Berliner Stadtwerk ohne Endkunden

 
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Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung hat darauf hingewiesen, dass das Berliner Stadtwerk wirtschaftliche Chancen verspielt, wenn es auf den Vertrieb von Ökostrom und Biogas verzichtet. Doch Beobachter halten es für unwahrscheinlich, dass es in absehbarer Zeit Kunden beliefern wird.Das Berliner Stadtwerkegesetz verwehrt dem örtlichen Versorger den Stromhandel und beschränkt ihn auf den Vertrieb von regenerativ erzeugtem Strom. Vor diesem Hintergrund hat es der Vorstandsvorsitzende der Berliner Wasserbetriebe (BWB), an die das Stadtwerk angegliedert wurde, zunächst jedoch abgelehnt, einen Vertrieb aufzubauen. BWB-Chef Jörg Simon ist überzeugt, dass die Eigenerzeugung nicht ausreicht, um eine wirtschaftlich notwendige Basis von 50 000 bis 80 000 Endverbraucher zu versorgen.

Nun hat Wirtschaftsstaatssekretär Henner Bunde den Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses noch einmal darauf aufmerksam gemacht, dass sich das Stadtwerk, dessen Gründung von der Berliner Regierungskoalition im Oktober 2013 beschlossen wurde, positiv entwickeln könnte. „Wirtschaftliche Chancen liegen in einer Erweiterung des Geschäftsmodell“, heißt es in seinem Abschlussbericht zum neuen kommunalen Unternehmen.

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Stadtwerke Walldorf bauen Glasfasernetz aus

 

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Die Stadtwerke Walldorf GmbH & Co. KG investieren in ein flächendeckendes Glasfasernetz im Industriegebiet Walldorf. Die Leitungen werden rund 1,5 Mio. Euro kosten. Ausgerechnet das Industriegebiet war in Walldorf in Sachen schnelles Internet bisher noch nicht überall gut versorgt. Große Unternehmen wie die SAP SE, die Heidelberger Druckmaschinen AG und die Realtech AG haben zwar schon heute Glasfaseranschlüsse. Jedoch handelt es sich dabei um einzelne Anbindungen. Da aber auch Kleinbetriebe und der Mittelstand auf schnelles Internet angewiesen sind, wollen die Stadtwerke Walldorf bis Ende 2014 ein flächendeckenden Glasfasernetz im Industriegebiet aufbauen und damit die Lücke rasch schließen, teilten die Stadtwerke am 21. August mit.

Zum vollständigen Artikel “Stadtwerke Walldorf bauen Glasfasernetz aus” von Heidi Roider

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Wanzleben mit stabilem Geschäftsbetrieb

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Knapp drei Wochen nach der Insolvenzanmeldung läuft der Geschäftsbetrieb der Stadtwerke Wanzleben GmbH wieder stabil. Derzeit führt der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas F. Flöther, Partner der Kanzlei Flöther & Wissing, nach seinen Aussagen das Unternehmen ohne Einschränkungen fort und prüft Sanierungsoptionen, um den Geschäftsbetrieb langfristig zu sichern.

Mitarbeiter, Gläubiger, Geschäftsführung und die Stadt Wanzleben verhielten sich konstruktiv und unterstützen den Sanierungskurs. Die Stadtwerke seien voll funktionsfähig, die Versorgung der Bevölkerung bis auf weiteres gesichert. Für die 18 Mitarbeiter konnten dank einer Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes Löhne und Gehälter pünktlich ausgezahlt werden.

Die Stadtwerke sind eine hundertprozentige Tochter der Stadt Wanzleben bei Magdeburg. Wie sie langfristig wirtschaftlich überleben können, soll jetzt detailliert geprüft werden. Zur Diskussion stehen weiter ein Insolvenzplan, eine Art Vergleich mit den Gläubigern, oder eine Investorenlösung. Laut Flöther favorisiert die Kommune einen Insolvenzplan, zugleich hätten sich eine Reihe von branchennahen Investoren für die Übernahme der Stadtwerke interessiert.

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August 19, 2014

Armin Müller

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Regionale Wertschöpfung entsteht nur durch die dezentrale Energiewende

Pressemitteilungen zum Thema Energiepolitik:

(Mynewsdesk) Die Übertragungsnetzbetreiber Tennet und Transnet BW haben am gestrigen Dienstag ihren Plan für den Bau einer Hochspannungsleitung von der Küste bis nach Bayern vorgestellt. Die Südlink genannte Trasse soll rund 800 Kilometer lang werden und auch durch Wolfhager Gebiet führen. Die Stadtwerke Wolfhagen und die Stadtwerke Union Nordhessen (SUN) sehen das Vorhaben kritisch. Ebenso der Wolfhager Bürgermeister Reinhard Schaake: Indem wir die lokale Energiewende vorangetrieben haben, haben wir alles dafür getan, solche Leitungen überflüssig zu machen. Leicht sei der Prozess in seiner Stadt nicht gewesen, es hab…Regionale Wertschöpfung entsteht nur durch die dezentrale Energiewende

Tagebau-Ausweitung Nochten II soll vor Gericht

 

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Tagebau-Ausweitung Nochten II soll vor Gericht

 

Ein von den Erweiterungsplänen für den Braunkohle-Tagebau Nochten II betroffener Anwohner will die Zulässigkeit der Zustimmung des regionalen Planungsverbandes Oberlausitz-Niederschlesien juristisch überprüfen lassen.

 

Gegen den Ausbau des Braunkohle-Tagebaus Nochten II im ostsächsischen Landkreis Görlitz formiert sich Widerstand. Die erste Klage eines Anwohners werde nun eingereicht, erklärte Sachsens BUND-Geschäftsführer David Greve gegenüber der Presse. Die Umweltorganisation unterstütze diesen Schritt und erwägt gemeinsam mit Greenpeace ebenfalls Klage gegen die Erweiterungspläne zu erheben. Konkrete Pläne dazu sollen in Kürze in Dresden vorgestellt werden.In Nochten möchte der schwedische Energiekonzern Vattenfall das Abbaugebiet 2 erschließen und dort ab 2025 etwa 300 Mio. t Braunkohle fördern. Von der Ausweitung des Braunkohle-Tagebaus würden Lebensräume von Menschen, Tieren und Pflanzen zerstört. Im Zuge der Erweiterung müssten die sorbischen Dorfgemeinschaften Slěpo (Schleife), Trjebin (Trebendorf) und Mułkecy (Mulkwitz) umgesiedelt werden. Insgesamt sind damit nach Darstellung von Umweltschützern 1 600 Menschen direkt von der Umsiedlung bedroht. Der Braunkohle-Tagebau Nochten liefert seinen Energieträger vor allem an das Braunkohlekraftwerk Boxberg. In einem Gutachten hatte Christian von Hirschhausen, Forschungsdirektor des Berliner DIW, die Erweiterungspläne bereits Ende 2012 als nicht erforderlich bezeichnet.

 

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Kai Eckert

August13, 2014
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Vattenfall und SWM planen weiteren Offshore-Park

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Nachdem mit der Anfang August in Kraft getretenen EEG-Novelle ein sicherer Rahmen vorhanden ist, haben sich der schwedische Vattenfall-Konzern und die Stadtwerke München (SWM) auf ein weiteres Offshore-Windkraftprojekt geeinigt. Die zuständigen Gremien von Vattenfall und SWM haben die Investitionsentscheidung für den Bau des Offshore-Windparks “Sandbank” in der deutschen Nordsee getroffen. Wie die Unternehmen am 11. August mitteilten, beläuft sich das Investitionsvolumen für das Vorhaben auf rund 1,2 Mrd. Euro. Geplant ist dabei die Errichtung von 72 Siemens-Windenergieanlagen der 4-MW-Klassse, so dass der Offshore-Windpark über eine gesamte Leistung von 288 MW verfügen wird. Der Baubeginn ist für 2015 vorgesehen. An der für die Umsetzung des Projekts gegründeten Sandbank Offshore GmbH hält Vattenfall 51 %, die SWM halten 49 % der Anteile.

Das Projekt “Sandbank” ist nach dem Offshore-Windpark DanTysk bereits das zweite große Infrastrukturprojekt, das Vattenfall und die SWM im Rahmen der Energiewende gemeinsam umsetzen. DanTysk befindet sich derzeit in der finalen Bauphase und wird 2015 in Betrieb gehen. “Mit dem neuen EEG gibt es in Deutschland wieder verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen in erneuerbare Energien. Dies greifen wir sehr gerne und sofort auf”, kommentierte SWM-Geschäftsführer Florian Bieberbach das Vorhaben. Mit der Beteiligung an dem neuen Offshore-Windpark werden die Münchner ihre Ökostromproduktion nach eigenen Angaben auf über 3,5 Mrd. kWh erhöhen. Dies entspreche rund 47 % des Münchner Stromverbrauchs (7,5 Mrd. kWh pro Jahr). Die SWM wollen bis 2025 den gesamten Stromverbrauch der bayerischen Landeshauptstadt mit Ökostrom decken.

“Das Projekt Sandbank ist ein weiterer Beleg für Vattenfalls Strategie, unser Wachstum konsequent auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu fokussieren”, erklärte Gunnar Groebler, Chef der Business Unit Renewables in der Regionaleinheit Continental / UK bei Vattenfall. “Wir können Offshore und sehen darin einen wesentlichen Baustein für das Gelingen der Energiewende in Deutschland.”

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August 11, 2014

Andreas Kögler

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Die Stadtwerke Leipzig versuchen, mit einem Wärmespeicher mehr Flexibilität für die Stromerzeugung aus dem Betrieb ihres durch niedrige Strompreise unter Druck geratenen GuD-Heizkraftwerks zu kitzeln.

Auch dem kommunalen Versorger in Leipzig zerschießen niedrige Börsenstrompreise und wachsende Einspeisemengen von regenerativem Strom mehr und mehr die hocheffiziente, gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme. „Auch wir leben nicht auf einer Insel der Glückseligen“, sagt Peter Lintzel. „Wir haben dieselben Probleme wie so ziemlich alle GuD-Anlagen in Deutschland, so der Prokurist der Stadtwerke Leipzig GmbH. „Bei einem Stromgroßhandelspreis von 60 Euro pro Megawattstunde wären wir glücklich, derzeit liegt der Preis aber nur bei 35 Euro.“

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Trianel baut Direktvermarktung aus

Das Stadtwerke-Netzwerk Trianel verstärkt seine Ökostrom-Vermarktung aus EEG-Anlagen und richtet dazu auch seine Zusammenarbeit mit der GESY Green Energy Systems GmbH neu aus.
Trianel hatte bereits in den vergangenen Monaten seine Handelsstrategie auf die zunehmende Bedeutung der erneuerbaren Energien an den Strommärkten angepasst. Dazu wurde unter anderem der 24/7-Handel weiter ausgebaut und der Intraday-Handel personell verstärkt. Im Fokus der Aktivitäten lagen bei Trianel aber auch verbesserte Wetterprognosen, um die Marktintegration erneuerbarer Energien zu optimieren. Inzwischen sind Meteorologen ebenso Teil des Handelsteams wie Analysten und Trader.
Zum kompletten Artikel von Kai Eckert auf E&M

Stadtwerke Stuttgart bieten Pachtmodell an

Die Photovoltaik soll einen neuen Schub erhalten. Aus diesem Grund bieten die Stadtwerke Stuttgart GmbH in Kooperation mit der Baywa r.e. renewable energy GmbH ein Pachtmodell für PV-Anlagen an.

Das neue Pachtmodell mit dem Namen „Mein Dach. Mein Strom.“ wurde am 1. August von Michael Maxelon und Martin Rau, die Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart, gemeinsam mit Roland Schuler, Mitglied des Vorstands der BayWa AG, und Günter Haug, Geschäftsführer von Baywa r.e., in Stuttgart vorgestellt. Das Modell soll Bürger ansprechen, die sich eine PV-Anlage auf ihr Ein- oder Zweifamilienhaus installieren lassen wollen. Bei diesem Pachtmodell werden nur Anlagen bis maximal 10 kW Spitzenleistung montiert, bei denen der Eigenstromverbrauch von der EEG-Umlage befreit ist.

Den ganzen Artikel von Heidi Roider finden Sie hier.

Weitere Stadtwerke-Pleite

Nun hat es nach Gera ein zweites deutsches Stadtwerk getroffen: Die Stadtwerke Wanzleben GmbH in Sachsen-Anhalt musste Insolvenz anmelden.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das zuständige Amtsgericht Magdeburg am 31. Juli Lucas F. Flöther, Partner der bundesweit tätigen Kanzlei Flöther & Wissing aus Halle (Saale), bestellt. Rechtsanwalt Flöther will nach eigenen Angaben den Energieversorger sanieren und prüft derzeit die Fortführungsmöglichkeiten.

 

Die Stadtwerke Wanzleben sind eine hundertprozentige Tochter der Stadt Wanzleben. Das Unternehmen wurde 1991 als Wanzlebener Wärmeversorgungsgesellschaft als reiner Wärmelieferer im Bereich der Fern- und Nahwärme für die Stadt Wanzleben und die Region gegründet. 1996 erfolgte die Umwandlung in Stadtwerke Wanzleben GmbH. Der kommunale Versorger verfügt seit 1997 zudem über eine eigene Biogas- und eine Solaranlage.

Auslöser der Zahlungsunfähigkeit war nach Darstellung des Insolvenzverwalters der Ausfall eines Blockheizkraftwerkes und dessen Reparatur mit Kosten im sechsstelligen Bereich. Die Insolvenzanmeldung habe aber keine Auswirkungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb, betonte Flöther. „Die Versorgung der Bevölkerung ist gesichert und wird weiterhin in gewohnter Weise durchgeführt.”

Zum vollständigen Artikel auf E&M…

 

Städtische Werke steigert Umsatz und Gewinn

 

 

 

Die Städtische Werke AG aus Kassel hat zusammen mit ihren Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2013 ein Ergebnis von 18,5 Mio. Euro erzielt. Im Vorjahr waren es 17,6 Mio. Euro.

 

Auf die Städtische Werke entfallen davon 6,4 Mio. Euro Gewinn, die Städtische Werke Netz + Service GmbH (NSG) hat wie im Vorjahr etwa 10,3 Mio. Euro erwirtschaftet, die Kraftwerkstochter Städtische Werke Energie + Wärme GmbH (EWG) 1,8 Mio. Euro. Das teilte die Unternehmensgruppe am 31. Juli mit.

Der Umsatz des Versorgers ist im Vergleich zum Vorjahr um 39,7 Mio. Euro auf 446,4 Mio. Euro gestiegen. Hauptursache waren laut dem Unternehmen gestiegene Erlöse in der Stromsparte mit 201,4 Mio. Euro, ausgelöst durch eine erneut gestiegene EEG-Umlage. In der Gassparte sank der Erlös hingegen auf 164,8 Mio. Euro. Im Vorjahr betrug dieser 178,7 Mio. Euro. Als Gründe nannte das Unternehmen leichte Verluste bei Standardlastprofilkunden, Mengenverluste im Kasseler Netzgebiet und der anhaltende Margendruck bei Sondervertragskunden.

 
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Stadtwerke Wanzleben leiten Insolvenzverfahren ein

Wie derneuekaemmerer.de mitteilt, haben nach dem aktuellen Fall in Gera nun die Stadtwerke Wanzleben GmbH   ein vorläufiges Insolvenzverfahren einleiten lassen

“Im Unterschied zu dem Fall in Gera, wo eine Holding und ein Verkehrsbetrieb vorläufige Insolvenz angemeldet haben, geht es in Wanzleben um ein Unternehmen im Bereich der Energieproduktion. Ursache für die derzeitige Zahlungsunfähigkeit der Stadtwerke sei unter anderem, dass ein Blockheizkraftwerk ausgefallen sei und die Reparaturkosten im sechsstelligen Bereich lägen, so die Kanzlei Flöther & Wissing.

 

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Hall übernimmt neues Ressort bei den Wiener Stadtwerken

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Marc Hall ist im Vorstand der Wiener Stadtwerke künftig für das neu
geschaffene Ressort Europäische Energiepolitik, IT-Strategie
und -Security zuständig.

Im Zuge der neuen Aufteilung der Zuständigkeiten im Vorstand der Wiener Stadtwerke will das Unternehmen das bisherige Ressort
von Hall, Energie und Netze, neu ausschreiben. Generaldirektor Dr.
Martin Krajcsir und Vorstandsdirektorin Dr. Gabriele Domschitz
behalten ihre bisherigen Zuständigkeiten.

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Vom Kopf auf die Füße gestellt

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Vom Kopf auf die Füße gestellt

 

Die Stadtwerke Rosenheim vermarkten künftig Hackschnitzelvergasungsanlagen mit 50 und 200 kW elektrischer Leistung.

 

„Unsere Holzvergaser sind voll praxistauglich“, unterstreicht Götz Brühl. „Wir betreiben Holzvergaser seit Jahren und haben die Anlagen im Einsatz laufend technisch weiterentwickelt und optimieren sie im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit, Wirkungsgrad, Haltbarkeit und Produktionsaufwand“, so der Geschäftsführer der Stadtwerke Rosenheim. Er ist davon überzeugt, dass das Verschwelen von Holz der Verbrennung ökologisch wie ökonomisch überlegen ist. Denn der Energiegehalt von Biomasse lasse sich durch die Produktion von Holzgas, das zur Wärme- und Stromerzeugung genutzt werden kann, deutlich besser ausschöpfen.Seit nunmehr sieben Jahren wird in Rosenheim an der Holzvergasungstechnik getüftelt. Die Entwicklungsarbeiten konzentrierten sich zuerst auf die Gleichstrom-Festbettvergasung, die in den 1930er und 1940er Jahren tausendfach eingesetzt wurde. Nach einigen Monaten reifte allerdings die Einsicht, dass dieses Verfahren den Anforderungen an die Zuverlässigkeit im Dauerbetrieb nicht gerecht wird. Ab 2009 richteten die Techniker ihre Aufmerksamkeit ausschließlich auf den Pyrolyse-Gleichstrom-Wirbelbett-Vergaser. Ein neuartiges, mehrstufiges Verfahren, bei dem die Pyrolyse von der Oxidation und der Reduktion getrennt ist. „Vereinfacht gesagt haben wir dabei den Vergaser vom Kopf auf die Füße gestellt, so dass die Asche mit dem Gasstrom nach oben abgeführt wird. Auf diese Weise kann sie den Betrieb der Anlage nicht länger blockieren“, heißt es aus Rosenheim. Ein weiterer Effekt des neuen Konzeptes: Die Konzentration brennwertreicher Gase sei gestiegen, der problematische Teergehalt dagegen gesunken.

„Nachdem uns dieser Durchbruch gelungen war, haben wir unser Augenmerk vor allem auf die Entwicklung der Sicherheits- und Automatisierungstechnik gelegt“, erklärt Stadtwerkechef Brühl. Nach Langzeittests im Jahr 2012 mit über 4 000 Betriebsstunden wurde die Technik in den Folgejahren stetig weiter optimiert, „so dass wir unseren Kunden heute ein marktreifes Produkt zur Verfügung stellen können“. „Das Rosenheimer Verfahren zur Holzvergasung zeichnet sich durch seine gute Gasqualität aus“, ergänzt Reinhold Egeler, der mit seinem Team den Holzvergaser entwickelt hat. Dass bei der Holzgasproduktion nahezu keine Teere mehr anfallen, wurde den Angaben zufolge durch die Abstimmung der Komponenten erreicht – und dadurch, dass „den einzelnen Verfahrensabschnitten mehr Raum gegeben wurde“. Die im Holzvergaser auftretenden Stäube werden durch Gewebefilter – einer Technik aus der Müllverbrennung – abgeschieden. Der Teer- und Staubgehalt des Produktgases ist laut Egeler so gering, dass Kunden auf eine aufwendige Reinigung verzichten könnten. Eine trockene Entstaubung reiche völlig aus.Ein Vergaser mit 185 kW Feuerungswärmeleistung, der mit einem Gasmotor mit 50 kW elektrischer und 95 kW thermischer Leistung kombiniert ist, ist bereits im Dauerbetrieb im Kraftwerkspark der Stadtwerke Rosenheim eingebunden. Der thermische Wirkungsgrad wird mit 50 Prozent angegeben, die elektrische Effizienz liege bei 25 Prozent. Ein weiteres Modul vom nächst größeren Anlagentyp mit 200 kW elektrischer und 300 kW thermischer Leistung befindet sich derzeit in der Inbetriebnahme. In den kommenden drei Jahren will der Energieversorger Holzvergaser mit 2 MW Gesamtleistung betreiben. Ziel bis 2025 ist, den Anlagenpark auf 12 MW auszubauen. „Wir können durch die Holzvergasung die schwankende Verfügbarkeit von Windkraft und Photovoltaik optimal ergänzen – und das mit einer ebenfalls regenerativen Energiequelle“, sagt Brühl mit Blick auf die Speicherfähigkeit.

Auch bei Referenzkunden sollen bald die ersten Biomassevergaser samt BHKW in Betrieb gehen. Die Stadtwerke Rosenheim bieten ihren Kunden schlüsselfertige Anlagen inklusive Pyrolyse-Wirbelbett-Vergaser mit Gasfilter und Gaskühlung sowie BHKW. Auf Wunsch unterstützt das Unternehmen die Kunden bei der Planung, Projektierung und den Förderanträgen und kümmert sich um Installation und Wartung. Mit ihren beiden Vergasermodellen richten sich die Oberbayern vor allem an Kunden, die eigenen Waldbestand haben oder Holzreste energetisch nutzen wollen.

Die 50-kW-Version benötigt etwa 42 kg Hackschnitzel pro Stunde mit einer Restfeuchtigkeit von maximal 15 Prozent. Der Feinkornanteil am Brennstoff spielt den Angaben zufolge keine Rolle. Laut Egeler ist die Technik für jene Kunden attraktiv, deren Wärmebedarf sich nicht allein auf die Wintermonate beschränkt. Im Rahmen des EEG 2012 lasse sich die Wirtschaftlichkeit der Anlagen sehr gut darstellen, heißt es bei den Stadtwerken. Nach dem EEG 2014 gestalte sich der wirtschaftliche Betrieb dagegen schwieriger. „Im Vergleich zu den im Markt verfügbaren Anlagen sind unsere Rosenheimer Holzvergaser aber absolut wettbewerbsfähig“, stellt Brühl klar.

Künftig soll die Vergasungstechnik nicht nur Holz, sondern auch Stroh, Baum- und Strauchschnitt, Straßenbegleitgrün oder Laub verwerten können. Der Einsatz dieser Reststoffe wird derzeit im Rahmen von Forschungsvorhaben untersucht, um das Brennstoffsortiment zu erweitern. Zudem soll das Anlagenkonzept langfristig auf Leistungen im Megawattbereich übertragen werden. Laut Brühl ist das grundsätzlich auch möglich, „aber entwicklungstechnisch steckt der Teufel bekanntlich im Detail“.

 

 

Stadt Cottbus kauft Stadtwerke zurück

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Stadt Cottbus kauft Stadtwerke zurück

 

Die Stadtwerke Cottbus GmbH (SWC) wird rekommunalisiert. Die Stadt erwirbt dazu 50,15 % der Unternehmensanteile und wird damit wieder Mehrheitsgesellschafterin.

 

Momentan ist die Stadt noch mit 25,1 % an den Stadtwerken beteiligt, die restlichen 74,9 % sind im Besitz der DKB Proges GmbH, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Kreditbank (DKB). Vor rund zehn Jahren war die SWC in finanzielle Schwierigkeiten geraten, unter anderem musste das Unternehmen 2004 einen Verlust von 17 Mio. Euro ausweisen. Als hauptsächliche Ursache galt das Ende der 1990er Jahre in Betrieb genommene Braunkohleheizkraftwerk. 2006 gingen im Zuge der Sanierung 74,9 % der Anteile an die DKB Proges. Infolgedessen wurde beispielsweise die Tochtergesellschaft Cottbuser Hochdruck an E u. G − Energiebau GmbH verkauft.Nach Angaben der Stadt Cottbus erwirtschaftet die SWC seit fünf Jahren nun wieder Gewinne. „Da auch in der Prognose mit positiven Ergebnissen gerechnet werden kann, ist davon auszugehen, dass bereits mittelfristig die Übernahme des Unternehmens auch dazu beiträgt, die Haushaltskonsolidierung in der Stadt Cottbus vorzunehmen“, erklärte die Stadt ihre Entscheidung, den Energieversorger zurückzukaufen.

Die Stadt hatte sich damals ein Vorkaufsrecht von der DKB einräumen lassen. Oberbürgermeister Frank Szymanski habe nun veranlasst, dass der Kaufpreis für die sogenannte erste Tranche in Höhe von rund 6 Mio. Euro am 31. Juli 2014 ausgezahlt wird, so die offizielle Mitteilung des Rathauses. Mit der Eintragung der Änderung der Geschäftsanteile der Stadtwerke Cottbus GmbH im Handelsregister ist die Stadt dann Mehrheitsgesellschafterin mit 50,15 %. Entsprechend dem Kaufvertrag wird die Stadt nach eigenen Angaben Anfang 2015 auch die übrigen beiden Gesellschafteranteile der Bank übernehmen. Die DKB hatte Anfang 2014 mitgeteilt, drei Teile zu je etwa 25 % zu verkaufen.