Steag will nicht auf Rücklagen zurückgreifen

Bild: Fotolia.com, Rynio Productions

Der Essener Versorger weist Medienberichte zurück, wonach die Ausschüttung für das Jahr 2014 an die kommunalen Eigentümer aus den Gewinnrücklagen genommen werden soll. Die Essener Steag hat Medienberichte zurückgewiesen, sie werde für 2014 die Gewinnausschüttung an ihre kommunalen Eigentümer aus den Gewinnrücklagen bezahlen müssen. „Die jüngste Hochrechnung des handelsrechtlichen Ergebnisses wurde erst vor einigen Tagen erstellt und beinhaltete ausdrücklich keine Entnahme aus den Gewinnrücklagen“, teilte das Unternehmen in einer schriftlichen Stellungnahme am 5. Dezember mit: „Insofern ist die Information, dass die Steag GmbH zur Darstellung der geplanten Ergebnisabführung 2014 die Gewinnrücklagen angreifen würde, nicht zutreffend.“ Die Bemessung der Ergebnisabführung an die Kommunale Beteiligungsgesellschaft mbH (KSBG) bestimme sich nach dem handelsrechtlichen Ergebnis der Steag.

Die Tageszeitung „Rheinische Post“ berichtet in ihrer Ausgabe vom 5. Dezember unter der Überschrift „Revier-Stadtwerke plündern Steag“, in diesem Jahr drohe dem Essener Unternehmen beim Jahresabschluss ein Verlust 17 Mio. Euro. Um dennoch 90 Mio. Euro an die Eigentümer ausschütten zu können, habe die Steag verschiedene „Sondermaßnahmen“ wie den Griff in die Gewinnrücklagen diskutiert, „um aus dem Minus ein Plus von 90 Millionen zu machen“. Dies gehe aus einem internen Steag-Papier vom 1. Oktober hervor.

Die Stadtwerke aus Ruhrgebietsstädten, die die Steag in den vergangenen Jahren schrittweise übernommen haben, hätten den Kauf weitgehend durch Kredite finanziert und seien auf hohe Ausschüttung angewiesen, berichtet die Zeitung. Zu den erwogenen “Sondermaßnahmen” zählten Entnahmen aus der Gewinnrücklage, die 33 Mio. Euro bringen könnten, und (Buch-)Gewinne durch Bewertungsänderungen von 36 Mio Euro.

In ihrer Mitteilung betont die Steag, dass auch keine Bewertungsänderungen zum Zwecke der Ausschüttung an die KSBG erfolgten: „Erfolgswirksame Bewertungsänderungen − insbesondere von Rückstellungen infolge von Marktentwicklungen − sind handelsrechtlich zwingend vorzunehmen und werden selbstverständlich von Wirtschaftsprüfern im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses überprüft.“ Zu den genannten konkreten Zahlen wollte die Steag auf Anfrage von E&M Powernews nicht Stellung nehmen.

Die Anteile der Ruhrgebiets-Stadtwerke an der Kommunalen Beteiligungsgesellschaft verteilen sich wie folgt:

Unternehmen Anteil
Stadtwerke Duisburg AG 19%
Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH, DEW21 18%
Dortmunder Stadtwerke AG, DSW21 18%
Stadtwerke Bochum GmbH 18%
Stadtwerke Essen AG 15%
Energieversorgung Oberhausen AG, evo 6%
Stadtwerke Dinslaken GmbH 6%

Der vorstehende Beitrag zum Thema Steag will nicht auf Rücklagen zurückgreifen wurde bereitgestellt von:

Energie & Management

Dezember 05, 2014

Timm Krägenow

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