Stadtwerke Duisburg planen ein Kraftwerk stillzulegen

Bild: Fotolia.com, Rynio Productions

Der Duisburger Versorgungs- und Verkehrskonzern (DVV) muss weiter sparen. Aus diesem Grund soll unter anderem das Steinkohlekraftwerk in Duisburg-Hochfeld 2017 vom Netz gehen.„Die Wirtschafts- und Mittelfristplanung 2015 bis 2019 weist drohende Verluste von über 30 Millionen Euro pro Jahr auf“, schreibt Marcus Wittig, Vorsitzender der Geschäftsführung, in einer Februar-Sonderausgabe des Mitarbeitermagazins „Durchblick“. Da die Stadt die Verluste nicht ausgleichen könne, seien weitere Sparmaßnahmen notwendig. Demnach plant die DVV jährliche Einsparungen von rund 45 Mio. Euro, um die Liquidität des Konzerns zu sichern. Mit dem Betriebsrat sind 80 Maßnahmen vereinbart worden. Nachhaltig müssen in den kommenden vier Jahren Millionen eingespart werden, denn die aktuelle Lage „ist nahe dran, existenzbedrohend zu sein“, teilt Wittig den Mitarbeitern weiter mit.
Bereits im Jahr 2012 hatte das Unternehmen ein Restrukturierungsprogramm namens Repower aufgelegt. Nach einem Verlust von 29,6 Mio. Euro 2012 hatte der Duisburger Energiekonzern das Geschäftsjahr 2013 mit einem deutlich geringeren Negativergebnis von 3,5 Mio. Euro abgeschlossen. Das verbesserte Geschäftsergebnis sei auf das Konsolidierungsprogramm Repower zurückzuführen, sagte Wittig am 2. Juli 2014. Da sich die wirtschaftliche Lage trotz der erreichten Verbesserungen weiter verschärft habe, seien weitere Maßnahmen notwendig, ist nun in der aktuellen Mitarbeiterzeitschrift zu lesen.

Gaskraftwerk soll für Fernwärmeerzeugung erhalten bleiben

Die Stilllegung des Kohlekraftwerks in Hochfeld (95 MW, Steinkohle) bis Ende 2017 ist eine dieser 80 angedachten Maßnahmen. Die Stadtwerke Duisburg betreiben neben dem Kraftwerk in Hochfeld ein Gaskraftwerk in Duisburg-Wanheim (274 MW, GuD). Das Energieunternehmen macht mit seinen beiden Kraftwerken Millionenverluste. Das ältere Kohlekraftwerk soll daher vom Netz, das flexiblere GuD soll für die Fernwärmeerzeugung erhalten bleiben. Neben dem Erhalt nur noch eines Kraftwerks will das Unternehmen die Fernwärmeerzeugung ausbauen, schreibt die DVV in ihrer Mitarbeiterzeitschrift: „Hierzu soll in Hochfeld ein Fernwärmespeicher gebaut werden, in dem erhitztes Wasser zwischengelagert werden kann. Des Weiteren soll zwischen Rheinhausen und Homberg ein Anschluss des aus unseren Kraftwerken gespeisten Fernwärmenetzes an die Fernwärmeschiene Niederrhein erfolgen. So kann im Bedarfsfall sowohl zusätzliche Wärme bezogen als auch Wärme eingespeist werden.“
Insbesondere den Mitarbeitern stehen erhebliche Einschnitte bevor. So soll zum Beispiel das Fort- und Weiterbildungszentrum Rheinhausen geschlossen werden. Die befristeten Arbeitsverhältnisse werden nicht verlängert und die unbesetzten Stellen auch nicht wieder besetzt. Zudem soll der Fuhrpark verkleinert werden und es wird darüber nachgedacht, dass Forderungsmanagement sowie Abrechnungsleistungen auszugliedern. Die Maßnahmen sollen betriebsbedingte Kündigungen vermeiden.

Nach Informationen des DVV-Konzerns stehen die Pläne derzeit noch unter Vorbehalt. Der Aufsichtsrat muss das Konzept in den nächsten Wochen noch absegnen. Daher könne sich der Konzern offiziell noch nicht dazu äußern, sagte eine Pressesprecherin auf Anfrage von E&M powernews.

Der vorstehende Beitrag zum Thema Stadtwerke Duisburg wurde bereitgestellt von:

Energie & Management

Februar 23, 2015

Heidi Roider

Tel: +49 8152 9311-0

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