Stadtwerke Gera melden Insolvenz an

Bild: Fotolia.com, aldorado
Das Amtsgericht Gera hat am 27. Juni ein Insolvenzverfahren für die Stadtwerke Gera AG eröffnet.Betroffen von der Insolvenz ist demnach die Holdinggesellschaft der Stadtwerke mit insgesamt 25 Mitarbeitern, in der die Verwaltungsaufgaben für die gesamte Stadtwerke-Gruppe angesiedelt sind, teilten die Stadtwerke Gera mit.

Die Unternehmen des Stadtwerkekonzerns mit etwa 1 000 Mitarbeitern seien von der Insolvenz nicht betroffen. Dazu gehören die Energieversorgung Gera GmbH, die Gera Netz GmbH, die Geraer Verkehrsbetrieb GmbH, die Wohnungsbaugesellschaft GWB „Elstertal“ mbH, die GUD GERAER Umweltdienste GmbH & Co KG, die Flugbetriebsgesellschaft Gera mbH sowie die Kraftwerke Gera GmbH. Die Dienstleistungen für die Bevölkerung können laut den Stadtwerken somit Aufrecht erhalten werden.

Die Schieflage der Stadtwerke Gera besteht indes schon länger. Der Aufsichtsrat hatte zuvor mit der Stadt Gera und der Landesregierung Thüringen um Lösungsmöglichkeiten gerungen. Dazu wurde ein mögliches Konzept erarbeitet. Dies war durch die Wirtschaftsprüfgesellschaft Ernst & Young im vergangenen Jahr erarbeitet worden.

Insolvenzverwalter aus München bestellt

Dieses Rettungskonzept, das unter anderem den Verkauf von Elstertal vorsah, fand im Geraer Stadtrat am 24. Juni jedoch keine Mehrheit, berichtete die Ostthüringer Zeitung. Daraufhin sah sich auch die Landesregierung Thüringen veranlasst, die Zusage für eine Landeshilfe in Höhe von 4,2 Mio. Euro zurückzuziehen. Diese Hilfe sei an eine „positive Fortführungsprognose“ gekoppelt gewesen, sagte ein Sprecher des Thüringer Finanzministeriums und die sei mit dem „Nein“ des Stadtrats zu dem Rettungskonzept derzeit nicht gegeben. Der Sprecher verwies darauf, dass die Landesregierung auch „auf einen behutsamen Umgang mit Steuergeldern“ achten müsse. Man werde aber das Möglichste tun, um die Stadtwerke Gera zu unterstützen. Aber für eine finanzielle Hilfe müsse erst einmal ein nachhaltiges Konzept auf den Tisch.

Wie es nun weitergehen kann, damit beschäftigt sich seit 27. Juni die Münchner Kanzlei von Michael Jaffé. Jaffé ist als vorläufiger Insolvenzverwalter vom Amtsgericht Gera bestellt worden. Zu den bekanntesten Insolvenzverfahren der Kanzlei zählen unter anderem der Medienkonzern Kirchmedia oder die Petroplus-Gruppe, ein international tätiger Raffineriebetreiber.

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Juni
30, 2014

Heidi
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