Bürgerbegehren in Augsburg gegen Stadtwerke-Fusion angelaufen

Bild: Fotolia.com, MR

Die Globalisierungskritiker von Attac haben in Augsburg mit der Sammlung von Unterschriften gegen den Zusammenschluss der Stadtwerke mit Erdgas Schwaben begonnen. In Augsburg ist das Bürgerbegehren angelaufen, mit dem das globalisierungskritische Netzwerk Attac die Fusion der Stadtwerke Augsburg mit der Erdgas Schwaben verhindern will. Laut Presseberichten haben die Kritiker mit der Sammlung von Unterschriften auf zentralen Plätzen und in den Stadtvierteln begonnen. Um einen Bürgerentscheid zu erreichen, also eine Abstimmung aller Augsburger, müsste es der Initiative gelingen, die Unterschriften von 11 000 Augsburger Bürgerinnen und Bürgern zu erhalten. Die Frage, die den Bürgern auf den Unterschriftenlisten gestellt wird, lautet: „Sind Sie dafür, dass die Stadtwerke Augsburg Holding GmbH und ihre Töchter Energie GmbH, Wasser GmbH, Verkehrs GmbH und Netze Augsburg GmbH in vollständigem Eigentum der Stadt Augsburg bleiben und jegliche Fusion mit anderen Unternehmen unterbleibt?“
Die Stadtwerke, die sich in hundertprozentigem Eigentum der Stadt Augsburg befinden, und die Erdgas Schwaben prüfen derzeit einen Zusammenschluss oder eine engere Kooperation. Davon verspricht sich die Stadt, die hinter den Plänen steht, eine verbesserte Wirtschaftlichkeit beider Unternehmen im härter werdenden Wettbewerb. Die Erdgas Schwaben gehört zu 35,1 % den Stadtwerken Augsburg und zu 64,9 % dem Stadtwerke-Verbund Thüga. Das Zusammenrücken soll sich auf den Energiebereich konzentrieren, der Personennahverkehr und die Wasserversorgung sollen davon nicht berührt sein. Auch Entlassungen von Mitarbeitern sollen nach den Plänen ausgeschlossen sein.
Die Globalisierungskritiker von Attac wollen verhindern, dass die Stadt die volle Kontrolle über die Stadtwerke verliert. Im Fall eines Zusammenschlusses würden die Thüga vermutlich mindestens 25,1 % an dem neuen Unternehmen halten. „Eine Beteiligung der Thüga AG, eines großen Players am Energiemarkt, würde den Charakter der Stadtwerke vollständig verändern und diese dem Einfluss der Stadt und seiner Bürger entziehen“, heißt es in einer Attac-Erklärung. Jegliche Privatisierungsabsichten seien abzulehnen.
Der vorstehende Beitrag zum Thema Stadtwerke Augsburg wurde bereitgestellt von:

Energie & Management

Januar 26, 2014

Timm Krägenow

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