VKU fordert Zukunftssicherheitskomponente

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Gestärkt durch 14 neue Mitglieder fordert der Stadtwerkeverband VKU noch einmal eine Stabilisierung der Kraft-Wärme-Kopplung als Bindeglied zwischen Klimaschutz und Versorgungssicherheit.Als Zeichen für seine steigende Bedeutung als Spitzenorganisation der kommunalen Wirtschaft bewertet der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) laut Mitteilung vom 17. März die jüngste Aufnahme von 14 Unternehmen aus der Energieversorgung und der Abfallwirtschaft. Der Verband sei damit leicht auf nunmehr 1 433 Mitglieder gewachsen.

Neu dazugekommen sind unter anderem die Thüringer Energie AG und die EAM GmbH, zwei im vergangenen Jahr rekommunalisierte ehemalige Eon-Regionalversorger aus Erfurt und Kassel. Zu den Neumitgliedern zählen aber auch kleinere Versorger wie die Gemeindewerke Wedemark GmbH, die Stadtwerke Gelnhausen und die Ohra Energie GmbH.
Wie es in der Mitteilung weiter heißt, verlangt der VKU mit Nachdruck die zügige Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG). „Die Stadtwerke in Deutschland wollen sich weiterhin in der KWK engagieren, brauchen hierfür aber die passenden energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen“, erklärte Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck.
Für die kommunalen Kraftwerksbetreiber seien derzeit weder ein wirtschaftlicher Betrieb noch Neuinvestitionen in klimafreundliche und effiziente KWK-Anlagen möglich, so Reck. Eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage sei nur durch die zügige Reform des KWKG möglich. Der Verband fordert dafür konkret, auch eine „Zukunftssicherungskomponente“ einzuführen, um Bestandsanlagen am Netz zu halten.

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März 17, 2015

Peter Focht

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Rollierende Beschaffung schafft Mehrwert

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Kaum haben Stadtwerke in größerer Zahl von Vollversorgung auf strukturierte Beschaffung ihrer Strommengen für Haushalts- und Gewerbekunden umgestellt – schon stehen weitere Anpassungen des Energieeinkaufs an.„Der stetig steigende Anteil regenerativer Energie stellt die Beschaffungsstrategien von Versorgern vor neue Herausforderungen“, sagt Joachim Wittinghofer. Die neue Losung laute deshalb „rollierende Strukturierung“, so der Fachbereichsleiter Portfoliomanagement bei der Stadtwerke-Kooperation Trianel in Aachen.

Bisher ist die strukturierte Beschaffung in der Regel darauf ausgerichtet, sich jeweils für ein Jahr so einzudecken, dass sich Short- und Long-Positionen, also die Strommengen, die kurzfristig am Spotmarkt beschafft oder verkauft werden müssen, über den gesamten Zeitraum wertmäßig in etwa die Waage hielten. Dieses Vorgehen ist in der Branche als Strategie der Wertneutralität geläufig.

Eine solche Ausrichtung verliere aber durch den schellen Zubau der erneuerbaren Energien und die zunehmende Direktvermarktung an Stabilität, erklärt Wittinghofer. Denn die regenerativen Strommengen sind erheblich schwerer kalkulierbar. „Das Wetter spielt eine immer wichtigere Rolle“, so der Trianel-Experte. Zu wenig Wind im Winter oder zu viel im Sommer führt zu erheblichen Preisausschlägen an den Spotmärkten und bringt die Balance der Beschaffung ins Wanken. „Das kurze Ende ist wesentlich volatiler geworden“, bringt er die Veränderung auf den Punkt.

Neue Musk im Beschaffungsmarkt für Strom verspricht Joachim Wittinghofer
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Sein Lösungsvorschlag: Unterjährige Portfoliobewirtschaftung. Nicht mehr Kalenderjahresprodukte sondern kurzfristigere Terminprodukte, die Wettergegebenheiten besser abbilden, seien erforderlich, um die Beschaffungsrisiken zu verringern, so Wittinghofer. Problem dabei: Monats- oder Vierteljahresprodukte können kaum wirtschaftlich für ein ganzes Jahr im Voraus beschafft werden, weil sie am OTC-Markt und an der Energiebörse in Leipzig nur für die nächsten drei Monate oder Quartale liquide gehandelt werden.

Daraus folgt, dass Stadtwerke bei der Strombeschaffung das Jahr als Strukturierungszeitraum zunehmend ignorieren und ihr Portfolio rollierend strukturieren sollten. So werden offene Positionen, also Differenzen zwischen beschafften Mengen und geplantem Absatz zusätzlich verringert, erläutert Wittinghofer.
Eine solche Umstellung des Stromeinkaufs erhöhe zwar den Aufwand, wie der Trianel-Manager einräumt, senke aber auch den Bedarf an Risikokapital und eröffne dem Unternehmen Wertschöpfungsmöglichkeiten. „Die rollierende Beschaffung schafft Mehrwerte. Wir haben so neue Musik im Markt.“
Wittinghofer berichtet von Erkenntnissen des Unternehmens, wonach ein Stadtwerk mit einem Absatzvolumen von 250 Mio. kWh in einer „moderat-aktiven Strukturierungsstrategie“ sein Beschaffungsergebnis allein durch eine geringfügige Integration von Quartalsprodukten um 2,34 Prozent verbessern kann. Durch eine ausgeprägte Einbindung von Quartalsprodukten und eine gezielte Einbindung von Monatsprodukten könnten die Kosten sogar um 2,6 bis 3,1 Prozent verringert werden..
Eine veränderte Beschaffungsstrategie erfordere aber „klare Handlungsmuster für alle Beteiligten“ und eine speziell darauf ausgerichtetes Risikomanagement. Der Marktzugang sollte auch Handelsprodukte in Losgrößen unter 5 MW erschließen. Die damit betrauten Händler müssten kontinuierlich den Markt beobachten. Sei diese nicht möglich, sollte ein Stadtwerk lieber einen Dienstleister beauftragen.
Die unterjährige Portfoliobewirtschaftung biete auch eine Möglichkeit, die aktuell niedrigen Vertriebsmargen etwas aufzufangen, ist sich Wittinghofer sicher. Mit der Anpassung der Beschaffungsstrategie an die durch die Energiewende verursachten Marktveränderungen könnten Stadtwerke ihre Profitabilität deutlich steigern.

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März 16, 2015

Peter Focht

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Partner der Wohnungswirtschaft

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Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) sieht Stadtwerke und die Wohnungswirtschaft als zukünftige Partner.„Das Energieversorgungssystem wird dezentraler und intelligenter und damit auch individueller. Das erfordert einen Zuschnitt auf die unterschiedlichen Bedarfe der Kunden. Kommunale Unternehmen bieten deshalb immer vielfältigere Dienstleistungen und Kooperationen, insbesondere im Bereich der Wohnungswirtschaft, an“, sagte VKU-Präsidenten Ivo Gönner am 16. März anlässlich der Konferenz „Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Wohnungswirtschaft und Stadtwerken“. Die Zusammenarbeit von kommunalen Unternehmen und der Wohnungswirtschaft böte beiden Seiten die Chance, neue Kundensegmente zu erschließen und die Position im Markt sichern, so Gönner. „Wo es früher nur zentrale Energieproduzenten und Abnehmer gab, wird es in Zukunft immer mehr dezentrale Erzeuger geben, die zu einigen Zeiten den Strom lokal an Mieter liefern, zu anderen Zeiten Strom einspeisen”, ergänzte GdW-Präsident Axel Gedaschko.

Künftige Maßnahmen für den Klimaschutz in urbanen Ballungsräumen sollten sich jedoch nicht auf die Energieerzeugung beschränken, sondern auch die städtischen Infrastrukturen und den Nahverkehr im Blick haben. „Wir müssen für die Städte der Zukunft stärker als bisher integrierte Konzepte für Nahverkehr, Wohnen und Ver- und Entsorgung entwickeln. Das kann nur gelingen, wenn die Wohnungswirtschaft und die kommunalen Unternehmen Hand in Hand planen und arbeiten“, so Gönner. „Wohnungsunternehmen sind ein wichtiger Bestandteil der Energiewende, besonders im Bereich der dezentralen Stromerzeugung im Quartier. Wohnungswirtschaft und Stadtwerke sollten dabei Partner sein”, sagte Gedaschko. Dafür seien jedoch „passende Regelungen im Energiewirtschaftsrecht nötig“.

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März 18, 2015

Michael Pecka

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Trianel mit Auslastung des Kraftwerks Lünen zufrieden

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Das Steinkohlekraftwerk der Stadtwerke-Kooperation Trianel in Lünen hat im vergangenen Jahr rund 5,1 Mrd. kWh Strom erzeugt.Mit dem ersten kompletten Betriebsjahr seines modernen Steinkohlekraftwerks Lünen ist die Stadtwerke-Kooperation Trianel zufrieden. Dank stetiger Optimierungen sei die Anlage im vergangenen Jahr zu 80 % ausgelastet gewesen, teilte Trianel mit. Die erzeugte Strommenge habe ausgereicht, um rechnerisch 1,5 Mio. Zwei-Personen-Haushalte zu versorgen. Dennoch hat das Kraftwerk im letzten Jahr rund 100 Mio. Euro Verlust gemacht. Bei der derzeitigen Marktlage könne der Kapitalbeitrag zur Abzahlung der Kredite nicht erwirtschaftet werden. Das Kraftwerk in Lünen agiert nach Angaben von Trianel auch erfolgreich an den Regelleistungsmärkten. Von den Übertragungsnetzbetreibern wird das Kraftwerk zur Sicherung der Netzstabilität eingesetzt.

Die Stadt Lünen wird seit Ende 2014 aus dem Kraftwerk heraus mit 35 MW Fernwärme versorgt. Der im November 2014 gestartete Probebetrieb sei inzwischen erfolgreich in den Regelbetrieb übergegangen. Die Fernwärme wird mittels einer Wärmetauscheranlage auf dem Kraftwerksgelände vorgenommen, zusätzliche Hilfsdampferzeuger übernehmen die Wärmelieferung, wenn das Kraftwerk abgeschaltet ist.
Für 2015 rechnet Trianel erneut mit einer Auslastung des Kraftwerks von 75 bis 80 %. Im Januar und Februar seien bereits 850 Mio. kWh Strom in der Anlage erzeugt worden, hieß es aus Lünen.

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März 13, 2014

Kai Eckert

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DEW21 hat Gekko-Rückstellungen aufgestockt

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Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) hat laut vorläufigen Zahlen ein Ergebnis vor Steuern von 51,4 Mio. Euro im vergangenen Jahr erwirtschaftet. Trotz schwieriger Marktbedingungen, wie der Versorger betont.Damit habe die DEW21 ihr Planergebnis erreicht, so die Dortmunder. Die Bilanzzahlen des Unternehmens haben im vergangen Jahr jedoch nicht nur unter dem warmen Wetter und den zusätzlichen Pensionsrückstellungen gelitten. Die DEW21 musste 2014 zur Abdeckung der „drohenden Kostennachteile aus dem Gekko-Strombezug ein weiteres Mal die Rückstellungen um sechs Millionen Euro auf nun 65,3 Millionen Euro erhöhen“, gab der Versorger am 13. März bekannt. Das Unternehmen hatte sich wie andere Stadtwerke auch, 2008 am Bau des RWE-Steinkohlekraftwerks im westfälischen Hamm beteiligt. Aufgrund technischer Probleme ist dieses Kraftwerk bis heute nicht in Betrieb.

Zudem hat das Unternehmen die Absatzzahlen veröffentlicht: Die Umsatzerlöse lagen mit 465,5 Mio. Euro um 87,8 Mio. Euro unter Vorjahresniveau (- 15,8 %). Der Stromabsatz sank demnach witterungsbedingt 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 164,5 Mio. kWh auf 3,38 Mrd. kWh. Ebenfalls witterungsbedingt sank der Erdgasabsatz im Geschäftsjahr 2014 um 865,5 Mio. kWh auf 4,25 Mrd. kWh und lag damit 16,9 % unter dem Vorjahreswert. Die Umsatzerlöse lagen mit 185,2 Mio. Euro um 42,3 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau (- 18,59 %). Der Wärmeabsatz betrug im vergangenen Jahr 512 Mio. kWh und sank damit um 157,5 Mio. kWh. Die Umsatzerlöse aus dem Wärmebereich betrugen 44,7 Mio. Euro und sanken damit um 11,4 Mio. Euro.
Die witterungsbedingt niedrigeren Umsatzerlöse von annähernd 79 Mio. Euro konnte DEW21 nach eigenen Angaben zumindest in Teilen mit einer Ausweitung ihres Vertriebs im Privat- und Geschäftskundenbereich kompensieren. Außerdem konnten einige Rückstellungen zum Beispiel aus dem vorangetriebenen „Exzellenzprogramm“ aufgelöst werden. Den endgültigen Jahresabschluss wird DEW21 dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung im Juni 2015 vorlegen.

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März 13, 2015

Heidi Roider

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Maxelon wird Chef in Kassel

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Dr. Michael Maxelon (45) wechselt 2016 von Stuttgart an die Spitze des kommunalen Energieversorgers in Kassel.Michael Maxelon, seit 2012 Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart GmbH, wird am 1. Januar 2016 die Nachfolge von Andreas Helbig als Vorsitzender der Geschäftsführung der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV) sowie der Verkehrstochter und der Städtische Werke Energie + Wärme GmbH antreten. Helbig geht Ende 2015 in Ruhestand.

Der gebürtige Kasseler und promovierte Physiker Maxelon war vor seiner Zeit in Stuttgart bei den Stadtwerken Krefeld und bei der Managementberatung A.T. Kearney GmbH tätig.

Michael Maxelon
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März 16, 2015

Peter Focht

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Stadtwerke München warnen vor längerfristiger Verschuldung

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Der Chef der Stadtwerke München, Florian Bieberbach, bereitet die Stadt auf schlechte Geschäftszahlen für das Jahr 2014 vor. Weil die Verschuldung steigt, hat er ein Sparprogramm angekündigt.Den Stadtwerken München steht nach den Worten Ihres Chefs Florian Bieberbach eine finanziellen Durststrecke bevor. „Es ist nicht so, dass wir insolvenzgefährdet sind, aber wir stehen vor einer längerfristigen Verschuldung, mit der wir uns nicht wohlfühlen“, wird Bieberbach von der „Süddeutschen Zeitung“ zitiert. Die Situation sei „eine Herausforderung, weil wir geringere Gewinne erzielen, aber vor weiteren riesigen Investitionen stehen“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung des Unternehmens.

Abschließende Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 liegen noch nicht vor. Doch Bieberbach will mit mehreren Interviews offenbar die Öffentlichkeit und die Stadt als Eigentümer der Stadtwerke auf die schlechten Nachrichten vorbereiten. „Die Verschuldung ist weiter angestiegen. Das Ergebnis ist auch nicht besser geworden“, sagte Bieberbach dem „Münchner Merkur“ mit Blick auf das Geschäftsjahr 2014. Man werde noch zwei oder drei Jahre „eine Durststrecke mit relativ schlechten Ergebnissen durchlaufen“. Das Ergebnis für 2014 ist voraussichtlich schlechter als im Vorjahr, aber noch positiv. Ursache sind vor allem die wegbrechenden Gewinne aus dem Stromverkauf als Folge des Verfalls der Großhandelspreise.

Bieberbachs Kernbotschaft an die städtischen Eigentümer ist, dass die Stadt das Unternehmen entlasten soll. „Bei dem geplanten, starken Ausbau des ÖPNV in München wird es nicht ganz zu vermeiden sein, dass sich auch die Stadt München finanziell engagiert“, so Bieberbach. In den vergangenen Jahren hatten die Stadtwerke meist auch 100 Mio. Euro jährlich an die Stadt überwiesen. Bieberbach würde wohl von der Zahlung dieser Summe in den nächsten Jahren gerne verschont bleiben.

Florian Bieberbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke München: „Die Verschuldung ist weiter angestiegen. Das Ergebnis ist auch nicht besser geworden.“
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Nach dem Bericht des „Münchner Merkur“ hat Bieberbach aufgrund der schlechten Zahlen seinen Führungskräften ein umfassendes Spar- und Effizienzprogramm verordnet. Gespart werden solle vor allem bei internen Kosten und Zusatzleistungen für Mitarbeiter. Größere Stellenstreichungen soll es nicht geben. Und auch die Energiepreise für die Kunden sollten nicht deutlich steigen, um auch künftig „sehr wettbewerbsfähige Preise“ anbieten zu können. Auch an dem Ziel, bis 2025 so viel Ökostrom mit eigenen Anlagen selbst zu produzieren, wie ganz München verbraucht, soll festgehalten werden. Die SWM sind an Milliarden-Investitionen unter anderem in Offshore-Windparks in Großbritannien und in der deutschen Nordsee beteiligt.

Beim Münchner Stadtkämmerer Ernst Wolowicz stieß der Ruf der Stadtwerke nach finanzieller Entlastung zunächst auf wenig Verständnis. „Bei den Stadtwerken ist von einer Krise nichts zu erkennen. Der Aufsichtsrat ist erst im Dezember mit der Unternehmensplanung befasst worden. Daraus ging hervor, dass wir uns selbst beim Ergebnis nach Steuern im dreistelligen Millionenbereich bewegen“, zitierte der Bayerische Rundfunk Wolowicz. Im Mai werden die Stadtwerke ihre offiziellen Zahlen vorlegen.

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März 06, 2015

Timm Krägenow

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Deutsche Klimaschutz vor allem in den eigenen Wänden

Die Statistik zeigt das Ergebnis einer Umfrage zur Relevanz der Kernkraft bei der Energieversorgung in Deutschland. Zum Zeitpunkt der Erhebung waren 81 Prozent der Befragten der Meinung, dass bei der Energieversorgung in Zukunft nicht völlig auf die Kernenergie verzichtet werden kann.

Hinweise und Anmerkungen

Die Quelle macht keine genauen Angaben zur Fragestellung. Die hier gewählte Formulierung kann daher gegenüber der Befragung leicht abweichen. Zur Anzahl der Befragten in 2005 macht die Quelle keine Angaben.

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Planwirtschaft ohne Plan

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Eine rasche Stabilisierung der kommunalen Kraft-Wärme-Kopplung, fordert der Stadtwerkeverband VKU. Weitere Unsicherheit über die künftige Förderung gefährde nicht nur die Wirtschaftlichkeit der Fernwärme, sondern auch die politische Handlungsfähigkeit großer Städte.In drastischen Worten schildert Hans-Joachim Reck, der Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) die derzeitige Situation der Kraft-Wärme-Kopplung in Stadtwerken. Ein großer Teil der kommunalen KWK-Anlagen sei wegen niedriger Börsenstrompreise nicht mehr kostendeckend zu betreiben, müsse aber weiterlaufen, weil die Anlagen für die Fernwärme nötig seien.

Wenn die Bundesregierung nicht bis zum Sommer eine rasche Novellierung des KWK-Gesetzes und eine Anpassung der KWK-Förderung angehe, drohten in vielen Kommunen nicht nur noch mehr Verluste bei der Fernwärmeversorgung und eine „Erosion der Kommunalwirtschaft“, sondern auch politische und soziale Verwerfungen in den Kommunen wegen ausbleibender Gewinnabführung von Stadtwerken. Deren wirtschaftliche Situation bezeichnet Reck als teilweise „sehr ernst“.
Heizkraftwerke und Fernwärme kaum mehr verlustfrei zu fahren
Und noch etwas befürchtet der VKU-Geschäftsführer: „Wenn die Bundesregierung nicht aufpasst, fährt sie die Energiewende an die Wand“. Speziell Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Energie-Staatssekretär Rainer Baake wirft er vor, mit ihrer Zurückhaltung im Hinblick auf die Unterstützung der der KWK „einen Scherbenhaufen anzurichten“. Was im Moment passiere, sei eine „Zerstörung volkswirtschaftlichen Vermögens“ und ein Außerkraftsetzen des wichtigen Klimaschutzinstruments KWK. Vor allem gasbetriebene und damit relativ klimaverträgliche KWK-Anlagen seien gefährdet.
Der VKU-Chef fordert von Gabriel klare ordnungspolitische Vorgaben, die dazu beitragen sollen, die stark unter wirtschaftlichen Druck geratene KWK zu stabilisieren. Aufgabe sei, eine „Balance“ zwischen dem Ausbau der erneuerbaren Energien und dem noch notwendigen konventionellen Teil der Energieerzeugung zu schaffen. Wer die Erneuerbaren mit Milliardenbeträgen fördere und damit Marktverzerrungen herbeiführe, könne nicht so tun, als ob man nicht auch den restlichen Teil der Stromerzeugung „ein Stück weit preislich flankieren muss“, so Reck.
„Das Klima, die Energiewende und wir brauchen die KWK-Novelle jetzt“, sagt auch Reiner Zieschank. Die Drewag Stadtwerke Dresden, die Zieschank als Geschäftsführer leitet, hätten momentan Mühe, ihr GuD-Heizkraftwerk und das Fernwärmesystem der Stadt verlustfrei zu fahren. Dies gelinge nur, weil die Erzeugungsanlage bereits abgeschrieben sei und damit keine Finanzierungskosten mehr anfielen. Zieschanks Urteil über die bisherige Energiewende ist nicht schmeichelhaft: „Wir machen im Moment Planwirtschaft ohne Plan“, so der Drewag-Geschäftsführer.
Die Probleme der KWK bestätigt eine Untersuchung des Beratungsunternehmen Enervis. „Die Deckungsbeiträge von erdgasgefeuerten KWK-Anlagen sind seit 2010 insgesamt deutlich rückläufig“, erläutert Berater Julius Ecke. Mit Erdgas betriebene KWK-Anlagen könnten ihre Kapitalkosten nicht mehr verdienen, seien also unwirtschaftlich und ohne Förderung akut von Stilllegung bedroht. Die Förderung der KWK müsste „deutlich angehoben werden, um aktuell einen KWK-Ausbau“ anzureizen, so Ecke weiter.
Dieser Ansicht ist man auch beim VKU. Weil jedoch ziemlich klar ist, dass die Bundesregierung ihr in der Koalitionsvereinbarung bekräftigtes Ziel, den Anteil der KWK an der Stromerzeugung bis 2020 auf 25 % auszubauen, so gut wie aufgegeben hat, signalisiert der Verband, dass die Stadtwerke mit einer „leichten Anhebung“ des derzeitigen Förderdeckels, der zuletzt bei 750 Mio. Euro fixiert war, und „einer moderaten Erhöhung der KWK-Umlage“ auskommen würden. Damit sollten dann vor allem Bestandsanlagen der öffentlichen Versorgung und bereits in Bau oder Planung befindliche Neuanlagen unterstützt werden.

Entwurf zur KWK-Novelle bis zum Sommer

Den „Schwerpunkt auf die Bestandsförderung und die öffentliche Versorgung legen“ wollen auch Energiepolitiker der SPD-Bundestagsfraktion. Auf jeden Fall werde bis zur Sommerpause ein Entwurf für eine Novelle des KWK-Gesetzes vorliegen, verspricht der Münchener Abgeordnete Florian Post, der auch Mitglied im Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie ist. Er plädiert dafür das KWK-Fördervolumen auf etwa 1. Mrd. Euro anzuheben. Sollte das Wirtschaftsministerium nicht in der Lage sein, wie vorgesehen bis vor der Sommerpause einen Vorschlag für ein neues KWK-Gesetz vorzulegen, werde es einen Entwurf aus dem Parlament geben. „Wir machen Druck“, verspricht Post. Reck und die Stadtwerke nehmen das sicher mit Interesse zur Kenntnis.

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März 03, 2015

Peter Focht

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Gläubiger der Stadtwerke Gera fordern Millionen zurück

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166 Mio. Euro angemeldet.Davon entfallen laut Agenturinformationen 126 Mio. Euro auf die Holding. Das wurde nach einem Prüftermin am Amtsgericht am 25. Februar bekannt. Anfang Oktober 2014 war das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Andere kommunale Unternehmensteile der Stadtwerke Gera wie etwa der Bereich der Energieversorgung sind von dem Insolvenzverfahren nicht betroffen. Insolvenzverwalter Michael Jaffé werde die Forderungen nun prüfen, teilte der Sprecher des Insolvenzverwalters auf Nachfrage von E&M powernews am 26. Februar mit. Derzeit seien die Forderungen daher weder festgestellt noch anerkannt. Zudem sei nicht auszuschließen, dass weitere Forderungen gestellt werden. Aus diesen Gründen stehe die endgültige Summe noch nicht fest, teilte der Sprecher weiter mit.

Bereits seit November vergangenen Jahres werden Kaufinteressenten für die Geraer Wohnungsbaugesellschaft (GWB) mit rund 7 000 Wohnungen gesucht. Jaffé will Beteiligungen veräußern, die nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit der Daseinsvorsorge stehen. Nach Informationen des Sprechers haben sich für die GWB mehrere Interessenten gemeldet. Auch für die Verkehrsbetriebe werden Investoren gesucht. Das Interessensbekundungsverfahren dazu läuft noch bis 13. März.
Der Münchener Rechtsanwalt Jaffé war bereits mit dem vorläufigen Insolvenzverfahren betraut worden. Durch ihre Finanzprobleme hatten die Stadtwerke Gera rund 230 Mio. Euro Schulden angehäuft. In den vergangenen Jahren waren Defizite in anderen Bereichen von Überschüssen aus dem Energiebereich ausgeglichen worden. Nachdem die Stadtwerke auf ihr Gaskraftwerk eine Millionenabschreibung vornehmen mussten, habe es aber keine Rücklagen für einen Krisenfall gegeben.
Darüber hinaus sieht sich auch die Stadt Gera, selbst hoch verschuldet, mit Forderungen konfrontiert. Banken fordern 5,5 Mio. Euro zurück, weil die Stadt 2009 über eine Patronatserklärung für den klammen Stadtwerkeverbund gebürgt hatte. Nach Informationen der Stadt laufen immer noch Verhandlungen mit dem Land Thüringen über entsprechende Bedarfszuweisungen und Liquiditätshilfen. In diesem Jahr rechnet die Stadt Gera mit einem Haushaltsloch von rund 12 Mio. Euro, im vergangenen Jahr betrug das Defizit knapp 9 Mio. Euro, wie Gera kürzlich mitteilte.

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Februar 27, 2015

Heidi Roider

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