Thüga fordert Anpassung der Anreizregulierung

Die dena-Studie zur Einführung von intelligenten Zählern spricht nach Ansicht der Thüga drei Sachverhalte an, zu deren Lösung die Politik aufgerufen ist.
In zwei Szenarien ermittelt die dena-Studie Gesamtkosten für eine normierte Anzahl von 1 Mio. Zählpunkten zwischen 467 und 831 Mio. Euro. Durch eine konsistente Anpassung des Ordnungsrahmens könnten energiewirtschaftliche Vorteile realisiert werden, so die Thüga.

Die Verfasser der Studie von Deloitte & Touche weisen beispielsweise darauf hin, dass unternehmerische Freiheitsgrade zentral für einen ausgabenminimalen Rollout sind. Voraussetzung dafür ist die Aufrechterhaltung des Stichprobenverfahrens, das es den Unternehmen ermöglicht, die Funktionsfähigkeit von Zählern anhand einer repräsentativen Stichprobe nachzuweisen und die Eichgültigkeit zu verlängern. Ohne diese Option, so folgern die Autoren, müssten aufgrund der Altersstruktur des bestehenden Zählerbestands eine erhebliche Menge der Geräte in den ersten Jahren des Rollouts gegen Smart Meter ausgetauscht werden. Dies sei alleine aus Marktkapazitätsgründen nicht möglich. Daher gelte es, einen individuellen Rollout-Pfad zu finden und entsprechend einer Rollout-Verordnung, die Rechtssicherheit gewährleistet, auch zu nutzen.

Ein zweiter Kritikpunkt, den die Studie aufgreift und die Thüga unterstreicht, ist die gegenwärtige Form der Anreizregulierung. Hier bestehe Anpassungsbedarf, so dass sich die Rückzahlungen der von den Netzbetreibern getätigten Investitionen nicht mehr bis zu zehn Jahren verzögern. Die Bundesregierung sei aufgefordert, den Zeitverzug zu beseitigen. Nach Auffassung der Thüga ist es nicht hinnehmbar, dass sich die Ergebnis- und Liquiditätssituation der Verteilnetzbetreiber weiter verschlechtert.

Schließlich mache die Studie deutlich, dass eine Einführung von intelligenten Zählern und Messystemen ein entsprechendes Marktdesign voraussetze, das heute noch nicht existiere. „Wir sind gespannt, wie die Politik die Ergebnisse der dena-Studie bewertet und stehen für eine konstruktive Diskussion weiter zur Verfügung“, erklärte Thüga-Vorstandsmitglied Michael Riechel.

Das Stadtwerkenetzwerk ist einer der Auftraggeber der Studie und positioniert sich im Markt als Gateway-Administrator. Von den geschätzten 50 Mio. neuen Stromzählern werden allein auf die Thüga-Gruppe nach eigenen Angaben rund 5,5 Mio. entfallen.
„Wir haben in die notwendige technologische Entwicklung investiert und stehen bereit. Wenn die Politik Fakten schafft, werden wir ab 2016 deutschlandweit die Gateway-Administration als Dienstleistung anbieten“, so Peter Hornfischer, Geschäftsführer der Thüga MeteringService GmbH.

 

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Juli 15, 2014

Fritz Wilhelm

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