißt es in dem Schreiben, das der Redaktion vorliegt. Dann wird der Ton schärfer: „Umso mehr hat uns erschüttert, dass offensichtlich das EU-Mitglied Großbritannien neue Kernkraftwerke errichten will und für die Investoren …. eine Preisgarantie von 92,50 Pfund (109,23 Euro) je MWh für die Dauer von 35 Jahren erhalten sollen, und zwar zuzüglich des Inflationsausgleiches.“

 

Der Erzeugermarkt würde durch den hoch subventionierten Atomstrom geschädigt

Die Briefschreiber bemängeln, dass das Vorhaben in Brüssel quasi durchgewunken wurde, und wundern sich: „Erstaunlicherweise haben wir von der Bundesregierung in Sachen Hinkley Point kaum öffentliche Äußerungen gehört, die dieses Vorhaben aufs strengste zurückweisen würden.“

Pelgrim und van Bergen schreiben: „Diese Entscheidung fördert nicht nur einen gravierenden Kartellverstoß, sondern verzerrt den Wettbewerb in Mitteleuropa ganz gravierend, weil dieses Erzeugerkonsortium in Großbritannien in der Lage wäre, grundsätzlich alle Strompreise, die sich an den Börsen bilden, aufgrund der Garantievergütung durch den britischen Staat zu unterbieten.“

Der Erzeugermarkt würde durch den hoch subventionierten Atomstrom geschädigt, schreiben die Schwäbisch Haller, und sie „erwägen eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof, falls die Bundesrepublik Deutschland nicht in der Lage ist, diesen Kartellverstoß abzuwenden“.

Man könne doch nicht auf der einen Seite die Stadtwerke animieren, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zu bauen, dann die entsprechenden Kapazitätsmärkte für sie verweigern und damit die gewünschten Investitionen zu entwerten, und dann noch „derartig ungeheuerliche Subventionen stillschweigend hinnehmen“.

In dem Schreiben an Gabriel heißt es: „Wir fordern sie nachdrücklich auf, zu dieser Sache öffentlich und höchst kritisch Stellung zu nehmen und bitten eindringlich, sich der Republik Österreich anzuschließen, die eine Nichtigkeitsklage gegen die noch zu veröffentlichende endgültige Beihilfeentscheidung der Kommission beim Europäischen Gericht einreichen wird.“

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Oktober 27, 2014

Helmut Sendner

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Elektroauto-Ladenetze werben um Kunden

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Betreiber von Ladestationen für Elektroautos bauen ihre Systeme aus: Die Stadtwerke-Kooperation Smartlab gewinnt einen weiteren
Partner für ladenetz.de, RWE Effizienz meldet eine neue Ladestation an einer Autobahn im Ruhrgebiet.

Die smartlab Innovationsgesellschaft und der Autohersteller Nissan
kooperieren bei der Elektromobilität, teilten die beiden
Unternehmen Ende Oktober mit. Käufer eines Elektroautos des Herstellers
erhielten von diesem künftig eine so genannte Charge-Card,
mit der sie die Ladeinfrastruktur von ladenetz.de, einer Initiative der
smartlab, nutzen können.

Die Karte biete wie das ladeticket von
smartlab einen einfachen Zugang zu derzeit rund 380 Ladepunkten der über
40 Partnerstadtwerke von ladenetz.de. Hinzu kämen über 7 000 weitere
Ladepunkte im In- und Ausland, bei denen über Roaming-Abkommen geladen
werden kann.

Die RWE Effizienz GmbH betreibt jetzt auch eine
Stromladesäule an der Raststätte Beverbach an der Autobahn A 40 von
Bochum in Richtung Dortmund.
Das Unternehmen stellte Anfang Oktober zudem eine neue Bezahlmethode per
Kreditkarte oder das Online-System Paypal vor. Der
Ladevorgang funktioniere ohne vorherige Anmeldung oder Registrierung
auch bei allen 75 Stadtwerke-Partnern im RWE-Ladestationsverbund
und damit an über 1 425 öffentlich zugänglichen Ladepunkte allein in
Deutschland, so die Mitteilung.

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Oktober 27, 2014

Peter Focht

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Grüneis wird neuer Energievorstand der Wiener Stadtwerke

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Betreiber von Ladestationen für Elektroautos bauen ihre Systeme aus: Die Stadtwerke-Kooperation Smartlab gewinnt einen weiteren Partner für ladenetz.de, RWE Effizienz meldet eine neue Ladestation an einer Autobahn im Ruhrgebiet.
Die smartlab Innovationsgesellschaft und der Autohersteller Nissan kooperieren bei der Elektromobilität, teilten die beiden Unternehmen Ende Oktober mit. Käufer eines Elektroautos des Herstellers erhielten von diesem künftig eine so genannte Charge-Card, mit der sie die Ladeinfrastruktur von ladenetz.de, einer Initiative der smartlab, nutzen können.

Die Karte biete wie das ladeticket von smartlab einen einfachen Zugang zu derzeit rund 380 Ladepunkten der über 40 Partnerstadtwerke von ladenetz.de. Hinzu kämen über 7 000 weitere Ladepunkte im In- und Ausland, bei denen über Roaming-Abkommen geladen werden kann.

Die RWE Effizienz GmbH betreibt jetzt auch eine Stromladesäule an der Raststätte Beverbach an der Autobahn A 40 von Bochum in Richtung Dortmund. Das Unternehmen stellte Anfang Oktober zudem eine neue Bezahlmethode per Kreditkarte oder das Online-System Paypal vor. Der Ladevorgang funktioniere ohne vorherige Anmeldung oder Registrierung auch bei allen 75 Stadtwerke-Partnern im RWE-Ladestationsverbund und damit an über 1 425 öffentlich zugänglichen Ladepunkte allein in Deutschland, so die Mitteilung.

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Oktober 17, 2014

Klaus Fischer

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Neuer Geschäftsführer in Dessau

 

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Dino Höll ist seit Anfang Oktober neuer kaufmännischer Geschäftsführer bei den Stadtwerken Dessau. Er trat die Nachfolge von Hans Tobler an, der zum Jahresende in den Ruhestand geht. Höll war zuletzt bei der GDF Suez Energie Deutschland AG in Berlin tätig und verantwortete dort als Geschäftsführer den Bereich Erneuerbare Energien. Vor seiner Zeit bei Suez war Höll Prokurist bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young.

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Oktober 17, 2014

Andreas Kögler

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VKU wählt Herdt ins Präsidium

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VKU wählt Herdt ins Präsidium

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hat in seiner Vorstandssitzung am 9. Oktober Helmut Herdt neu in das 15-köpfige VKU-Präsidium gewählt. Zudem nimmt der Verband zehn neue Mitglieder auf.
Helmut Herdt, Sprecher der Geschäftsführung der städtischen Werke Magdeburg, ist neues VKU-Präsidiumsmitglied. Er tritt in diesem Gremium die Nachfolge von Raimund Otto, dem ehemaligen Geschäftsführer der Stadtwerke Leipzig, an.

Wie der VKU weiter mitteilte, wurden während der Vorstandssitzung auch zehn neue Mitgliedsunternehmen in den Verband aufgenommen. Unter ihnen befindet sich mit der Energiebörse Epex Spot SE auch ein nicht kommunales Unternehmen.

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Oktober 09, 2014

Kai Eckert

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Riechel führt vorläufig die Thüga

 

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Der bisherige Vorstandsvorsitzende der Thüga, Ewald Woste, scheidet zum 31. Oktober aus. Matthias Cord von der Boston Consulting Group wird neu in den Vorstand des Stadtwerkenetzwerkes berufen. Der Aufsichtsrat des Stadtwerkenetzwerkes Thüga hat am 7. Oktober entschieden, dass der Vertrag des bisherigen Vorstandsvorsitzenden Ewald Woste nicht über den 31. Oktober 2014 hinaus verlängert wird. Bis die Nachfolge von Woste geklärt ist, übernimmt Thüga-Vorstandsmitglied Michael Riechel die Funktion des Sprechers des Vorstands, heißt es in einer Mitteilung. Gleichzeitig wird auch Bernd Rudolph, stellvertretender Vorsitzender der Thüga, aus Altersgründen aus dem Vorstand ausscheiden.

In der Mitteilung bedankte sich die Vorsitzende des Aufsichtsrates, die ehemalige Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth, bei den beiden: „Der Aufsichtsrat dankt Ewald Woste und Bernd Rudolph für ihren langjährigen Einsatz für Thüga und besonders für die gute Entwicklung des Unternehmens seit 2009.“ Die Gremien der Thüga haben sich außerdem gemeinsam vorgenommen, kurzfristig den mächtigen Personalausschuss der Thüga Holding mit Mitgliedern des Aufsichtsrates zu erweitern. Dazu heißt es in der Mitteilung: „Langfristig soll die Governance-Struktur der Thüga Holding einer Aktiengesellschaft angeglichen werden.“

Nachfolger von Rudolph als stellvertretender Vorstandsvorsitzender wird im Thüga-Vorstand Matthias Cord, dessen Berufung durch die zuständigen Gremien in den nächsten Tagen erfolgen wird. Cord ist bisher für die Boston Consulting Group tätig und gilt als erfahrener Energieexperte.

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iechel führt Thiga wurde bereitgestellt von:


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Oktober 8, 2014

Timm Krägenow


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Riechel führt vorläufig die Thüga

 

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Der bisherige Vorstandsvorsitzende der Thüga, Ewald Woste, scheidet zum 31. Oktober aus. Matthias Cord von der Boston Consulting Group wird neu in den Vorstand des Stadtwerkenetzwerkes berufen. Der Aufsichtsrat des Stadtwerkenetzwerkes Thüga hat am 7. Oktober entschieden, dass der Vertrag des bisherigen Vorstandsvorsitzenden Ewald Woste nicht über den 31. Oktober 2014 hinaus verlängert wird. Bis die Nachfolge von Woste geklärt ist, übernimmt Thüga-Vorstandsmitglied Michael Riechel die Funktion des Sprechers des Vorstands, heißt es in einer Mitteilung. Gleichzeitig wird auch Bernd Rudolph, stellvertretender Vorsitzender der Thüga, aus Altersgründen aus dem Vorstand ausscheiden.

In der Mitteilung bedankte sich die Vorsitzende des Aufsichtsrates, die ehemalige Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth, bei den beiden: „Der Aufsichtsrat dankt Ewald Woste und Bernd Rudolph für ihren langjährigen Einsatz für Thüga und besonders für die gute Entwicklung des Unternehmens seit 2009.“ Die Gremien der Thüga haben sich außerdem gemeinsam vorgenommen, kurzfristig den mächtigen Personalausschuss der Thüga Holding mit Mitgliedern des Aufsichtsrates zu erweitern. Dazu heißt es in der Mitteilung: „Langfristig soll die Governance-Struktur der Thüga Holding einer Aktiengesellschaft angeglichen werden.“

Nachfolger von Rudolph als stellvertretender Vorstandsvorsitzender wird im Thüga-Vorstand Matthias Cord, dessen Berufung durch die zuständigen Gremien in den nächsten Tagen erfolgen wird. Cord ist bisher für die Boston Consulting Group tätig und gilt als erfahrener Energieexperte.

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Oktober 8, 2014

Timm Krägenow


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Stadtwerke unterstützen Breitbandausbau

 

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Der Stadtwerkeverband VKU fordert die Bundesregierung auf, den Ausbau der Breitband-Kommunikationsnetze auf dem flachen Land finanziell zu unterstützen. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) begrüße die Bemühungen von Infrastrukturminister Alexander Dobrindt, die Aktivitäten in Sachen Breitbandausbau zu bündeln, teilte der VKU mit. Die flächendeckende Verfügbarkeit von Breitband-Internet sei entscheidend für Deutschlands Zukunft.

Anlass für die Mitteilung war das zweite Treffen der Netzallianz Digitales Deutschland am 7. Oktober in Berlin. Die von Dobrindt ins Leben gerufene Netzallianz legte dabei ein Kursbuch für den Ausbau des schnellen Internets vor und verpflichtete sich, am Ziel der Bundesregierung mitzuarbeiten, bis 2018 in Deutschland eine flächendeckende Breitbandversorgung mit mindestens 50 Mbit/s Übertragungskapazität zu schaffen.

Vor allem in ländlichen Gebieten sei der Breitbandausbau aber ohne ein kommunales Engagement nicht denkbar, meint der VKU. Hier verlegten immer mehr kommunale Unternehmen hochleistungsfähige Glasfaserkabel. In sehr ländlichen Gebieten sei der Breitbandausbau gleichwohl nur mit Fördermitteln möglich. Deshalb müsse der Bund endlich konkrete Zusagen für Fördermittel geben, wie es einige Bundesländer bereits vorgemacht haben.

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Energie & Management

Oktober 7, 2014

Peter Focht

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Stadtwerke unterstützen Breitbandausbau

 

Bild: Fotolia.com, topae 

Der Stadtwerkeverband VKU fordert die Bundesregierung auf, den Ausbau der Breitband-Kommunikationsnetze auf dem flachen Land finanziell zu unterstützen. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) begrüße die Bemühungen von Infrastrukturminister Alexander Dobrindt, die Aktivitäten in Sachen Breitbandausbau zu bündeln, teilte der VKU mit. Die flächendeckende Verfügbarkeit von Breitband-Internet sei entscheidend für Deutschlands Zukunft.

Anlass für die Mitteilung war das zweite Treffen der Netzallianz Digitales Deutschland am 7. Oktober in Berlin. Die von Dobrindt ins Leben gerufene Netzallianz legte dabei ein Kursbuch für den Ausbau des schnellen Internets vor und verpflichtete sich, am Ziel der Bundesregierung mitzuarbeiten, bis 2018 in Deutschland eine flächendeckende Breitbandversorgung mit mindestens 50 Mbit/s Übertragungskapazität zu schaffen.

Vor allem in ländlichen Gebieten sei der Breitbandausbau aber ohne ein kommunales Engagement nicht denkbar, meint der VKU. Hier verlegten immer mehr kommunale Unternehmen hochleistungsfähige Glasfaserkabel. In sehr ländlichen Gebieten sei der Breitbandausbau gleichwohl nur mit Fördermitteln möglich. Deshalb müsse der Bund endlich konkrete Zusagen für Fördermittel geben, wie es einige Bundesländer bereits vorgemacht haben.

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BHKW-Musteranlage: BHKW für Badespaß

Bild: Fotolia.com, XtravaganT

Das sanierte Hallenbad der hessischen Stadt Haiger versorgen die Stadtwerke als Contractor effizient mit Wärme und Strom aus zwei neuen 20-kW-BHKW-Modulen. Am 30. Juni konnten die Mitglieder des Fördervereins Hallenbad Haiger e.V. aufatmen: Nach einer Modernisierung wurde der öffentliche Badebetrieb wieder aufgenommen. In dem städtischen Hallenbad mit seinem immer auf 30 °C aufgeheizten Schwimmbecken werden nun weiterhin Babys erste Erfahrungen im warmen Wasser machen, Schulkinder schwimmen lernen, Mütter und Väter mit ihren Kindern Spaß haben und Senioren sich körperlich fit halten.

Im Hallenbad Haiger ist immer ein Warmbadetag
Bild: Walter Lutz

Für die Stadt Haiger mit ihren knapp 20 000 Einwohnern war es nicht einfach, die notwendige Sanierung des 1964 gebauten Hallenbads zu finanzieren. Die Schließung hätte aber bedeutet, dass die Schulen in Haiger und in der Umgebung die einzige Möglichkeit für ihren Schwimmunterricht verloren hätten. Hilfreich war daher, dass die Hessische Landesregierung zu der von der Stadtverordnetenversammlung Anfang 2012 beschlossenen Sanierung einen unerwartet hohen Zuschuss aus einem Sonderprogramm gewährt hatte. Der auf Wunsch des Kommunalparlaments gegründete Förderverein sagte außerdem zu, die Pflege der Außenanlagen in Eigenleistung zu übernehmen sowie Sponsorengelder einzuwerben.

Die Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung wurde zusätzlich dadurch erleichtert, weil sich die Stadt auf die Finanzierung der baulichen Sanierung, vor allem der Hallendecke, der fälligen Erneuerung der Be- und Entwässerung des Beckens sowie des Umbaus der Lüftungsanlage beschränken konnte. Die ebenfalls überfällige Modernisierung der Energiezentrale des Hallenbades übernahmen die Stadtwerke Haiger als Contractor. Der kommunale Eigenbetrieb, der für die Wasser-, Gas- und Stromversorgung zuständig ist, wirkt auch bei anderen städtischen Liegenschaften als Energiedienstleister.

Die Stadtwerke setzten auch bei der Neugestaltung der Energieversorgung des Hallenbades auf Kraft-Wärme-Kopplung. Der Einsatz eines BHKW gehörte zu den Vorgaben für die Planung, mit der Anfang 2013 die Enerma Gesellschaft für Energiedienstleistungen mbH aus Siegen beauftragt wurde. Die Umsetzung des Konzepts zur Modernisierung der Heizzentrale hat nach einer im Juli 2013 erfolgten Ausschreibung die WHSE GmbH & Co. KG übernommen. Der auf effiziente Heizung und Kühlung mit BHKW spezialisierte Haiger Fachbetrieb für Heizungs- und Gebäudetechnik wird von Hans Hermann Freischlad und seinem Sohn Christian Freischlad geleitet. Freischlad Senior ist ein bundesweit anerkannter Pionier der BHKW-Technik, dessen unternehmerischem Engagement mit zu verdanken ist, dass im Stromnetz der Stadtwerke Haiger 60 BHKW, die meisten davon im Leistungsbereich zwischen 1 und 6 kW, installiert sind. Neun der BHKW betreiben die Stadtwerke selber.

Hocheffiziente KWK-Energieversorgung

In der Heizzentrale des Hallenbades ersetzen zwei erdgasbetriebene BHKW-Module XRGI 20 mit je 20 kW elektrischer und 40 kW thermischer Leistung des dänischen Herstellers EC Power sowie ein 280-kW-Gaskessel von Vaillant die beiden mit je 650 kW deutlich überdimensionierten alten Kessel. Der Umbau startete im September 2013, am 26. Februar 2014 konnten die BHKW erstmals in Betrieb genommen werden und Ende April 2014 war die Heizzentrale fertiggestellt.

Zwei BHKW-Module der EC Power XRGI 20 sorgen im Hallenbad Haiger für effiziente Wärme- und Stromversorgung
Bild: Walter Lutz

Die BHKW-Aggregate von EC Power hat die WHSE empfohlen, weil sie sehr leise und kompakt seien sowie mit 5 000 Betriebsstunden lange Wartungsintervalle haben. Das Unternehmen WHSE, das inzwischen als Premium-Partner auch ein EC Power-Center in Siegen betreibt, hat mit den Stadtwerken ein Vollwartungsvertrag für die beiden BHKW-Module abgeschlossen.

Auf der Grundlage von Messungen, mit denen bereits 2012 im Vorfeld des Umbaus der Wärmebedarf detailliert ermittelt wurde, konnte die KWK-Anlage sehr präzise ausgelegt werden. Dabei wurden auch die Übergabestellen der Heizkreisläufe der Lüftungsanlage, der Heizkörper zur Raumheizung, des Warmwassers zum Duschen und der Beckenwassererwärmung auf eine niedrige Rücklauftemperaturen von 40 °C abgestimmt. Dies ermöglicht die Brennwertnutzung bei den BHKW und dem Kessel, sodass bei einer Vorlauftemperatur von 80 °C für die KWK-Aggregate einen Gesamtwirkungsgrad von rund 96 % und für den zur Reserve und zur Deckung der Spitzenlast eingesetzten Gaskessel ein Jahresnutzungsgrad von etwa 97 % errechnet wurde.

Die KWK-Anlage ist so dimensioniert, dass sie die durch die Beckenwassererwärmung bestimmte Wärmegrundlast deckt. Zusätzlich sorgen zwei Pufferspeicher mit einem Volumen von je 1 200 l für einen gleichmäßigen Betrieb mit kalkulierten 7 500 Volllaststunden im Jahr, wenn das Hallenbad wie geplant ganzjährig genutzt wird. Die Ergebnisse der ersten zwei Monate Badebetrieb lassen erwarten, dass die berechnete Auslastung erreicht wird, berichtet Heinz-Rudolf Bartels, der Technische Betriebsleiter der Stadtwerke Haiger. Durch die verbesserte Effizienz der Anlage steigt der Gasverbrauch – trotz der zusätzlichen Stromproduktion – nicht wesentlich.

Erwartet wird eine Stromerzeugung des BHKW von jährlich 300 000 kWh, wovon bis zu 120 000 kWh direkt im Hallenbad verbraucht werden. Der Rest wird in das Netz der Stadtwerke eingespeist und nach dem KWK-Gesetz vergütet. Nur noch rund 10 % des Strombedarfs müssen für das Objekt zugekauft werden. Erweisen sich die Planungen im Laufe des Betriebes als zutreffend, kann die Stadt mit einer Reduzierung ihrer Betriebskosten im Hallenbad um etwa 30 % rechnen. Auf der Haben-Seite steht außerdem ein um 175 t/a verringerte CO2-Ausstoß – und das bei einer Menge Badespaß.

Die Anlage auf einen Blick
Standort: Hallenbad Haiger
Betreiber: Stadtwerke Haiger
Planung: Enerma Gesellschaft für Energiedienstleistungen mbH, Siegen
Ausführung: WHSE GmbH & Co. KG, Haiger
Besonderheit: Hohe Effizienz und ganzjährige Auslastung der Mini-BHKW durch präzise Auslegung
Anlage: Zwei BHKW-Module XRGI 20 mit je 20 kWel und 40 kWth der EC Power, ein 280-kW-Gaskessel von Vaillant, zwei 1 200-l-Pufferspeicher
Wirtschaftlichkeit: Erwartet wird eine Reduzierung der Betriebskosten um etwa 30 %
Umweltschutz: CO2-Ausstoß um 175 t/a reduziert; spezifischer CO2-Ausstoß des BHKW-Stroms 195 g/kWh (GuD-Benchmark: 365 g/kWhel)
Auskunft: Christian Freischlad, Tel. 0 27 73/74 62 19 0, christian.freischlad@whse.de;
Heinz-Rudolf Bartels, Tel. 0 27 73/81 12 60, bartels@stadtwerkehaiger.de

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September 23, 2014

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Onlineshop für Strom-Großkunden

Großkunden von Stadtwerken und Versorgern können künftig Strommengen online und rund um die Uhr einkaufen. Das Systemhaus T-Systems bietet die dafür notwendige Technik-Plattform.

Stadtwerke und Versorger können künftig ihren Großkunden ermöglichen, Strom rund um die Uhr und bequem online einzukaufen. Die Telekom-Tochter T-Systems bietet neuerdings allen Versorgern eine Portallösung, mit der Großkunden Orders zum Kauf oder Verkauf von Tranchen und großen Liefermengen über das Internet an den Versorger geben können. “Mit unserem neuen Portal beschleunigen und erleichtern wir Transaktionen zwischen Energieversorgern und ihren Großkunden und sorgen außerdem für weniger Fehleranfälligkeit”, erklärt André Bock das Angebot. Bock ist bei T-Systems für den Vertrieb an Stadtwerke verantwortlich: “Offenbar treffen wir mit dem Angebot auf einen wirklichen Bedarf. Innerhalb von wenigen Tagen haben wir schon Anfragen von Energieversorgern in mittlerer zweistelliger Anzahl erhalten: Vom kleinen Stadtwerk bis zum großen Versorger sind alle Arten von Unternehmen dabei.”

Nach Einschätzung von T-Systems läuft der Energieeinkauf von Großkunden bei ihren Versorgern bisher sehr manuell ab. Die Anfragen kommen per Mail, Telefon oder Fax vom Kunden an den zuständigen Vertriebsmitarbeiter des Energieunternehmens, der die Order weiter in die Handelsabteilung gibt. Dort wird anhand der Preisformel der Kauf oder Verkauf ausgeführt und an den Kundendienstmitarbeiter zurückgemeldet, der wieder per Fax, Telefon oder Mail den Kunden informiert. “Das ist ein sehr umständlicher Prozess, der viel Zeit und Ressourcen kostet und bei dem viele Fehler entstehen können. Und für die Kunden ist es schwierig, mit diesem System die exakten Preisentwicklungen zu kennen, den Überblick über ihr Portfolio zu behalten und auf kurzfristige Veränderungen zu reagieren”, sagt Bock.

Mit der neuen Portallösung können Stadtwerke und Versorger unter dem eigenen Logo Großkunden die Möglichkeit einräumen, Aufträge elektronisch und direkt an das Beschaffungssystem des Versorgers zu übermitteln. Per Kennwort und Benutzername erhalten Kunden den Zugang zu dem Online-Zugang, das direkt an das Beschaffungssystem des Versorgers angedockt wird. Gleichzeitig können Sie einen Überblick über aktuelle Preisentwicklungen und den Stand ihres eigenen Portfolios gewinnen. Der Versorger kann sowohl Transaktionen mit langfristigen Terminmarktprodukten als auch mit kurzfristigen Spotverträgen ermöglichen. “Der Vorteil unseres Produkts ist, dass die große Testabteilung von T-Systems mitgeholfen hat, dieses System gegen Hacker zu schützen und ein sehr hohes Maß an Transaktionssicherheit zu gewährleisten”, sagt Bock. Falls gewünscht, kann vor der tatsächlichen Ausführung der Order eine Bestätigung durch ein Mitarbeiter des Versorgers als Sicherheitsbarriere eingeführt werden. “Im Geschäft mit Großkunden haben bislang Versorger und Stadtwerke wenig Möglichkeiten, sich vom Wettbewerb zu differenzieren”, sagt T-Systems-Mann Bock: “Die Möglichkeit, online sicher und bequem seinen Stromeinkauf erledigen zu können, ist ein solcher Extra-Service, mit dem man beim Kunden punkten kann.”

 

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September 18, 2014

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Strom tanken per Smartphone

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Belectric

Servicefreundliche Systeme für den Aufbau städtischer Ladenetze für Elektroautos bietet der Entwickler Belectric Drive an.

„Wir müssen beim Aufbau von Ladeinfrastruktur für Elektroautos darauf achten, keine Inseln mit inkompatiblen Systemen zu schaffen“, mahnt Sebastian Bachmann. Der Geschäftsführer des Ladeboxen- und Ladesystementwicklers Belectric Drive im nordbayerischen Kitzingen spricht damit ein akutes Problem an: Viele Ladenetze für Elektroautos sind nur mit speziellen Ladekarten und damit nicht für alle Autofahrer zugänglich.

Belectric Drive hat deshalb ihre Systeme so entwickelt, dass sie nicht nur mit Ladekarten, sondern mit jedem Smartphone genutzt werden können. Die Freischaltung erfolgt dann über QR-Code oder SMS. Das Softwaremodul (sms&charge) erlaube eine Abrechnung des getankten Stroms über die Mobilfunkrechnung des E-Mobil-Fahrers oder per Prepaid-Guthaben – und das europaweit, wie Bachmann betont. Weder eine Registrierung beim Ladeboxenbetreiber noch ein Vertrag sind nötig. Die Software erspare den Betreibern Verwaltungs- und Abrechnungsaufwand.

Wichtig ist dem Geschäftsführer noch etwas: Die Ladeboxen von Belectric Drive seien wartungs- und servicefreundlich. Der patentierte Plug-and-Play-Mechanismus ermögliche einen Austausch innerhalb weniger Minuten, so Bachmann. Dank Online-Updates entfalle eine Wartung vor Ort.

Als weiteren Pluspunkt nennt Bachmann den Ladebox-Controller. Diese Steuerungselektronik soll Ladestationen intelligent machen. Der Lastmanagement-Controller ermögliche die Verschiebung von Ladezeiten und Lastspitzen im Netz, maximiere die Nutzung von Solarstrom aus lokale Photovoltaikanlagen und steuere Batteriespeicher im System. Die Online-Funktion der Stationen erlaube nicht nur das Lastmanagement, sondern auch Abrechnung per SMS und Übermittlung von Echtzeit-Ladeinformationen an Navigationssysteme.

Stadtwerke als wichtige Partner

Der Hersteller aus Kitzingen hat bereits über 250 onlinefähige Ladepunkte für Elektroautos in Deutschland und Frankreich installiert. Kommunale Versorger wie N-Ergie in Nürnberg oder Stadtwerke Uelzen sind wichtige Partner. „Der Anteil unserer mit Stadtwerken durchgeführten Projekte liegt bei 70 bis 80 Prozent“, berichtet Bachmann. Fahrer von BMW-Elektroautos, die dem BMW i ChargeNow Netzwerk angehören, können an Belectric-Drive-Ladesäulen mit ihrer Karte Strom tanken. Außerdem kooperiert Belectric Drive mit dem Ökostromversorger Naturstrom.

Als zunehmend interessante Kunden sieht der Geschäftsführer Unternehmen, die erneuerbaren Strom erzeugen und als Eigenstrom in ihren Flotten nutzen oder Mitarbeitern anbieten wollen sowie Supermärkte und Einkaufszentren, die auf Parkplätzen Lademöglichkeiten einrichten wollen. Der halböffentliche Raum biete bessere Möglichkeiten zum Aufbau von Ladenetzen als öffentlicher Grund, wo komplizierte Genehmigungsverfahren zu durchlaufen seien.

„Das Preis-Leistungs-Verhältnis der Fahrzeuge wird immer besser. Wir glauben, dass sich heutige Investitionen in Geschäftsmodelle mit Elektroautos und Ladenetzen ab 2017 auszahlen“, meint Bachmann. Wenn die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos weiter so stark wachse wie im ersten Halbjahr 2014, sei die von der Bundesregierung angestrebte eine Million E-Mobile bis 2020 sogar noch zu schaffen, zeigt er sich zuversichtlich.

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Investitionsrückgang in der Stromwirtschaft am größten

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Stadtwerke investieren weniger. Das geht aus einer Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) unter seinen Mitgliedern hervor.

Demnach haben kommunale Unternehmen im Jahr 2012 Umsätze von knapp 111  Mrd. Euro erwirtschaftet, davon wurden rund 8,7 Mrd. Euro investiert. Ein Jahr zuvor seien es noch 9,95 Mrd. Euro an Investitionen gewesen, teilte der VKU am 9. September mit. Der größte Rückgang ist laut dem Verband in der Stromwirtschaft zu verzeichnen. Hier seien 2012 rund 2,6 Mrd. Euro investiert worden und damit 0,6 Mrd. Euro weniger als noch 2011.

Nach Ansicht von VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck sind die unsicheren politischen Rahmenbedingungen das hauptsächliche Problem: „Die Daten aus der Mitgliederumfrage zeigen, dass die energiepolitischen Querelen nach den Ausstiegsbeschlüssen der Bundesregierung zu einer großen Verunsicherung geführt haben und die Investitionen gesunken anstatt gestiegen sind. Das ist besonders im Bereich der konventionellen Energieerzeugung zu spüren.“ Stetige Investitionen in Infrastrukturen sowie neue innovative Technologien seien aber von entscheidender Bedeutung, um die energiepolitischen Ziele zu erreichen.

Nach den Ergebnissen der Umfrage ist die Zahl der Beschäftigten weitgehend konstant bei über 145 000 Auszubildenden und Mitarbeitern. Im Endkundensegment haben die mehr als 1 400 VKU-Mitgliedsunternehmen einen Marktanteil von 46 % in der Stromversorgung, beim Gas beträgt der Anteil 59 %, 80 % in der Trinkwasser-, 65 % in der Wärmeversorgung und 26 % in der Abwasserentsorgung.

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September 10, 2014

Heidi Roider

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Eine Ladekarte für alle Fälle

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Viele Stadtwerke möchten den Trend zur Elektromobilität nicht verpassen. Beim Aufbau einer Ladeinfrastruktur hilft die Initiative ladenetz.de.

Angesichts der bislang geringen Zahl von Elektroautos und hoher Kosten für den Aufbau einer Ladeinfrastruktur ist mit dem reinen Stromverkauf an Autofahrer kaum Geld zu verdienen. „Warum sollen wir für 10 000 Euro eine Ladestation aufstellen, wenn es kein Geschäftsmodell für das e-Tanken gibt und dort überwiegend Nicht-Kunden Strom ziehen“, fragt Peter Friedrich. Der kaufmännische Betriebsleiter der Stadtwerke Leinfelden-Echterdingen verweist auf hohe Transaktionskosten für die Durchbuchung des Rechnungsbetrages für Ladestrom bis zum Elektroautofahrer, die IT-Anbindung und die buchhalterische Integration des Ladevorgangs.

Da kommt eine Initiative wie ladenetz.de wie gerufen. „Lokale Energieversorger können ladenetz.de als Partner beitreten und so unkompliziert, kostengünstig und zukunftsorientiert in das Geschäftsfeld Elektromobilität einsteigen“, erklärt Mark Steffen Walcher, Geschäftsführer der smartlab Innovationsgesellschaft in Aachen, die hinter ladenetz.de steht. Smartlab ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Stadtwerke Aachen, Duisburg und Osnabrück.

Die Beitrittsgebühr zu ladenetz.de ist abhängig von der Größe des Stadtwerks und beginnt bei 2 500 Euro für kleine Unternehmen. Dazu kommen Einrichtungskosten für die Anbindung an das smartlab-IT-System. Sie betragen 99 Euro pro Ladepunkt, bei einer Ladesäule mit zwei Ladepunkten also 198 Euro.

Monatlich fallen zudem 12 Euro für die Verwaltung und 2 Euro für die Web-Präsenz pro Ladepunkt an. Dafür veröffentlicht smartlab Ladepunktdaten auf ihrer Internetseite sowie in der bislang nur für i-Phones entwickelten lade-App und gibt die Daten an Navigationsdienstleister weiter. Über eine SIM-Karte in jeder Ladestation und das Mobilfunknetz erhalten die Stadtwerke Zugang zur Ladepunkt-Verwaltung und zur Fernwartung der Ladesäulen.

Bescheidene Einnahmemöglichkeiten für Stadtwerke

Den Kosten stehen bislang noch bescheidene Einnahmemöglichkeiten gegenüber. Kunden der beteiligten Stadtwerke erhalten eine Ladekarte noch überwiegend gratis, ebenso wie den abgegebenen Strom. Auch für Nichtkunden gibt es Ladestrom umsonst, Ladekarten kosten 180 Euro für ein Jahr, 50 Euro für einen Monat oder 20 Euro für sieben Tage. Alle Einnahmen werden von smartlab nach Abzug eines Eigenkostenanteils an die Stadtwerke weitergeleitet. „Wir haben dieses Preismodell entworfen, die Preishoheit liegt aber bei den einzelnen Stadtwerken“, sagt smartlab-Chef Walcher.

Die Initiative ladenetz.de entstand aus einem Forschungsprojekt zu Ladeinformationssystemen. Gestartet mit 13 Energieversorgern und 150 Ladepunkten verzeichnete sie stetes Wachstum. Heute sind von Sylt bis Waldshut-Tiengen fast 40 Stadtwerke sowie die Autokonzerne BMW und Mitsubishi mit deutschlandweit 190 Ladesäulen beziehungsweise 380 Ladepunkten Partner bei ladenetz.de.

Über Roaming-Kooperationen mit den Energieversorgern EnBW (734 Ladepunkte), Vattenfall (220) und den EWE (66) sowie The New Motion (3 500) und dem niederländischen Ladenetzbetreiber e-laad (2 458) erschließt der Verbund fast 4 000 Ladestationen mit über 7 000 Ladepunkten in Deutschland, in den Benelux-Staaten und in Österreich.

Netzwerk elektromobilitätserfahrener Partner

Ziel von smartlab ist es, Stadtwerke und weitere Partner für Elektromobilität zu gewinnen und ein flächendeckendes Netz von kommunalen Ladestationen in Deutschland aufzubauen. Ergebnis ist ein Netzwerk elektromobilitätserfahrener Partner, in dem laufend Experten- und Praxiswissen in Form von Beratung, Schulungen und Veranstaltungen ausgetauscht wird.

Von Anfang an mit dabei sind die Allgäuer Überlandwerke (AÜW). „Für uns ist ladenetz.de ein wichtiger Baustein, um uns im Allgäu als kompetenter Ansprechpartner für alle Fragen rund um Elektromobilität und Ladeinfrastruktur zu positionieren“, erklärt AÜW-Vertriebsleiter Stefan Mayer. Auch die Stadtwerke München sind Partner von ladenetz.de. Sie betreiben 21 Ladesäulen, neun davon sind zum Roaming angemeldet.

Die neuesten ladenetz.de-Zahlen deuten auf Dynamik in der Entwicklung der Elektromobilität in Deutschland hin: Derzeit werden rund 3 000 Ladekarten von ladenetz.de aktiv genutzt. Die Zahl der Ladepunkte der ladenetz.de-Infrastruktur ist von Mitte 2013 bis Mitte 2014 um 35 Prozent auf 380 gewachsen, die Anzahl der Ladevorgänge stieg um 200 Prozent auf über 17 000. Seit Anfang 2012 bis zum Ende des ersten Halbjahrs 2014 wurden an den Ladepunkten insgesamt 150 000 kWh Strom abgegeben.

„Durch ladenetz.de und seine Roaming-Abkommen können Stadtwerke-Kunden mit einer Ladekarte exklusiv in ganz Deutschland tanken“, bringt Walcher die Vorteile auf den Punkt. „Der Kunde erhält Zugriff auf das bundesweit größte Ladeinfrastrukturnetzwerk, ihm wird dadurch die Reichweitenangst genommen.“

Starke Zuwächse auf niedrigem Niveau

Im Promillebereich spielt sich in Deutschland die Elektromobilität ab: 515 reine Elektroautos wurden im August 2014 neu zugelassen, das waren exakt 4,1 Promille oder 0,41 Prozent von 213 092 Pkw-Neuzulassungen. Auch beim Gesamtbestand von 43,9 Millionen Pkw rangieren die knapp 17 456 Batterieflitzer mit 0,4 Promille eher unter „ferner liefen“.

Die Zuwächse wiesen zuletzt eine gewisse Dynamik auf. Zu den 12 156 reinen Elektro-Pkw Anfang dieses Jahres kamen von Januar bis Ende August 5 300 neue hinzu, ein Plus von 43,6 Prozent. Die meisten Elektro-Pkw fahren mit je rund 2 400 in Baden-Württemberg und Bayern. Elektroauto-Hauptstadt ist Stuttgart mit rund 900, davon über 400 Elektro-smart der Flotte des Carsharing-Anbieters Car2go, gefolgt von München (800), Wolfsburg (700), Berlin (660, davon 350 Citroen C-Zero des Carsharing-Anbieters Multicity) und Köln (550).

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September 9, 2014

Reinhard Siekemeier

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Höhne neuer Vorstandsvorsitzender in Mainz

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Detlev Höhne ist seit 1. September neuer Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Mainz AG.
Der bisherige Vorstandsvorsitzende Dr. Werner Sticksel (62) ist Ende August nach Ablaufen seines Vertrages aus dem Vorstand der Stadtwerke Mainz ausgeschieden, teilte das Unternehmen mit. Höhne übernimmt das Amt. Er war bisher der stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Kaufmännische Vorstand und ist seit Oktober 2002 im Vorstand der Stadtwerke Mainz tätig.Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Mainz hat zudem Dr. Tobias Brosze zum neuen Vorstandsmitglied bestellt. Er hat den Posten als Technischer Vorstand im Unternehmen übernommen. Bisher war Brosze unter anderem als Prokurist für den Geschäftsbereich Organisation/IT und Beschaffung bei den Mainzern tätig. Den Wechsel im Vorstand hatte der Aufsichtsrat bereits im Februar 2014 beschlossen.

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September 2, 2014

Heidi Roider

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Chefwechsel in Bad Tölz

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Walter Huber (53) wird zum 1. Februar 2015 neuer Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Tölz GmbH.

Huber ist derzeit noch Geschäftsführer der Stadtwerke Erding GmbH und war davor bereits stellvertretender Geschäftsführer
des Tölzer Energieversorgers. Im kommenden Jahr übernimmt er dort die Position von Achim Thiel.

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September 3, 2014

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EU-Kommission regelt Zuständigkeit für Handelsstreitigkeiten neu

~~~Aktuelles aus der Stadtwerke-Szene~~~

EU-Handelskommissar Karel de Gucht hat mit einer am 28. August veröffentlichten Verordnung Klarheit darüber geschaffen, welche Ebene bei Rechtsstreitigkeiten mit ausländischen Investoren zuständig ist.  Bei künftigen Investor-Staat-Streitigkeiten im Rahmen von EU-Handelsabkommen oder dem Vertrag über die Energiecharta regeln nun eindeutige Bestimmungen die Zuständigkeiten. Für Streitfälle, bei denen es um nationale Maßnahmen geht, sollen demnach die Mi…EU-Kommission regelt Zuständigkeit für Handelsstreitigkeiten neu

Steag wird zum Stadtwerk

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Das Stadtwerke-Konsortium Rhein-Ruhr übernimmt den Essener Energieversorger Steag vollständig. Der Kaufvertrag für 49 Prozent Anteile, die noch vom Industriekonzern Evonik gehalten werden, wurde am 29. August unterzeichnet.
Die Kommunale Beteiligungsgesellschaft (KSBG) der Energieversorger aus Duisburg, Dortmund, Bochum, Essen, Oberhausen und Dinslaken erwirbt für 570 Mio. Euro 49 Prozent des Steinkohleverstromers und Energiedienstleisters Steag. Bereits 2011 hatten die Stadtwerke für 650 Mio. Euro 51 Prozent an der früheren Ruhrkohle-Tochter übernommen. Der Steag-Kauf kostet die kommunalen Unternehmen damit insgesamt gut 1,2 Mrd. Euro. Der Abschluss des Geschäfts wird für 5. September erwartet.

„Das Stadtwerke-Konsortium nutzt die aktuell günstige Situation auf dem Kapitalmarkt und übt die vertraglich vereinbarte Call-Option zum Erwerb der ausstehenden 49 Prozent zum jetzigen Zeitpunkt aus“, erklärte Bernd Wilmert, Chef der Stadtwerke Bochum und Vorsitzender der Geschäftsführung der KSBG. Mit jedem Jahr, das die Stadtwerke noch abgewartet hätten, wäre die Übernahme um einen zweistelligen Millionenbetrag teurer geworden. Als alleiniger Eigentümer habe das Konsortium bessere Gestaltungsmöglichkeiten zur Weiterentwicklung des Unternehmens.

Schon das bisherige Engagement hat sich für die kommunalen Gesellschafter gelohnt. „Die Beteiligung an der Steag hat sich als profitabel erwiesen“, sagte Guntram Pehlke, Vorstandsvorsitzender der Dortmunder Stadtwerke AG sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Steag, nach der Vertragsunterzeichnung Ende August. Erwartungen der Stadtwerke seien durch die bisherigen Ausschüttungen übertroffen worden.

Die KSBG wird in diesem Jahr voraussichtlich 35 Mio. Euro an die Gesellschafter ausschütten, im letzten Jahr waren es 25 Mio. Euro. Die Steag ist als Betreiber von acht konventionellen Kraftwerken in Deutschland zwar auch vom Strompreisverfall durch immer mehr erneuerbare Energie betroffen, doch das Unternehmen lieferte offenbar zuletzt dennoch solide Ergebnisse.

Konventionelle Erzeugung erneuerbar erweitern

Die Steag will ihr Erzeugungsportfolio erweitern. Bislang betreibt das Unternehmen insgesamt elf Kraftwerke sowie über 200 dezentrale Anlagen mit gut 10 000 MW Erzeugungskapazität, davon rund 8 500 MW in Deutschland. Insbesondere die erneuerbare Stromproduktion soll ausgebaut, der Erzeugungsmix dadurch diversifiziert werden. Ziel in Deutschland sei ferner, den Kraftwerkspark auch unter den veränderten Rahmenbedingungen der Energiewende wettbewerbsfähig zu betreiben und die Handelskompetenz auszubauen.

Außerdem soll sich das Unternehmen weiter als kommunale Erzeugungs-, Handels- und Dienstleistungsplattform etablieren und das Geschäft mit Industriekunden sowie in kommunalen Kooperationen entwickeln.

International will die Steag am weltweit wachsenden Markt für konventionelle und erneuerbare Energien teilhaben und ihren Marktanteil bei Dienstleistungen entlang der Energieerzeugung ausweiten. Vor allem das internationale Kraftwerksgeschäft – die Steag betreibt drei Anlagen in Kolumbien, in der Türkei und auf den Philippinen − war in den Gesellschafterkommunen im Zug der Diskussion über den Kauf der weiteren Anteile kritisch hinterfragt worden.

Die kommunalen Gesellschafter sind außerdem auf der Suche nach weiteren Partnern für die Steag. „Nach der vollständigen Übernahme werden wir nun die Suche nach Partnern fortsetzen, mit denen wir die Beteiligung weiterentwickeln können“, erklärte Aufsichtsratschef Pehlke. Die Partnersuche soll jetzt vordringliche in Angriff genommen werden, heißt es von Gesellschafterseite.

An der KSBG halten die Stadtwerke Duisburg AG 19 Prozent, die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) und die Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21) je 18 Prozent, die Stadtwerke Bochum GmbH 18 Prozent, die Stadtwerke Essen AG 15 Prozent sowie die Energieversorgung Oberhausen AG (evo) und die Stadtwerke Dinslaken GmbH jeweils 6 Prozent.

 

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August 29, 2014

Peter Focht

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Berliner Stadtwerk ohne Endkunden

 
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Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung hat darauf hingewiesen, dass das Berliner Stadtwerk wirtschaftliche Chancen verspielt, wenn es auf den Vertrieb von Ökostrom und Biogas verzichtet. Doch Beobachter halten es für unwahrscheinlich, dass es in absehbarer Zeit Kunden beliefern wird.Das Berliner Stadtwerkegesetz verwehrt dem örtlichen Versorger den Stromhandel und beschränkt ihn auf den Vertrieb von regenerativ erzeugtem Strom. Vor diesem Hintergrund hat es der Vorstandsvorsitzende der Berliner Wasserbetriebe (BWB), an die das Stadtwerk angegliedert wurde, zunächst jedoch abgelehnt, einen Vertrieb aufzubauen. BWB-Chef Jörg Simon ist überzeugt, dass die Eigenerzeugung nicht ausreicht, um eine wirtschaftlich notwendige Basis von 50 000 bis 80 000 Endverbraucher zu versorgen.

Nun hat Wirtschaftsstaatssekretär Henner Bunde den Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses noch einmal darauf aufmerksam gemacht, dass sich das Stadtwerk, dessen Gründung von der Berliner Regierungskoalition im Oktober 2013 beschlossen wurde, positiv entwickeln könnte. „Wirtschaftliche Chancen liegen in einer Erweiterung des Geschäftsmodell“, heißt es in seinem Abschlussbericht zum neuen kommunalen Unternehmen.

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Stadtwerke Walldorf bauen Glasfasernetz aus

 

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Die Stadtwerke Walldorf GmbH & Co. KG investieren in ein flächendeckendes Glasfasernetz im Industriegebiet Walldorf. Die Leitungen werden rund 1,5 Mio. Euro kosten. Ausgerechnet das Industriegebiet war in Walldorf in Sachen schnelles Internet bisher noch nicht überall gut versorgt. Große Unternehmen wie die SAP SE, die Heidelberger Druckmaschinen AG und die Realtech AG haben zwar schon heute Glasfaseranschlüsse. Jedoch handelt es sich dabei um einzelne Anbindungen. Da aber auch Kleinbetriebe und der Mittelstand auf schnelles Internet angewiesen sind, wollen die Stadtwerke Walldorf bis Ende 2014 ein flächendeckenden Glasfasernetz im Industriegebiet aufbauen und damit die Lücke rasch schließen, teilten die Stadtwerke am 21. August mit.

Zum vollständigen Artikel “Stadtwerke Walldorf bauen Glasfasernetz aus” von Heidi Roider

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Wanzleben mit stabilem Geschäftsbetrieb

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Knapp drei Wochen nach der Insolvenzanmeldung läuft der Geschäftsbetrieb der Stadtwerke Wanzleben GmbH wieder stabil. Derzeit führt der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas F. Flöther, Partner der Kanzlei Flöther & Wissing, nach seinen Aussagen das Unternehmen ohne Einschränkungen fort und prüft Sanierungsoptionen, um den Geschäftsbetrieb langfristig zu sichern.

Mitarbeiter, Gläubiger, Geschäftsführung und die Stadt Wanzleben verhielten sich konstruktiv und unterstützen den Sanierungskurs. Die Stadtwerke seien voll funktionsfähig, die Versorgung der Bevölkerung bis auf weiteres gesichert. Für die 18 Mitarbeiter konnten dank einer Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes Löhne und Gehälter pünktlich ausgezahlt werden.

Die Stadtwerke sind eine hundertprozentige Tochter der Stadt Wanzleben bei Magdeburg. Wie sie langfristig wirtschaftlich überleben können, soll jetzt detailliert geprüft werden. Zur Diskussion stehen weiter ein Insolvenzplan, eine Art Vergleich mit den Gläubigern, oder eine Investorenlösung. Laut Flöther favorisiert die Kommune einen Insolvenzplan, zugleich hätten sich eine Reihe von branchennahen Investoren für die Übernahme der Stadtwerke interessiert.

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August 19, 2014

Armin Müller

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Regionale Wertschöpfung entsteht nur durch die dezentrale Energiewende

Pressemitteilungen zum Thema Energiepolitik:

(Mynewsdesk) Die Übertragungsnetzbetreiber Tennet und Transnet BW haben am gestrigen Dienstag ihren Plan für den Bau einer Hochspannungsleitung von der Küste bis nach Bayern vorgestellt. Die Südlink genannte Trasse soll rund 800 Kilometer lang werden und auch durch Wolfhager Gebiet führen. Die Stadtwerke Wolfhagen und die Stadtwerke Union Nordhessen (SUN) sehen das Vorhaben kritisch. Ebenso der Wolfhager Bürgermeister Reinhard Schaake: Indem wir die lokale Energiewende vorangetrieben haben, haben wir alles dafür getan, solche Leitungen überflüssig zu machen. Leicht sei der Prozess in seiner Stadt nicht gewesen, es hab…Regionale Wertschöpfung entsteht nur durch die dezentrale Energiewende

Tagebau-Ausweitung Nochten II soll vor Gericht

 

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Tagebau-Ausweitung Nochten II soll vor Gericht

 

Ein von den Erweiterungsplänen für den Braunkohle-Tagebau Nochten II betroffener Anwohner will die Zulässigkeit der Zustimmung des regionalen Planungsverbandes Oberlausitz-Niederschlesien juristisch überprüfen lassen.

 

Gegen den Ausbau des Braunkohle-Tagebaus Nochten II im ostsächsischen Landkreis Görlitz formiert sich Widerstand. Die erste Klage eines Anwohners werde nun eingereicht, erklärte Sachsens BUND-Geschäftsführer David Greve gegenüber der Presse. Die Umweltorganisation unterstütze diesen Schritt und erwägt gemeinsam mit Greenpeace ebenfalls Klage gegen die Erweiterungspläne zu erheben. Konkrete Pläne dazu sollen in Kürze in Dresden vorgestellt werden.In Nochten möchte der schwedische Energiekonzern Vattenfall das Abbaugebiet 2 erschließen und dort ab 2025 etwa 300 Mio. t Braunkohle fördern. Von der Ausweitung des Braunkohle-Tagebaus würden Lebensräume von Menschen, Tieren und Pflanzen zerstört. Im Zuge der Erweiterung müssten die sorbischen Dorfgemeinschaften Slěpo (Schleife), Trjebin (Trebendorf) und Mułkecy (Mulkwitz) umgesiedelt werden. Insgesamt sind damit nach Darstellung von Umweltschützern 1 600 Menschen direkt von der Umsiedlung bedroht. Der Braunkohle-Tagebau Nochten liefert seinen Energieträger vor allem an das Braunkohlekraftwerk Boxberg. In einem Gutachten hatte Christian von Hirschhausen, Forschungsdirektor des Berliner DIW, die Erweiterungspläne bereits Ende 2012 als nicht erforderlich bezeichnet.

 

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Kai Eckert

August13, 2014
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Vattenfall und SWM planen weiteren Offshore-Park

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Nachdem mit der Anfang August in Kraft getretenen EEG-Novelle ein sicherer Rahmen vorhanden ist, haben sich der schwedische Vattenfall-Konzern und die Stadtwerke München (SWM) auf ein weiteres Offshore-Windkraftprojekt geeinigt. Die zuständigen Gremien von Vattenfall und SWM haben die Investitionsentscheidung für den Bau des Offshore-Windparks “Sandbank” in der deutschen Nordsee getroffen. Wie die Unternehmen am 11. August mitteilten, beläuft sich das Investitionsvolumen für das Vorhaben auf rund 1,2 Mrd. Euro. Geplant ist dabei die Errichtung von 72 Siemens-Windenergieanlagen der 4-MW-Klassse, so dass der Offshore-Windpark über eine gesamte Leistung von 288 MW verfügen wird. Der Baubeginn ist für 2015 vorgesehen. An der für die Umsetzung des Projekts gegründeten Sandbank Offshore GmbH hält Vattenfall 51 %, die SWM halten 49 % der Anteile.

Das Projekt “Sandbank” ist nach dem Offshore-Windpark DanTysk bereits das zweite große Infrastrukturprojekt, das Vattenfall und die SWM im Rahmen der Energiewende gemeinsam umsetzen. DanTysk befindet sich derzeit in der finalen Bauphase und wird 2015 in Betrieb gehen. “Mit dem neuen EEG gibt es in Deutschland wieder verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen in erneuerbare Energien. Dies greifen wir sehr gerne und sofort auf”, kommentierte SWM-Geschäftsführer Florian Bieberbach das Vorhaben. Mit der Beteiligung an dem neuen Offshore-Windpark werden die Münchner ihre Ökostromproduktion nach eigenen Angaben auf über 3,5 Mrd. kWh erhöhen. Dies entspreche rund 47 % des Münchner Stromverbrauchs (7,5 Mrd. kWh pro Jahr). Die SWM wollen bis 2025 den gesamten Stromverbrauch der bayerischen Landeshauptstadt mit Ökostrom decken.

“Das Projekt Sandbank ist ein weiterer Beleg für Vattenfalls Strategie, unser Wachstum konsequent auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu fokussieren”, erklärte Gunnar Groebler, Chef der Business Unit Renewables in der Regionaleinheit Continental / UK bei Vattenfall. “Wir können Offshore und sehen darin einen wesentlichen Baustein für das Gelingen der Energiewende in Deutschland.”

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August 11, 2014

Andreas Kögler

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Die Stadtwerke Leipzig versuchen, mit einem Wärmespeicher mehr Flexibilität für die Stromerzeugung aus dem Betrieb ihres durch niedrige Strompreise unter Druck geratenen GuD-Heizkraftwerks zu kitzeln.

Auch dem kommunalen Versorger in Leipzig zerschießen niedrige Börsenstrompreise und wachsende Einspeisemengen von regenerativem Strom mehr und mehr die hocheffiziente, gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme. „Auch wir leben nicht auf einer Insel der Glückseligen“, sagt Peter Lintzel. „Wir haben dieselben Probleme wie so ziemlich alle GuD-Anlagen in Deutschland, so der Prokurist der Stadtwerke Leipzig GmbH. „Bei einem Stromgroßhandelspreis von 60 Euro pro Megawattstunde wären wir glücklich, derzeit liegt der Preis aber nur bei 35 Euro.“

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