Auch Verkehrsbetriebe in Gera melden Insolvenz an


Bild: Fotolia.com, nmann77

Der fahrplanmäßige Betrieb soll zunächst weitergehen, doch die Zukunft der Stadtwerke Gera und ihrer Tochterbetriebe ist völlig offen. GDF Suez könnte als bisheriger Minderheitseigner der Energieaktivitäten sein Engagement möglicherweise ausweiten.Nach der Stadtwerke Holding haben jetzt auch die Geraer Verkehrsbetriebe einen Insolvenzantrag gestellt. Der Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wurde am 3. Juli eingereicht. Das zuständige Amtsgericht bestellte den Rechtsanwalt Michael Jaffé zum Insolvenzverwalter. Jaffé ist auch Insolvenzverwalter der Muttergesellschaft, der Stadtwerke Gera AG. Das Unternehmen teilte mit, dass der Geschäftsbetrieb in vollem Umfang weitergeht und Busse und Bahnen zunächst weiter nach Fahrplan fahren werden. GVB-Geschäftsführer Ralf Thalmann teilte mit, dass die Stadt Gera als Aufgabenträger für den Öffentlichen Personennahverkehr Unterstützung signalisiert habe, um den Fahrbetrieb aufrecht zu erhalten.

„Wir sind im Zuge der Insolvenz der Stadtwerke Gera AG bereits seit Samstag mit einem 20köpfigen Team von Experten im Einsatz, um die sehr komplexen Verflechtungen zwischen der Holding und den einzelnen Tochtergesellschaften, darunter auch die GVB, zu analysieren und Lösungsansätze für die Fortführung zu erarbeiten“, teilte Insolvenzverwalter Jaffé mit: „Unser Ziel ist ganz klar der Erhalt aller sanierungsfähigen Einheiten, der Arbeitsplätze und eines attraktiven Serviceangebots für die Bürger. Dazu führen wir derzeit unter Hochdruck Gespräche mit allen Beteiligten. Es gibt für die Sanierung eines Stadtwerke-Konzerns mit so vielfältigen Aufgabenfeldern und eines Verkehrsträgers wie der GVB keine Blaupause in Deutschland, deshalb müssen wir die Sanierung auf eine breite Basis zu stellen. Dies geht angesichts der komplexen Faktenlage nicht von heute auf morgen“, so der vorläufige Insolvenzverwalter Jaffé in einer ersten Einschätzung.

Die Insolvenz war durch erhöhten Abschreibungsbedarf für ein Gaskraftwerk der Stadtwerke entstanden, das nicht die erwarteten Erträge bringt. Die Verkehrsbetriebe befinden sich zu 100 % im Eigentum der Stadtwerke Gera. Dagegen ist an der Kraftwerke Gera GmbH (KWG) und ihrer Schwestergesellschaft, der Energieversorgung Gera GmbH (EGG), seit 2002 der Konzern GDF Suez mit jeweils 49,9 % beteiligt. Der Konzern ist jetzt in Gesprächen involviert, wie es mit der Energieversorgung in Gera weitergehen soll. In Branchenkreisen wird nicht ausgeschlossen, dass dabei auch über eine vollständige Übernahme der Energieaktivitäten durch GDF Suez gesprochen wird.

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E&M powernews

Juli 04, 2014

Timm Krägenow

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