Trianel startet neue Vertriebsplattform

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Eine webbasierte Vertriebsplattform für Energiedienstleistungen bietet nun die Stadtwerke-Kooperation Trianel an. Mit T-PED (Trianel Plattform Energiedienstleistungen) soll der Aufwand für Stadtwerkemitarbeiter von der Kundenanfrage bis hin zur Erbringung von Dienstleistungen so gering wie möglich gehalten werden können – bei gleichzeitig hoher Service-Qualität für den Endkunden.

Das neue Vertriebssteuerungstool ermöglicht laut Unternehmensangaben eine einfache Implementierung von Trianel White-Label-Produkten auf der Website des jeweiligen Stadtwerks. In das System können derzeit die White-Label-Produkte für das Contracting von Photovoltaikanlagen (EnergieDach), Gas-Brennwertthermen (EnergieBlock) oder Ladesäulen für Elektroautos (EnergieSäule) integriert werden. Weitere Produkte sollen folgen, heißt es aus Aachen.

Die eingehenden Kundenanfragen werden über das Tool weitergeleitet und können dadurch zentral verwaltet werden. Für den Stadtwerke-Mitarbeiter ist der Bearbeitungsstatus jeder Anfrage sowie der jeweilige Projektfortschritt damit übersichtlich dargestellt. „Im sogenannten Back-end beim Stadtwerk zeigen sich die Vorteile von T-PED für die Vertriebssteuerung“, sagt Michel Nicolai, Leiter Dezentrale Erzeugung bei Trianel. Denn die Software stelle alle Funktionen bereit, um Contracting-Angebote realisieren zu können. Nicolai: „Angebote können nachkalkuliert werden und die Installation der jeweiligen Produkte direkt bei den Lieferanten für den Kunden beauftragt werden.“

Der vorstehende Beitrag zum Thema Trianel wurde bereitgestellt von:

Energie & Management

November 18, 2014

Heidi Roider

Tel: +49 8152 9311-0

Fax: +49 8152 9311-22

info[ @]emvg.de

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Trianel startet neue Vertriebsplattform

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Eine webbasierte Vertriebsplattform für Energiedienstleistungen bietet nun die Stadtwerke-Kooperation Trianel an. Mit T-PED (Trianel Plattform Energiedienstleistungen) soll der Aufwand für Stadtwerkemitarbeiter von der Kundenanfrage bis hin zur Erbringung von Dienstleistungen so gering wie möglich gehalten werden können – bei gleichzeitig hoher Service-Qualität für den Endkunden.

Das neue Vertriebssteuerungstool ermöglicht laut Unternehmensangaben eine einfache Implementierung von Trianel White-Label-Produkten auf der Website des jeweiligen Stadtwerks. In das System können derzeit die White-Label-Produkte für das Contracting von Photovoltaikanlagen (EnergieDach), Gas-Brennwertthermen (EnergieBlock) oder Ladesäulen für Elektroautos (EnergieSäule) integriert werden. Weitere Produkte sollen folgen, heißt es aus Aachen.

Die eingehenden Kundenanfragen werden über das Tool weitergeleitet und können dadurch zentral verwaltet werden. Für den Stadtwerke-Mitarbeiter ist der Bearbeitungsstatus jeder Anfrage sowie der jeweilige Projektfortschritt damit übersichtlich dargestellt. „Im sogenannten Back-end beim Stadtwerk zeigen sich die Vorteile von T-PED für die Vertriebssteuerung“, sagt Michel Nicolai, Leiter Dezentrale Erzeugung bei Trianel. Denn die Software stelle alle Funktionen bereit, um Contracting-Angebote realisieren zu können. Nicolai: „Angebote können nachkalkuliert werden und die Installation der jeweiligen Produkte direkt bei den Lieferanten für den Kunden beauftragt werden.“

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Weitere Strompreissenkungen

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Gelsenkirchen, München, Aachen: In immer mehr Städten kündigen die
Versorger für das kommende Jahr sinkende Strompreise an. Die meisten
Haushalte werden aber nur ein paar Euro sparen. Die Welle von
Strompreissenkungen für Endkunden setzt sich fort. Allerdings fallen die
Reduktionen weiterhin überschaubar aus. Die Emscher Lippe Energie
(ELE), die Gelsenkirchen, Bottrop und Gladbeck mit Strom versorgt, senkt
zum Jahresbeginn die Strompreise für Kunden mit Nachtspeicherheizungen
um 1,04 Cent netto bzw. 1,24 Cent brutto je Kilowattstunde (kWh). Das
Unternehmen teilte am 11. November mit, das entspreche einer Reduktion
um rund sechs Prozent und bedeutet für Kunden mit durchschnittlichem
Heizstromverbrauch eine Einsparung von mehr als 85 Euro im Jahr.
Betreiber von Elektrowärmepumpen werden bei durchschnittlichem Verbrauch
etwa 95 Euro im Jahr einsparen. Der Preis sinkt hier um 0,98 Cent bzw.
1,17Cent brutto je kWh. Auch für alle anderen Stromkunden der ELE, die
entweder in der Grundversorgung sind oder Sonderverträge haben, nannte
das Unternehmen Preissenkungen „relativ sicher“, das Unternehmen will
aber zunächst die Entwicklung aller Kostenfaktoren abwarten.

In
dieser Woche hatten bereits unter anderem die die Stadtwerke Aachen und
München fallende Strompreise angekündigt. „Aufgrund gesunkener
Beschaffungskosten und veränderter Umlagen“ kündigten die Stadtwerke
München niedrigere Tarife an. Für den Münchner Durchschnittshaushalt mit
einem Verbrauch von 2 500 kWh pro Jahr bedeute dies eine Senkung um 2,5
Prozent und eine Einsparung von 18,20 Euro pro Jahr.
„Mit der
Arbeitspreissenkung gehen die Stadtwerke München über die zurückgehenden
Umlagen und Abgaben hinaus. Wir konnten Prozesse optimieren, interne
Kosten senken und für das kommende Jahr unsere Energiebeschaffung noch
weiter verbessern. Davon profitieren jetzt unsere Kunden“, sagte
Vertriebs-Geschäftsführerin Erna-Maria Trixl.

Die Stadtwerke
Aachen (STAWAG) hatten am 10. November angekündigt, die gesunkene
EEG-Umlage an ihre Haushaltsstromkunden weiterzugeben. Die Umlage sinkt
zum Jahresbeginn von 6,24 Cent auf 6,17 Cent je kWh. Ein vierköpfiger
Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3 500
Kilowattstunden wird so rund sechs Euro im Jahr sparen können. „Wir
hatten sogar gehofft, dass wir die Preise noch stärker senken können.
Leider fällt die Senkung der EEG-Umlage jedoch deutlich geringer als
erwartet aus, andere Umlagen steigen sogar. Unterm Strich sinken die
Umlagen um 0,18 Cent je Kilowattstunde (brutto)“, sagte der
Vertriebsleiter der STAWAG, Andreas Maul. „Zudem steigen auch noch die
Entgelte der vorgelagerten Netze. Diese Preissteigerung können wir sogar
kompensieren und werden sie nicht an unsere Kunden weitergeben.“

Der
Schweriner Versorger Wemag kündigte an, dass die Strompreise für
Haushaltskunden im kommenden Jahr stabil bleiben. Wegen eines geänderten
Berechnungsverfahrens für die Netzentgelte für Nachtspeicherheizungen
und Wärmepumpen steigen für diese Kunden Netzentgelte nicht: „Diesen
positiven Effekt wollen wir weitergeben. Zum 1. Januar 2015 können wir
für diesen Kundenkreis den Strompreis um rund drei Prozent senken.
Dadurch spart ein Kunde, je nach Verbrauch, etwa zwischen 40 bis 80 Euro
im Jahr“, sagte Michael Hillmann, Vertriebsleiter der Wemag.

Das
Vergleichsportal Check24 schätzt nach einer Umfrage, dass zum
Jahreswechsel rund acht Millionen deutsche Haushalte sich über
niedrigere Strompreise werden freuen können. Danach werden insgesamt
rund 30 Stromversorger ihre Haushaltsstrompreise senken, teilte der
Internetdienst am 11. November mit.

Auch einige
Gas-Grundversorger entlasteten ihre Kunden ab dem neuen Jahr, teilte das
Vergleichsportal mit. Bei den Unternehmen, die ihre Preise senken,
betrage die durchschnittliche Preisreduktion 5,4 Prozent. Eine
vierköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 20 000 kWh spart
dadurch etwa 85 Euro im Jahr. Das höchste Sparpotenzial liegt hier bei
8,8 Prozent (174 Euro) für den Jahresverbrauch eines
Vier-Personen-Haushalts.

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November 12, 2014

Timm Krägenow

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VKU-Bayern wählt neuen Vorsitzenden

Bild: Fotolia.com, Gina Sanders

Die VKU-Landesgruppe in Bayern hat einen neuen Vorsitzenden und
diskutiert in Würzburg über ein IT-Sicherheitsgesetz und
Speicheroptionen. Josef Hasler, Vorstandschef der N-Ergie AG in
Nürnberg, wurde von der bayerischen VKU-Landesgruppe auf deren
Versammlung in Würzburg zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Der 50-Jährige
rückt vom Stellvertreterposten in den Vorsitz, den er von Götz-Ulrich
Luttenberger, dem Geschäftsführer der SÜC GmbH in Coburg, übernimmt.
Vor dem Hintergrund der energiepolitischen Debatte in Bayern sei es ihm ein
wichtiges Anliegen zu verdeutlichen, dass die gut funktionierende
Infrastruktur im Freistaat vor allem auf solider Arbeit der
verantwortlichen Systembetreiber beruhe, betonte Hasler im Rahmen der
zweitägigen Tagung. In dem von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner
begonnenen Energiedialog ist die VKU-Landesgruppe eingebunden.

Zur Diskussion steht in Würzburg unter anderem der Referentenentwurf zum
IT-Sicherheitsgesetz. In diesem Zusammenhang erklärte der Verband, er
begrüße den Ansatz des Bundesinnenministeriums auf Vorschlag der
betroffenen Unternehmen und ihrer Verbände
IT-Mindestsicherheitsstandards zu entwickeln. Er gab allerdings zu
bedenken, Veröffentlichungspflichten, wie sein beispielsweise in der
EU-Kostensenkungsrichtlinie für den Breitbandausbau gefordert werden,
könnten im Widerspruch zum Schutzgedanken des geplanten
IT-Sicherheitsgesetzes stehen.

Als vordringlich sieht der Verband allerdings den Erhalt und Umbau der Versorgungsinfrastruktur, wobei die Wärmenetze eine dringend benötigte Speicheroption seien. „Wir können aus unseren Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) bei hohem Strombedarf Wärme speichern für behagliche Temperaturen in den Wohnungen unserer Kunden, wenn zu anderen Zeiten Wind und Sonne die Stromversorgung weitgehend abdecken“, so Hasler. „Damit ist die KWK eine bedeutendeFlexibilitätsoption im sich verändernden Energiesystem. Klar müssen wir uns aber auch sein, dass gesicherte Leistung darüber hinaus einen eigenen Wert hat, der finanziell vergütet werden muss.“ Der VKU befürworte daher einen dezentralen Leistungsmarkt, der zum einen
Versorgungssicherheit biete und zum anderen mittelfristig auch günstiger
sei, als das derzeitige System fortzuführen.

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November 18, 2014

Fritz Wilhelm

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Lernende Energieeffizienz-Netzwerke auf dem Balkan

Aus den Presseabteilungen der Energiewirtschaft:

Kooperationsvereinbarung mit Teslianum unterzeichnet Das internationale Interesse an lernenden Energieeffizienz-Netzwerken nach dem LEEN-Standard hält weiter an. Um das Konzept auch in Südost-Europa zu etablieren, hat die LEEN GmbH, die das LEEN-Managementsystem weiterentwickelt und vertreibt, jetzt eine strategische Kooperationsvereinbarung mit dem Energy Innovat…Lernende Energieeffizienz-Netzwerke auf dem Balkan

Kassel setzt auf Personal-Kontinuität

Bild: Fotolia.com, Gina Sanders

Die Aufsichtsräte der Unternehmen der kommunalen Konzernholding Kasseler
Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV) haben einen Großteil der Vorstände
und Geschäftsführer in ihren Ämtern bestätigt. Andreas Helbig bleibt
bis Ende 2015 Vorstandsvorsitzender der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft
AG (KVG) und der Städtischen Werke AG. Er ist zugleich auch Vorsitzender
der Geschäftsführung der Städtischen Werke Energie + Wärme GmbH (EWS)
der KVV. Ein Personalauswahlverfahren ist nach Angaben der Holding
gerade gestartet worden, so dass bis zu seinem Ruhestand Ende 2015 ein
Nachfolger bereitstehe.

Der Vertrag mit Norbert Witte, Vorstand der KVG, wurde um eineinhalb Jahre verlängert. Sein Vertrag läuft nun bis Ende 2016.

Bestätigt
als Vorstand Markt der Städtischen Werke AG wurde Stefan Welsch, dessen
Vertrag um weitere fünf Jahre bis Ende 2020 verlängert wurde. Andreas
Kreher und Eike Weldner bleiben ebenfalls für fünf Jahre Geschäftsführer
der Städtischen Werke Netz + Service GmbH.

Neue
Geschäftsführerin der EWS wird Dr. Gudrun Stieglitz. Sie löst in dieser
Funktion Karl-Heinz Schreyer ab, der zum Jahresende aus dem Unternehmen
ausscheiden wird.

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November 14, 2014

Kai Eckert

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Oberbayerisches Risikomanagement in Oslo

Bild: Fotolia.com, WoGi

1,5 Mrd. Euro haben die Stadtwerke München und ihre Partner in die Suche und Förderung von Gas und Öl investiert. SWM-Chef Florian Bieberbach sieht darin ein profitables und von den Schwankungen der deutschen Strommärkte unabhängiges Geschäftsfeld. „Die Oberbayern und die Norweger sind sich ähnlicher als man vielleicht denkt. Ansonsten kommt es auf das richtige Risikomanagement an“, sagt Florian Bieberbach, Sprecher der Geschäftsführung, über das Engagement seines Unternehmens in der Gas- und Ölförderung auf der hohen See vor Norwegen. Im Jahr 2006 haben die Stadtwerke München entschieden, in den Meeren zwischen Norwegen und Großbritannien in das Upstream-Geschäft einzusteigen. Rund 1,5 Mrd. Euro hat das Unternehmen, deren Tochter Bayerngas und zwei kleine Minderheitseigentümer aus der Schweiz und Österreich bislang in die Bayerngas Norge mit Firmensitz in Oslo investiert. Für ein kommunales Unternehmen, das sonst U-Bahnen, Stromnetze und Fernwärme im eigenen Stadtgebiet betreibt, ist das ein sehr ungewöhnlicher Schritt.
Und doch eine völlig richtige Entscheidung, ist sich Bieberbach sicher: „Im wesentlichen gibt es zwei Gründe: Wir sichern damit München gegen politische Risiken der Erdgasversorgung ab. Und für die Stadtwerke München reduzieren wir das Risiko durch den Aufbau eines profitablen und von den Schwankungen der deutschen Strommärkte relativ unabhängigen Geschäftsfelds.“ Durch die eigene Erdgasförderung seien die Münchner Erdgaskunden und die Stadtwerke München sehr gut abgesichert, wenn die Gaspreise plötzlich stark ansteigen sollten. Angesichts der Unsicherheiten durch die Ukraine-Krise und durch den offenkundigen Einsatz von Gaspreisen als politisches Mittel sieht Bieberbach diese Strategie bestätigt. Zwar würde bei einem völligen Ausfall der Gaslieferungen durch die Ukraine die Versorgungssicherheit in Deutschland wohl nicht gravierend gefährdet, aber: „Wir müssten mit deutlich höheren Gaspreisen rechnen.“

Finanzielles Engagement und Haftung werden strikt begrenzt

Ist das Engagement im Gas- und Ölgeschäft ein unberechenbares Abenteuer? Die SWM und ihr Chef Bieberbach haben strikte Kriterien für ein klares Risikomanagement gesetzt. „Financial Exposure (das finanzielle Engangement; d. Red) und Haftung werden strikt begrenzt. Wir legen viel Wert auf die Gewinnung von erfahrenem und umsichtigem Personal vor Ort“, sagt Bieberbach. Außerdem sei eine konservative Unternehmensstrategie festgelegt worden. „Wir lassen von Zeit zu Zeit externe Experten auf das Unternehmen blicken und bleiben von München aus in ständigem Dialog mit dem Management vor Ort.“

Die Plattform “Maersk Inspirer” beutet ein Gasvorkommen 200 Kilometer westlich von Stavanger aus. Bayerngas Norge ist mit zehn Prozent beteiligt, die Betriebsführung liegt bei Statoil

Bild: Maersk/Statoil

In den ersten Jahren hat sich Bayerngas Norge in produzierende Gasfelder eingekauft, um schnell einen eigenen Cashflow zu erreichen. Jetzt soll das Unternehmen aus sich selbst heraus wachsen. „Wir wollen mit der Bayerngas Norge keine größeren Firmenzukäufe mehr tätigen. Wir setzen jetzt auf organisches Wachstum durch die Exploration und die Entwicklung eigener Felder“, sagt Bieberbach.

Der gelernte Informatiker und Wirtschaftswissenschaftler gibt gerne zu, dass der norwegische Staat den Einstieg in die Exploration leicht macht. Er erstattet 78 % der Explorationskosten unabhängig davon, ob eine Bohrung erfolgreich war oder nicht. „Der Fiskus schlägt erst zu, wenn eine Quelle Gas oder Öl produziert. Die Steuern auf Gewinne aus dem Öl- und Gasgeschäft sind mit ebenfalls 78 Prozent extrem hoch.“

Die Regierung in Oslo steuere sehr genau die Exploration und den Abbau der Öl- und Gasvorkommen, sagt der Stadtwerke-Chef: „Das ist vielleicht eine Folge des sozialdemokratischen Gedankens, der hier bis vor kurzem noch sehr stark war. Die Regierung setzt auf einen Wettbewerb zwischen großen und kleinen Unternehmen um die beste Qualität. Die Lizenzen werden kostenlos vergeben. Es entscheidet nur die fachliche Qualität der Anträge.“ 2014 hat Bayerngas Norge alle Lizenzen erhalten, um die sie sich beworben hat: „Wir sind sehr zufrieden, und sehen dies als Auszeichnung für die Arbeit der Kollegen in Oslo.“

Florian Bieberbach überwacht von München aus die Suche nach Gas und Öl durch das Tochterunternehmen Bayerngas Norge: “Die Oberbayern und die Norweger sind sich ähnlicher als man vielleicht denkt.”
Bild: E&M

Eine direkte Belieferung der Kunden in München aus der eigenen Gasförderung in Norwegen ist aufgrund der Gegebenheiten des europäischen Pipelinesystems nicht möglich. Aber das Ziel, so viel Erdgas zu fördern, dass damit rechnerisch die Münchner Heizgaskunden versorgt werden können, ist erreicht. Die Bayerngas Norge wird in diesem Jahr voraussichtlich rund 6 TWh Erdgas fördern, der Verbrauch der Münchner Heizgaskunden dürfte 2014 deutlich unter diesem Wert liegen. „Wir wollen ab 2020 das erste deutsche Versorgungsunternehmen sein, das so viel Erdgas aus eigenen Quellen gewinnt, wie seine Privat- und Geschäftskunden verbrauchen“, setzt Bieberbach das nächste Ziel.

Mittlerweile ist das Unternehmen an vier produzierenden Feldern in Norwegen und an zwei in Großbritannien beteiligt. 2016/2017 werden drei weitere große Felder in die Produktion gehen. Das Feld Cygnus in Großbritannien, an dem Bayerngas Norge beteiligt ist, ist die größte Gasentwicklung im britischen Nordsee-Sektor in den vergangenen 25 Jahren. Es wird Gesamtinvestitionen von mehr als 2 Mrd. Euro erfordern und der zweitgrößte Lieferant im britischen Markt werden. Das Feld Hejre ist das größte neue Feld in Dänemark in den vergangenen 20 Jahren; es wird insgesamt mehr als 1,5 Mrd. Euro an Investitionen benötigen. Das norwegische Feld Ivar Aasen wird insgesamt mehr als 3 Mrd. Euro brauchen.

„Auch wenn wir in allen Feldern nur kleiner Partner sind: Unser Cashflow reicht zurzeit noch nicht aus, alle Investitionen aus eigenen Mitteln zu finanzieren“, sagt Arne Westeng, Vorstandsvorsitzender von Bayerngas Norge: „Im Moment sind wir noch auf Kapital und Kredite der Anteilseigner angewiesen. Unser Ziel ist, dass sich die Firma so schnell wie möglich selbst finanzieren kann. Wir werden bald zehn produzierende Felder haben und sind somit auf einem guten Weg.“ Dass sich das Unternehmen Öl fördert, gehört ebenfalls zur Begrenzung der Risiken: „Es ist auch ein Teil des Risikomanagements, nicht nur auf Gas zu setzen. Die Ölpreise sind im Moment sehr niedrig, der Gaspreis ist okay. Vor wenigen Wochen war es noch andersherum“, sagt Westeng.

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November 05, 2014

Timm Krägenow

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Van Bergen kündigt Rückzug an

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Johannes van Bergen (64), Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Schwäbisch Hall, wird nach 24 Jahren an der Unternehmensspitze am 31. Januar 2015 aus dem Amt scheiden. Seine Nachfolger werden als gemeinschaftlich vertretungsberechtige Geschäftsführer Gebhard Gentner und Ronald Pfitzer, beide seit Mai 2012 Mitglieder der Geschäftsführung. Sie übernehmen van Bergens Geschäftsbereiche Finanzen, Beteiligungen, Personal, Einkauf, Marketing & Kommunikation. Van Bergen bleibt weiterhin Geschäftsführer der städtischen Holding Schwäbisch Haller Beteiligungsgesellschaft mbH, der Energie-Rhein-Sieg GmbH, der Ahrtal-Werke GmbH sowie Vorstand der Solar Invest AG.

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Oktober 30, 2014

Helmut Sendner

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Hinkley Point in der Kritik

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall erwägen Klage vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die für das geplante britische Kernkraftwerk vorgesehenen Strompreisgarantien.
Am 15. Oktober versandten Hermann-Josef Pelgrim und Johannes van Bergen, der erstere Oberbürgermeister von Schwäbisch Hall und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Schwäbisch Hall, der andere Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke, einen Brief an ihren Genossen Sigmar Gabriel, dem Bundesminister für Wirtschaft und Energie.„Trotz einer Fülle von Regulierungen in der deutschen Energiewirtschaft, wie zum Beispiel in den Netzbereichen als auch bei den erneuerbaren Energien sowie im Bereich der Erzeugung, sind das Bundeskartellamt und auch die Bundesregierung bemüht, ein Mindestmaß an Wettbewerbsspielraum für die Energieversorgungsunternehmen in Deutschland zu erhalten“, heißt es in dem Schreiben, das der Redaktion vorliegt. Dann wird der Ton schärfer: „Umso mehr hat uns erschüttert, dass offensichtlich das EU-Mitglied Großbritannien neue Kernkraftwerke errichten will und für die Investoren …. eine Preisgarantie von 92,50 Pfund (109,23 Euro) je MWh für die Dauer von 35 Jahren erhalten sollen, und zwar zuzüglich des Inflationsausgleiches.“

 

Der Erzeugermarkt würde durch den hoch subventionierten Atomstrom geschädigt

Die Briefschreiber bemängeln, dass das Vorhaben in Brüssel quasi durchgewunken wurde, und wundern sich: „Erstaunlicherweise haben wir von der Bundesregierung in Sachen Hinkley Point kaum öffentliche Äußerungen gehört, die dieses Vorhaben aufs strengste zurückweisen würden.“

Pelgrim und van Bergen schreiben: „Diese Entscheidung fördert nicht nur einen gravierenden Kartellverstoß, sondern verzerrt den Wettbewerb in Mitteleuropa ganz gravierend, weil dieses Erzeugerkonsortium in Großbritannien in der Lage wäre, grundsätzlich alle Strompreise, die sich an den Börsen bilden, aufgrund der Garantievergütung durch den britischen Staat zu unterbieten.“

Der Erzeugermarkt würde durch den hoch subventionierten Atomstrom geschädigt, schreiben die Schwäbisch Haller, und sie „erwägen eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof, falls die Bundesrepublik Deutschland nicht in der Lage ist, diesen Kartellverstoß abzuwenden“.

Man könne doch nicht auf der einen Seite die Stadtwerke animieren, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zu bauen, dann die entsprechenden Kapazitätsmärkte für sie verweigern und damit die gewünschten Investitionen zu entwerten, und dann noch „derartig ungeheuerliche Subventionen stillschweigend hinnehmen“.

In dem Schreiben an Gabriel heißt es: „Wir fordern sie nachdrücklich auf, zu dieser Sache öffentlich und höchst kritisch Stellung zu nehmen und bitten eindringlich, sich der Republik Österreich anzuschließen, die eine Nichtigkeitsklage gegen die noch zu veröffentlichende endgültige Beihilfeentscheidung der Kommission beim Europäischen Gericht einreichen wird.“

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Energie & Management

Oktober 27, 2014

Helmut Sendner

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