Thüga-Gremien arbeiten an Konfliktlösung

Der Aufsichtsrat des Stadtwerke-Netzwerkes Thüga hat eine Arbeitsgruppe
eingesetzt, die auf die anderen Gremien des Stadtwerke-Netzwerkes
zugehen soll. Ende Oktober läuft der Vertrag des Vorstandsvorsitzenden
Ewald Woste aus.

Beim Stadtwerke-Netzwerk Thüga laufen hinter den Kulissen die
Bemühungen mit Hochdruck, den Streit zwischen den Organen beizulegen.
Der Aufsichtsrat der Thüga Holding AG hat eine vierköpfige
Aufsichtsrats-Arbeitsgruppe eingesetzt, die auf die Organe der
Gesellschafter zugehen soll, um künftige Personal- und Strategiefragen
zu klären. Die Leitung dieser Gruppe hat der Koblenzer
Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig übernommen. Dass es sich dabei
um eine interessante Aufgabe handelt, deutete Hofmann-Göttig
in seinem Internet-Blog vom 21. Mai 2014 an: „Den ganzen Nachmittag
verbringe ich mit Energiefachleuten, um die anstehenden
Thüga-Strukturverhandlungen vorzubereiten.
Ich merke, wie viel ich noch zu lernen habe, um die sehr komplizierten
Strukturen der Thüga zu verstehen und ihre Entstehung.
Das aber macht Spaß, sich in schwierige Projekte tiefgehend rein zu
finden.“

Ein Blick in den Thüga-Geschäftsbericht 2013 macht
deutlich, dass der Aufsichtsrat der Thüga-Holding auf der einen Seite
und
auf der anderen Seite der Gesellschafterausschuss, der Finanzausschuss
und der Personalausschuss unterschiedlich besetzt sind.
Im Aufsichtsrat wird die Kapitalseite vor allem von Oberbürgemeistern
und Kommunalpolitikern vertreten. Neben der Aufsichtsratsvorsitzenden
Petra Roth, der ehemaligen Oberbürgemeisterin von Frankfurt am Main,
sind dort der Oberbürgermeister von Nürnberg, Ulrich
Maly, und der Hannoveraner Stadtkämmerer, Marc Hansmann, vertreten. Die
Frankfurter Mainova, die Nürnberger N-Ergie und die
Stadtwerke Hannover halten zusammen 62,25 Prozent der Anteile an der
Thüga.

Die Interessen der anderen Anteilseigner-Gruppe, der
„Kom9“, ein Zusammenschluss von 45 Stadtwerken, die 37,75 Prozent der
Anteile halten, werden im Aufsichtsrat unter anderem vom Koblenzer OB
Hofmann-Göttig und vom Fuldaer OB Gerhard
Möller vertreten. Im Gesellschafterausschuss dagegen sitzen mit Michael
G. Feist, Constantin Alsheimer und Josef Hasler die
Chefs der drei Versorger aus Hannover, Frankfurt und Nürnberg. Im
wichtigen Personalausschuss sind neben Feist und einem Vertreter
der „Kom9“ auch drei Unabhängige vertreten, die von keinem der beiden
Gesellschafter-Lager entsandt werden: Michael G. Baldus,
Partner des ifp − Institut für Personal- und Unternehmensberatung Will
& Partner, ist Vorsitzender des Gremiums. Die beiden
anderen Mitglieder sind der Diplom-Physiker Wolfgang Kalsbach und der
ehemalige Vorsitzende des Vorstands der Landesbank Hessen-Thüringen,
Günther Merl. Baldus war auf Nachfrage von E&M Powernews am 6. Juni
für eine Kommentierung nicht erreichbar. Nach Branchengerüchten
ist es nicht ausgeschlossen, dass die bestehenden Streitigkeiten ohne
Einigung vor Gericht enden könnten.

Gegenüber dem Branchendienst
„Energate“ verwies der Sprecher der „Kom9“, Caspar Baumgart, der
Vorstand des Schweriner Versorgers
Wemag ist, auf den Beschluss der „Kom9“ vom 27. März 2014, in dem sich
diese Gesellschaftergruppe für eine Verlängerung der Amtszeit des
derzeitigen Vorstandsvorsitzenden
Ewald Woste ausgesprochen hatte. Wostes Vertrag läuft Ende Oktober aus.

Der vorstehende Beitrag wurde bereitgestellt von:

E&M powernews
Juni 6, 2014
Timm Krägenow
Tel: +49 8152 9311-0
Fax: +49 8152 9311-22
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