Stadtwerke Konstanz mit Umsatzplus

 

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Die Stadtwerke Konstanz GmbH (SWK) und ihre Tochtergesellschaften haben im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 178,7 Mio. Euro erwirtschaftet und damit 6,9 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des kommunalen Versorgers wurde damit ein Rekordumsatz erzielt. Im Jahr 2012 belief sich der Konzern-Gesamtumsatz auf 167,2 Mio. Euro. Der Umsatz der SWK – ohne die Tochtergesellschaften – betrug 160,2 Mio. Euro, 2012 waren es 148,9 Mio. Euro. Der Stadtwerke-Konzern erwirtschaftete unter anderem durch Grund- und Gewerbesteuer sowie Konzessionsabgabe insgesamt 12,2 Mio. Euro für die Stadt Konstanz.

Der Stromabsatz der SWK belief sich auf 234,2 Mio. kWh und damit etwas weniger als im Vorjahreszeitraum mit 252,5 Mio. kWh. Der Gasabsatz hingegen stieg von 1,23 Mrd. kWh im Jahr 2012 auf 1,24 Mrd. kWh.

Ausbau des Glasfasernetzes

Rund 12 Mio. Euro investierten die Stadtwerke Konstanz und ihre Tochtergesellschaften nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr. Die Schwerpunkte lagen unter anderem im Ausbau des Glasfasernetzes, der Erweiterung und Erneuerung des Leitungs- und Rohrnetzes sowie dem Neubau des Zentrallager-Gebäudes. In diesem Jahr sehen die Stadtwerke beispielsweise den weiteren Ausbau des Glasfasernetzes und des Telekommunikationsbereichs sowie die Erneuerung und Erweiterung der Leitungsnetze als vorrangige Projekte an.

Die Stadtwerke Konstanz GmbH ist eine Gesellschaft im Eigentum der Stadt Konstanz. Das Kerngeschäft erstreckt sich neben der Energie- und Wasserversorgung auf die Beförderung von Personen im Stadtbusverkehr und auf die Fährverbindung Konstanz-Meersburg. Ein weiteres Geschäftsfeld ist die Telekommunikation. Hundertprozentige Tochtergesellschaften sind die Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH, die Bädergesellschaft Konstanz mbH und die Bodensee-Hafen-Gesellschaft mbH. Zudem ist der Versorger mit 50 % an der Katamaran-Reederei Bodensee GmbH & Co. KG beteiligt.

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Juli
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Thüga fordert Anpassung der Anreizregulierung

Die dena-Studie zur Einführung von intelligenten Zählern spricht nach Ansicht der Thüga drei Sachverhalte an, zu deren Lösung die Politik aufgerufen ist.
In zwei Szenarien ermittelt die dena-Studie Gesamtkosten für eine normierte Anzahl von 1 Mio. Zählpunkten zwischen 467 und 831 Mio. Euro. Durch eine konsistente Anpassung des Ordnungsrahmens könnten energiewirtschaftliche Vorteile realisiert werden, so die Thüga.

Die Verfasser der Studie von Deloitte & Touche weisen beispielsweise darauf hin, dass unternehmerische Freiheitsgrade zentral für einen ausgabenminimalen Rollout sind. Voraussetzung dafür ist die Aufrechterhaltung des Stichprobenverfahrens, das es den Unternehmen ermöglicht, die Funktionsfähigkeit von Zählern anhand einer repräsentativen Stichprobe nachzuweisen und die Eichgültigkeit zu verlängern. Ohne diese Option, so folgern die Autoren, müssten aufgrund der Altersstruktur des bestehenden Zählerbestands eine erhebliche Menge der Geräte in den ersten Jahren des Rollouts gegen Smart Meter ausgetauscht werden. Dies sei alleine aus Marktkapazitätsgründen nicht möglich. Daher gelte es, einen individuellen Rollout-Pfad zu finden und entsprechend einer Rollout-Verordnung, die Rechtssicherheit gewährleistet, auch zu nutzen.

Ein zweiter Kritikpunkt, den die Studie aufgreift und die Thüga unterstreicht, ist die gegenwärtige Form der Anreizregulierung. Hier bestehe Anpassungsbedarf, so dass sich die Rückzahlungen der von den Netzbetreibern getätigten Investitionen nicht mehr bis zu zehn Jahren verzögern. Die Bundesregierung sei aufgefordert, den Zeitverzug zu beseitigen. Nach Auffassung der Thüga ist es nicht hinnehmbar, dass sich die Ergebnis- und Liquiditätssituation der Verteilnetzbetreiber weiter verschlechtert.

Schließlich mache die Studie deutlich, dass eine Einführung von intelligenten Zählern und Messystemen ein entsprechendes Marktdesign voraussetze, das heute noch nicht existiere. „Wir sind gespannt, wie die Politik die Ergebnisse der dena-Studie bewertet und stehen für eine konstruktive Diskussion weiter zur Verfügung“, erklärte Thüga-Vorstandsmitglied Michael Riechel.

Das Stadtwerkenetzwerk ist einer der Auftraggeber der Studie und positioniert sich im Markt als Gateway-Administrator. Von den geschätzten 50 Mio. neuen Stromzählern werden allein auf die Thüga-Gruppe nach eigenen Angaben rund 5,5 Mio. entfallen.
„Wir haben in die notwendige technologische Entwicklung investiert und stehen bereit. Wenn die Politik Fakten schafft, werden wir ab 2016 deutschlandweit die Gateway-Administration als Dienstleistung anbieten“, so Peter Hornfischer, Geschäftsführer der Thüga MeteringService GmbH.

 

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Juli 15, 2014

Fritz Wilhelm

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Eigenstrom-Service: Potenzial für alle

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Die zunehmende Eigenstromversorgung drückt auf den Stromabsatz, sie kann für Stadtwerke aber auch der Einstieg in ein neues Geschäftsmodell sein, zeigt Dr. Christof Schorsch* in der neuen Folge unserer E&M-Serie „Wege in die neue Welt“.
Immer mehr Stadtwerkekunden wollen selbst Strom erzeugen, in Folge dessen hat die Eigenstromerzeugung mit Photovoltaik (PV) deutlich zugenommen. Die Kunden sind vor allem monetär motiviert, können so aber auch ein Stück Autonomie zurückgewinnen. Dafür ein Full-Service-Angebot zu bieten, stellt für Versorger einen guten Einstieg in die neue Welt der Energieversorgung dar. Denn die dafür nötigen Prozesse sind vergleichsweise einfach, und es gibt Partner, die Energieversorger bei der Umsetzung tatkräftig unterstützen: Handwerker, Solar-Installateure und Portalbetreiber.

Ein solcher Portalbetreiber ist die greenergetic GmbH. Über das Portal des Bielefelder Unternehmens haben aktuell 15 und demnächst bereits über 40 Versorger einen schnellen Einstieg in Dienstleistungen für Kunden gefunden, die ihren Strom selbst erzeugen wollen. Dazu hat greenergetic Systeme und Prozesse entwickelt, die es Stadtwerken erlauben, ohne eigenen Entwicklungsaufwand einen Online-Zugang zum neuen Angebot anzubieten.

Christof Schorsch erwartet, dass das Stadtwerke-Geschäft technischer und individueller wird
Bild LBD

Die Versorger erhalten über greenergetic ein Rundum-Sorglos-Paket für den Verkauf von PV-Anlagen an ihre Kunden, inklusive Pre- und After-Sales, Logistik, Montage und Prozessmanagement. Darüber hinaus gewährt greenergetic als zentraler Einkäufer von PV-Modulen den Stadtwerkekunden attraktive Konditionen. Zu den aktuellen Kooperationspartnern des Unternehmens zählen Versorger wie MVV Energie in Mannheim, N-Ergie in Nürnberg, rhenag in Köln und Stawag in Aachen.

Für Thomas Mehrer, Leiter Vertrieb der rhenag und dort auch verantwortlich für die Unternehmensstrategie, ermöglicht das mit greenergetic umgesetzte Angebot sowohl eine Differenzierung im Wettbewerb als auch einen vertrieblichen Wachstumspfad. Die rhenag ist überwiegend als regionaler Gasversorger unterwegs; ihr Heimatmarkt im Gas ist damit gleichzeitig Wachstumsmarkt im Strom.

Verdient wird das Geld dabei sowohl durch die Margenteilung zwischen greenergetic und dem Versorger als auch durch die potenzielle Reststromlieferung. Bisherige Erfahrungen zeigten, dass für einen großen Teil der Kunden, die am Erwerb oder an der Pacht einer PV-Anlage interessiert sind, auch eine individuelle Beratung notwendig sei.

Gute Möglichkeiten für Stadtwerke

Mehrer hält das Marktpotenzial für riesig und meint: „Davon kann sich jeder Versorger sein Stück abschneiden.“ Gerade Stadtwerke seien durch ihren guten Ruf bei ihren Kunden für diese Leistung prädestiniert. Bundesweit sieht er ein Marktpotenzial von etwa 3,6 Millionen PV-Anlagen, vorwiegend auf Ein- und Zwei-Familienhäusern mit geeigneter Dachneigung und -ausrichtung.

Die große Herausforderung liege darin, dieses Potenzial tatsächlich zu erschließen. Anfang 2014 mit greenergetic gestartet, liege die Anzahl der von der rhenag bislang verkauften Anlagen „an der Schwelle zum zweistelligen Bereich“. Das Geschäft zu entwickeln, stelle deshalb im Wesentlichen eine vertriebliche Aufgabe dar. Das Angebot müsse kontinuierlich beworben werden, nicht nur einfach online gestellt.

Die Stawag kooperiert ebenfalls mit greenergetic. Vorstand Peter Asmuth ist davon überzeugt, „dass sich die Welt verändert – von der reinen Energieversorgung zur Kooperation mit dem Kunden“. Dies bedeute aber auch, dass der Versorger sich wandle und zum Energiedienstleister werde. Asmuth meint, diese Entwicklung werde in Aachen bereits 2020 weit fortgeschritten sein.

Dazu passt das ehrgeizige Ziel des Unternehmens, bis dahin bereits 50 bis 60 Prozent des verkauften Stroms regenerativ in eigenen Anlagen zu erzeugen. Die Kooperation mit greenergetic wird somit als Baustein einer langfristigen Strategie gesehen, ein zukunftsfähiger Energiedienstleister zu werden.

Der Einstieg in neue Dienstleistungen finde bereits heute statt. Asmuth sieht dies als große Chance: „Wir müssen den Markt rechtzeitig besetzen. Wenn wir das Geschäft nicht entwickeln, überlassen wir es letztendlich anderen.“ Stadtwerke sollten sich bereits jetzt auf die sich wandelnde Energiewirtschaft vorbereiten und neue Geschäftsfelder erschließen.

Allerdings brauche man auch einen langen Atem, um neue Aktivitäten zu entwickeln. Davon zeuge die geringe Anzahl von bislang zehn in Kooperation mit greenergetic installierten Anlagen der Stawag. Das sei sicherlich auch der Unsicherheit der Kunden bezüglich der künftigen EEG-Rahmenbedingungen sowie der Hemmschwelle eines Online-Abschlusses geschuldet, so Asmuth.

Das klassische Geschäftsmodell eines Stadtwerkes, das seit über hundert Jahren darin bestand, Energie zu kaufen und zu verkaufen und die Infrastruktur dafür sicherzustellen, steht also vor einem einschneidenden Wandel: Mit Liberalisierung und Regulierung ist eine Energiewirtschaft 2.0 entstanden.

Komplexe Dienstleistungen erggänzen Commodity-Geschäft

In der neuen Welt der Energiewende ändert sich das Geschäft aber noch viel grundsätzlicher: es wird technischer und individueller. Wir haben es nicht mehr mit dem Verkauf einer Commodity, also einem nicht unterscheidbaren Gut wie Elektrizität, zu tun, sondern mit komplexen Dienstleistungen, die in Kooperation mit Partnern und Kunden erbracht werden.

Thomas Mehrer ist davon überzeugt, dass das Full-Service-Angebot für PV-Eigenstromerzeuger erst der Anfang eines breiten Fächers neuer Dienstleistungen ist. Er sieht die Energieversorgung vor weiteren wesentlichen Veränderungen: „Die Energiewirtschaft 3.0 wird dezentraler sein, als es sich viele in der Branche heute vorstellen können.“

Das legt den Schluss nahe, dass Versorger künftig eine deutlich andere Wertschöpfung als bisher aufbauen müssen, mit veränderten Prozessen und Strategien zur Marktdurchdringung. Das Thema PV-Full-Service muss deshalb heute strategisch angegangen werden – denn die eigentliche Leistung eines Stadtwerks liegt vor und nach dem Online-Prozess. Ohne Entwicklung einer entsprechenden Vertriebsstrategie wird das Dienstleistungsangebot nicht fliegen.

Parallel dazu steigen die Anforderungen an die Versorger in jeder Wertschöpfungsstufe: Die Erzeugung muss flexibel den benötigten Reststrom liefern, das Netz muss Dezentralität integrieren sowie das volatile Dargebot der Erneuerbaren und die Nachfrage der Kunden synchronisieren. Aufgabe des Vertriebs ist es, diese komplexen Dienstleistungen an den eigenerzeugenden Kunden zu bringen.

Dies stellt allerdings auch eine große Chance dar, wie Florian Meyer-Delpho, Geschäftsführer von greenergetic, betont. Stadtwerke und Regionalversorger hätten den Schlüssel in der Hand, um als Gewinner der Energiewende hervorzugehen. „Diejenigen, die es schaffen, die Transformation vom Commodity- zum Non-Commodity-Geschäft effizient und mit nachhaltigen Geschäftsmodellen zu untermauern, werden auch unter dramatisch geänderten Marktbedingungen bestehen.“

 

 

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Stadtwerke München heben Investitionsstopp auf

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Nachdem auch der Bundesrat dem EEG zugestimmt hat, haben die Stadtwerke München (SWM) ihren Investitionsstopp für Erneuerbare-Energien-Projekte aufgehoben.Anfang 2013 hatte die SWM geplante Investitionen in Deutschland gestoppt. Dies betraf alle Erneuerbare-Energien-Projekte des Unternehmens, deren Bau noch nicht begonnen hatte. Das Unternehmen hat daraufhin zwar weiterhin investiert und nach neuen Projekten gesucht – jedoch vor allem im Ausland. Beispielsweise haben die Stadtwerke im Herbst vergangenen Jahres vom Hamburger Windanlagenhersteller Nordex SE ihren zweiten Windpark in Frankreich gekauft.

Nun hat die SWM ihren Investitionsstopp in Deutschland aufgehoben. Mit Inkrafttreten des neuen EEG herrsche nun endlich wieder Planungssicherheit, teilte das Unternehmen am 11. Juli mit. Ein neues Großprojekt mit erheblichem Investitionsvolumen befinde sich bereits in der „Vorbereitungsphase und kann voraussichtlich schon in Kürze in die Realisierung gehen“. Weitere Informationen zu dem Großprojekt wollte das Unternehmen noch nicht mitteilen.

Für den Energieversorger bleibt nach eigenen Angaben die Windkraft der wichtigste Baustein für ihren Ausbau der Erneuerbaren. „Wir begrüßen, dass die Bundesregierung das große Potenzial der Offshore-Windenergie anerkennt und den Ausbau engagiert vorantreiben möchte“, sagte Dr. Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM-Geschäftsführung. „Die Anschubfinanzierung ist vor allem in den kommenden Jahren notwendig, um die Projekte in die Wirtschaftlichkeit zu führen. Hier sehen wir gute Chancen für neue Projekte“.

Bayern bleibt schwieriges politisches Umfeld für Windkraft

Die Realisierung von Windprojekten in Bayern schätzt der Vorsitzende allerdings weiter als unsicher ein: „Mit der von der bayerischen Staatsregierung geplanten Abstandsregelung für die Windenergie ist eine Vielzahl von sinnvollen Projekten in Bayern nicht mehr möglich. Wir plädieren für eine vernünftige Lösung, die die Windenergie in Bayern vor dem Aus bewahrt.“ Den Ausbau der Windenergie in Bayern wollen die SWM gemeinsam mit Kommunen vorantreiben. Insgesamt haben die SWM nach eigenen Angaben in zwölf bayerischen Kommunen Projektoptionen mit einem Potenzial von bis zu 60 Windenergieanlagen in unterschiedlichen Bearbeitungsphasen, unter anderem soll ein Windpark im Bayerischen Wald entstehen.

Zudem begrüßen die SWM, dass mit der sukzessiv verpflichtenden Direktvermarktung und der Ermittlung der Förderhöhe durch Ausschreibungen die Erneuerbaren weiter in den Markt gebracht werden sollen.

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Juli 14, 2014

Heidi Roider

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Umverteilen bis zum Kollaps


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Seit Jahren kämpfen die Stadtwerke Gera AG (SWG) mit ihrer schwierigen finanziellen Lage. Aufgrund einer Wertberichtigung für ein Gaskraftwerk in Höhe von 18 Mio. Euro ist die Holding kürzlich in die Insolvenz gerutscht und daraufhin auch die Verkehrsbetriebe. „Auslöser war eine Abschreibung für das Gaskraftwerk im Jahr 2013, von der wir im April 2014 erfahren haben“, sagte Thüringens Finanzminister Wolfgang Voß (CDU) in einem Interview mit der Ostthüringer Zeitung am 7. Juli. Aufgrund dessen sei bei der Stadtwerke-Holding ein zusätzlicher Liquiditätsbedarf von 18 Mio. Euro entstanden. Am 27. Juni musste die Holding mit 25 Mitarbeitern einen Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen. Weniger Tage später traf es dann die defizitäre Geraer Verkehrsbetrieb GmbH (GVB) mit etwa 300 Mitarbeitern. Eigentlich sollte der Querverbund so etwas verhindern. Die GVB wurde über die Holding quersubventioniert.

Zu den Stadtwerken gehören sieben Tochterunternehmen, die unter dem Dach der Holding vereint sind: die Energieversorgung Gera GmbH, die Gera Netz GmbH, die Geraer Verkehrsbetrieb GmbH, die Wohnungsbaugesellschaft GWB „Elstertal“ mbH, die GUD Gerarer Umweltdienste GmbH & Co KG, die Flugbetriebsgesellschaft Gera mbH sowie die Kraftwerke Gera GmbH. Der Zuschussbedarf der GVB betrug 2012 rund 4,4 Mio. Euro. Der GVB-Chef betonte jedoch, dass der Fahrbetrieb aufrecht erhalten werde.

Zuvor hatten die Stadtwerke, der Stadtrat Gera sowie das Land Thüringen um mögliche Lösungen gerungen. Es sei unter anderem besprochen worden, einen „Teil der Stadtwerke-Kredite auf die Thüringer Aufbaubank umzuschulden“, zitiert die Ostthüringer Zeitung Voß weiter. Doch dafür hätte es einen Einstieg in nachhaltige Maßnahmen bedurft, die das Land Thüringen offenbar nicht sah.

Finanzielle Situation seit Längerem schwierig

Das Land Thüringen wolle zwar sehr wohl helfen, sagte ein Sprecher des Thüringer Finanzministeriums auf Anfrage. Aber dazu brauche es ein tragfähiges Konzept. Als Landesregierung sei man auch den Steuerzahlern verpflichtet. Die Stadt Gera ist Alleingesellschafter, hat jedoch selbst einen klammen Haushalt und erhielt in den vergangenen acht Jahren knapp 20 Mio. Euro an Sonderzuweisungen vom Land Thüringen.

Die Unternehmensgruppe mit ihren insgesamt etwa 1 000 Mitarbeitern schiebt bereits seit Jahren Verluste von einzelnen Töchtern in Millionenhöhe vor sich her. „Der steuerliche Querverbund hat von Anfang an nicht so funktioniert, wie offiziell dargestellt wurde“, zitiert die thüringische Landeszeitung die Stadt Gera am 26. Juni – einen Tag vor dem Insolvenzantrag der Holding. Um die zum Beispiel hohen Verluste aus dem öffentlichen Nahverkehr zu kompensieren, wurden unter anderem Gewinne der Töchter umgelenkt, Rückstellungen – etwa für Investitionen bei der Energieversorgung – nicht gebildet. Kritiker klagen laut Zeitungsberichten zudem darüber, dass die Stadtwerke unnötige Prestigeprojekte im Verkehrsbereich finanziert hätten.

Wirft man einen Blick in die Geschäftsberichte, werden die Probleme offenkundig. 2010 war eine Patronatserklärung der Stadt Gera nötig, damit die Stadtwerke überhaupt einen Kredit in Höhe von 8 Mio. Euro erhalten. Die wirtschaftliche Lage wurde in den darauffolgenden Jahren immer schwieriger. Im Geschäftsbericht von 2011 wurde die Situation als „angespannt“ bezeichnet. „Die Gesellschaft ist zur Aufrechterhaltung ihrer Liquidität auf die finanzielle Unterstützung durch den Gesellschafter angewiesen,” heißt es dort. Die Kreditverbindlichkeiten lagen Ende 2011 bei 230 Mio. Euro.

Verluste bei Nahverkehr und Energieversorgung

Im Geschäftsjahr 2012 konnte die Unternehmensgruppe zwar noch einen positiven Jahresüberschuss der SWG von 386 000 Euro ausweisen. Jedoch ist in dem Geschäftsbericht vor allem von Jahresfehlbeträgen einzelner Töchter zu lesen und das positive Jahresergebnis war rechnerisch nur möglich, weil die Stadt einen „Verlustausgleich“ von über 2 Mio. Euro. geleistet hatte. Trotz der städtischen Finanzspritze musste die SWG einen Bilanzverlust von rund 5 Mio. Euro ausweisen.

Die Energieversorgung Gera (EGG) − an der zu 49,9 % GDF Suez Energie beteiligt ist − musste beispielsweise 2012 laut Geschäftsberichtes ebenfalls einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Bedingt durch einen schweren Turbinenschaden an der Gasturbine I im Heizkraftwerk Gera-Nord verringerte sich das Ergebnis nach Steuern von 5,13 Mio. Euro im Jahr 2011 auf 3,02 Mio. Euro. Deutlich höhere Verluste bei der Gera Netz GmbH in Höhe von 6,39 Mio. Euro (2012) hätten sich ebenfalls negativ ausgewirkt. Ein Jahr zuvor betrug der Verlust der Gera Netz, die die EGG vertraglich übernehmen musste, insgesamt 2,88 Mio. Euro.

Finanzminister Voß rechnet in ein bis drei Wochen mit ersten Vorschlägen vom Insolvenzverwalter Michael Jaffé, wie man die Stadtwerke umstrukturieren könne. Der Rechtsanwalt aus München teilte am 4. Juli mit, er müsse mit seinem Team nun erst einmal die komplexen Verflechtungen aufarbeiten.

Dabei könnten die Stadtwerke Gera kein Einzelfall bleiben. Nach einer Studie der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) wird der finanzielle Spielraum vieler Stadtwerke immer enger. Laut dieser Studie führen auf der einen Seite die erforderliche Netzfinanzierung, die Marktliberalisierung im Endkundengeschäft und der seit rund drei Jahren ausgeprägte Preisdruck an den Strommärkten zu sinkenden Erträgen im Netzbereich sowie beim Absatz. Zudem erwirtschaften viele deutsche Energieversorger mit ihren Gas- und Kohlekraftwerken Verluste. Auf der anderen Seite würden die notwendigen Investitionen steigen. Dieser Spagat werde “zu einer außergewöhnlichen finanziellen Kraftanstrengung”.Klicken Sie bitte hier für ein Probeabo von E&M powernews.

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Juli 07, 2014

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Weiterer Schritt zur Steag-Übernahme


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Die an der vollständigen Übernahme der Essener Steag interessierten Stadtwerke haben ein weiteres Etappenziel erreicht.Nachdem der Aufsichtsrat der Kommunalen Beteiligungsgesellschaft mbH (KSBG) Ende Juni für die Übernahme der restlichen 49 % an der Steag gestimmt hatte, haben nun auch alle Gesellschafter des Stadtwerke-Konsortiums für die Transaktion votiert. Dieses Paket wird bislang noch von Evonik Industries AG gehalten. 2011 hatten die sieben Kommunalversorger 51 % an der Steag erworben. Zum Stadtwerke-Konsortium Rhein-Ruhr zählen die Stadtwerke Duisburg AG (Anteil 19 %), die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH DEW21 (18 %), die Dortmunder Stadtwerke AG DSW21 (18 %), die Stadtwerke Bochum Holding GmbH (18 %), die Stadtwerke Essen AG (15 %) sowie die Energieversorgung Oberhausen AG (evo) und die Stadtwerke Dinslaken GmbH mit jeweils 6 %. Der Kaufpreis für die Steag-Anteile beläuft sich den Angaben nach auf rund 580 Mio. Euro.

“Wir haben diesen Schritt innerhalb des Stadtwerke-Konsortiums sorgfältig abgewogen. Jetzt ist aufgrund der vorteilhaften Situation auf dem Kapitalmarkt der richtige Zeitpunkt für den Kauf des 49-Prozent-Anteils“, erklärt Bernd Wilmert, Vorsitzender der KSBG-Geschäftsführung und Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Bochum Holding GmbH. Nun müssen noch die Stadträte der an den Kommunalversorger beteiligten Städte über die Übernahme entscheiden.

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Juli 07, 2014

Andreas Kögler

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Areva und Gamesa bündeln Wind-Kräfte


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Der spanische Windkraftanlagenhersteller Gamesa und der französische Areva-Konzern haben eine verbindliche Vereinbarung zur Gründung einer gemeinsamen Offshore-Windkraftgesellschaft unterzeichnet.Wie die beiden Unternehmen am 7. Ju.li mitteilten, wurden bereits seit vergangenem Januar entsprechende Gespräche geführt. Die nun erzielte Vereinbarung sieht vor, dass die neue gemeinsame Gesellschaft ein global führendes Unternehmen auf dem Offshore-Windmarkt sein soll. Bis 2020 soll ein Marktanteil von 20 % in Europa erreicht werden, angepeilt sind Aufträge mit einer Leistung von 2,8 GW.

In das 50/50-Joint-Venture will Gamesa seine 5-MW-Offshore-Plattform, seine Wartungs- und Betriebsführungsaktivitäten aus dem Onshore-Geschäft und seine Technologielizenzen einbringen. Diese gesamten Aktivitäten haben den Angaben nach einen Gegenwert von rund 195 Mio. Euro. Der französische Konzern will seine 5- und 8-MW-Offshore-Plattformen auf das Gemeinschaftsunternehmen übertragen, zudem soll eine Projekt-Pipeline mit 2,8 GW Leistung eingebrascht werden.

Der Unternehmenssitz des Joint Venture werde im spanischen Zamudio sein, als Geschäftsführer ist Arnaud Bellanger, Executive Vice President des Areva-Bereichs Offshore-Wind, vorgesehen. Die neue Gesellschaft soll im vierten Quartal 2014 gebildet werden.

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Juli 08, 2014

Andreas Kögler

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Auch Verkehrsbetriebe in Gera melden Insolvenz an


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Der fahrplanmäßige Betrieb soll zunächst weitergehen, doch die Zukunft der Stadtwerke Gera und ihrer Tochterbetriebe ist völlig offen. GDF Suez könnte als bisheriger Minderheitseigner der Energieaktivitäten sein Engagement möglicherweise ausweiten.Nach der Stadtwerke Holding haben jetzt auch die Geraer Verkehrsbetriebe einen Insolvenzantrag gestellt. Der Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wurde am 3. Juli eingereicht. Das zuständige Amtsgericht bestellte den Rechtsanwalt Michael Jaffé zum Insolvenzverwalter. Jaffé ist auch Insolvenzverwalter der Muttergesellschaft, der Stadtwerke Gera AG. Das Unternehmen teilte mit, dass der Geschäftsbetrieb in vollem Umfang weitergeht und Busse und Bahnen zunächst weiter nach Fahrplan fahren werden. GVB-Geschäftsführer Ralf Thalmann teilte mit, dass die Stadt Gera als Aufgabenträger für den Öffentlichen Personennahverkehr Unterstützung signalisiert habe, um den Fahrbetrieb aufrecht zu erhalten.

„Wir sind im Zuge der Insolvenz der Stadtwerke Gera AG bereits seit Samstag mit einem 20köpfigen Team von Experten im Einsatz, um die sehr komplexen Verflechtungen zwischen der Holding und den einzelnen Tochtergesellschaften, darunter auch die GVB, zu analysieren und Lösungsansätze für die Fortführung zu erarbeiten“, teilte Insolvenzverwalter Jaffé mit: „Unser Ziel ist ganz klar der Erhalt aller sanierungsfähigen Einheiten, der Arbeitsplätze und eines attraktiven Serviceangebots für die Bürger. Dazu führen wir derzeit unter Hochdruck Gespräche mit allen Beteiligten. Es gibt für die Sanierung eines Stadtwerke-Konzerns mit so vielfältigen Aufgabenfeldern und eines Verkehrsträgers wie der GVB keine Blaupause in Deutschland, deshalb müssen wir die Sanierung auf eine breite Basis zu stellen. Dies geht angesichts der komplexen Faktenlage nicht von heute auf morgen“, so der vorläufige Insolvenzverwalter Jaffé in einer ersten Einschätzung.

Die Insolvenz war durch erhöhten Abschreibungsbedarf für ein Gaskraftwerk der Stadtwerke entstanden, das nicht die erwarteten Erträge bringt. Die Verkehrsbetriebe befinden sich zu 100 % im Eigentum der Stadtwerke Gera. Dagegen ist an der Kraftwerke Gera GmbH (KWG) und ihrer Schwestergesellschaft, der Energieversorgung Gera GmbH (EGG), seit 2002 der Konzern GDF Suez mit jeweils 49,9 % beteiligt. Der Konzern ist jetzt in Gesprächen involviert, wie es mit der Energieversorgung in Gera weitergehen soll. In Branchenkreisen wird nicht ausgeschlossen, dass dabei auch über eine vollständige Übernahme der Energieaktivitäten durch GDF Suez gesprochen wird.

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Juli 04, 2014

Timm Krägenow

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“Stadtwerkzeug” für Düsseldorf / Stadtwerke Düsseldorf und Conenergy stellen … – FinanzNachrichten.de (Pressemitteilung)

+++NEWS ZU UNSEREN STADTWERKEN+++

"Stadtwerkzeug" für Düsseldorf / Stadtwerke Düsseldorf und Conenergy stellen …FinanzNachrichten.de (Pressemitteilung)Düsseldorf (ots) – Gemeinsam mit ihrem Partner Conenergy haben die Stadtwerke Düsseldorf eine Smart Living-App entwickelt, die als Plattform für energienahe Angebote und Dienstleistungen dient. Besonderen Mehrwert bietet die in dieser Form einmalige …Energienah: "Stadtwerkzeug"-App für Düsseldorfbusiness-onall 2 news articles »…“Stadtwerkzeug” für Düsseldorf / Stadtwerke Düsseldorf und Conenergy stellen … – FinanzNachrichten.de (Pressemitteilung)

Lübeck mit neuem Geschäftsführer

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Jürgen Schäffner hat zum 1. Juli 2014 die Geschäftsführung bei den Stadtwerken Lübeck übernommen.In Lübeck übernimmt Schäffner die Geschäftsführung der Stadtwerke Lübeck GmbH und der Stadtwerke Lübeck Holding GmbH. Der 49-Jährige war zuletzt als technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm tätig. Zuvor war Schäffner zwischen 1998 und 2003 Werksleiter der Stadtwerke Hockenheim. In Lübeck trat Schäffner die Nachfolge von Stefan Fritz an, der das Unternehmen den Angaben zufolge zum 30. Juni verlassen hat.

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Juli 02, 2014

Kai
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Wuppertal steigert Umsatz

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Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) haben im vergangenen Geschäftsjahr deutlich mehr Strom und Gas absetzen können und blicken auf ein positives Jahr zurück.Die WSW Holding konnte 2013 insgesamt 129,1 Mio Euro mehr als um Vorjahr umsetzen und erreichte mit 1,035 Mrd. Euro einen neuen Umsatzrekord. Dabei profitierte das Unternehmen vor allem von den Entwicklungen bei der Tochtergesellschaft WSW Energie & Wasser AG, wo die Umsätze innerhalb eines Jahres von 687,7 auf 817,2 Mio. Euro angestiegen sind. Der kommunale Versorger verzeichnete einen Gewinn von 53,6 Mio. Euro, dies sind rund 10 % mehr als im Vorjahr. Im Kerngeschäft profitierten die Wuppertaler Stadtwerke dabei vom bundesweiten Energievertrieb, der geringere Absatzmengen im Stadtgebiet mehr als ausgleichen konnte. Der Stromabsatz stieg insgesamt um 23,9 % auf mehr als 3,4 Mrd. kWh. Im Gasvertrieb konnte der Absatz sogar um mehr als 40 % auf 3,3 Mrd. kWh gesteigert werden. Zudem setzten die WSW mit 418 Mio. kWh 4,8 % mehr Fernwärme ab und verbuchten bei den energienahen Dienstleistungen ein Plus von 3,3 % auf 221 Mio. kWh.

Aufgrund des Verfalls der Strompreise an den Energiebörsen und der hohen Brennstoffkosten für Gas sank die Stromerzeugung im Heizkraftwerk Wuppertal-Barmen. Mit 342 Mio. kWh wurden im vergangenen Jahr hier 283 Mio. kWh weniger erzeugt als 2012 , teilte die WSW mit.

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Juni
30, 2014

Kai
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Stadtwerke Gera melden Insolvenz an

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Das Amtsgericht Gera hat am 27. Juni ein Insolvenzverfahren für die Stadtwerke Gera AG eröffnet.Betroffen von der Insolvenz ist demnach die Holdinggesellschaft der Stadtwerke mit insgesamt 25 Mitarbeitern, in der die Verwaltungsaufgaben für die gesamte Stadtwerke-Gruppe angesiedelt sind, teilten die Stadtwerke Gera mit.

Die Unternehmen des Stadtwerkekonzerns mit etwa 1 000 Mitarbeitern seien von der Insolvenz nicht betroffen. Dazu gehören die Energieversorgung Gera GmbH, die Gera Netz GmbH, die Geraer Verkehrsbetrieb GmbH, die Wohnungsbaugesellschaft GWB „Elstertal“ mbH, die GUD GERAER Umweltdienste GmbH & Co KG, die Flugbetriebsgesellschaft Gera mbH sowie die Kraftwerke Gera GmbH. Die Dienstleistungen für die Bevölkerung können laut den Stadtwerken somit Aufrecht erhalten werden.

Die Schieflage der Stadtwerke Gera besteht indes schon länger. Der Aufsichtsrat hatte zuvor mit der Stadt Gera und der Landesregierung Thüringen um Lösungsmöglichkeiten gerungen. Dazu wurde ein mögliches Konzept erarbeitet. Dies war durch die Wirtschaftsprüfgesellschaft Ernst & Young im vergangenen Jahr erarbeitet worden.

Insolvenzverwalter aus München bestellt

Dieses Rettungskonzept, das unter anderem den Verkauf von Elstertal vorsah, fand im Geraer Stadtrat am 24. Juni jedoch keine Mehrheit, berichtete die Ostthüringer Zeitung. Daraufhin sah sich auch die Landesregierung Thüringen veranlasst, die Zusage für eine Landeshilfe in Höhe von 4,2 Mio. Euro zurückzuziehen. Diese Hilfe sei an eine „positive Fortführungsprognose“ gekoppelt gewesen, sagte ein Sprecher des Thüringer Finanzministeriums und die sei mit dem „Nein“ des Stadtrats zu dem Rettungskonzept derzeit nicht gegeben. Der Sprecher verwies darauf, dass die Landesregierung auch „auf einen behutsamen Umgang mit Steuergeldern“ achten müsse. Man werde aber das Möglichste tun, um die Stadtwerke Gera zu unterstützen. Aber für eine finanzielle Hilfe müsse erst einmal ein nachhaltiges Konzept auf den Tisch.

Wie es nun weitergehen kann, damit beschäftigt sich seit 27. Juni die Münchner Kanzlei von Michael Jaffé. Jaffé ist als vorläufiger Insolvenzverwalter vom Amtsgericht Gera bestellt worden. Zu den bekanntesten Insolvenzverfahren der Kanzlei zählen unter anderem der Medienkonzern Kirchmedia oder die Petroplus-Gruppe, ein international tätiger Raffineriebetreiber.

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Kraftwerkebeteiligungen schmälern Ergebnis

Die Stadtwerke Herne AG konnte ihren Umsatz steigern, musste aber einen sinkenden Gewinn nach Steuern hinnehmen.Aufgrund des kalten Winters sowie der Rück- und Neugewinnung von Kunden konnten die Stadtwerke Herne ihren Umsatz von 152 auf 168,9 Mio. Euro im vergangenen Geschäftsjahr 2013 steigern. Trotzdem sank der Gewinn nach Steuern auf 12,3 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum 2012 waren es noch 16,8 Mio. Euro.

Der Ergebnisrückgang sei unter anderem auf die zu erwartende schwierige wirtschaftliche Situation bei den konventionellen Kraftwerken zurückzuführen. Die Stadtwerke mussten Rückstellungen für drohende Verluste bei konventionellen Kraftwerkebeteiligungen bilden. Die Stadtwerke Herne verfügen als einer der Partner unter anderem über eine Kraftwerksscheibe von 12 MW am Steinkohlekraftwerk Hamm, das RWE Power errichtet hat. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) konnte das Unternehmen hingegen von 8,4 auf 12 Mio. Euro steigern.

Der Gasabsatz stieg von 948 auf 977 Mio. kWh im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013. Beim Strom konnten die Stadtwerke rund 10 % mehr absetzen. Die Stromabgabe nahm von 506 auf 534 Mio. kWh zu. Stadtwerke-Vorstand Ulrich Koch zeigte sich zufrieden: „Insgesamt liegt der Jahresabschluss im Rahmen unserer Erwartungen“, trotz einer weiterhin schwierigen Lage auf dem Energiemarkt und ständig zunehmenden regulatorischen Eingriffen.

Stadtwerke Herne erwarten sinkende Ergebnisse

Die Stadtwerke haben damit begonnen, ihr Unternehmen umzubauen. Dazu gehöre unter anderem das neue Angebot Smart-Tec, das innovative Heiztechnolgien mit Ökostrom und Biogas kombiniere, sowie eine internes Projekt zur Steigerung von Effizienz, Wachstum und Kundenorientierung. Zudem werde die Kundenakquise in fremden Versorgungsgebieten immer wichtiger.

Dank des zweiten Energiefonds seien außerdem weitere energetisch sinnvolle Projekte sichergestellt: Die Stadtwerke Herne hatten ihren Kunden und Mitarbeitern im Jahr 2013 Inhaberschuldverschreibungen in einer Stückelung von 500 Euro angeboten, die auf reges Interesse gestoßen sind. Der Fonds weist ein Gesamtvolumen von 10 Mio. Euro aus und ist bereits ausgeschöpft. Die Mittel aus dem Fonds werden unter anderem für die Erschließung von Neubaugebieten mit Fernwärmenetzen, dezentralen Kundenalagen im Wärme- und CO2-Einsparcontracting sowie für die Modernisierung des Stromnetzes genutzt.

Für das laufende Geschäftsjahr 2014 erwartet der Energieversorger jedoch sinkende Ergebnisse. Zum einen würden die kritischen wirtschaftlichen Erwartungen bei Kraftwerkebeteiligungen fortbestehen und zum anderen sei die Witterung sehr mild gewesen.

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